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Ruedi Mattle (Stadtpräsident Altstätten) bezieht als Präsident der Spitalkonferenz Stellung.
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 28.11.2019.
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St. Galler Spitäler Standortgemeinden beziehen als «Spitalkonferenz» Stellung

Die Standortgemeinden der gefährdeten St. Galler Spitäler gehen in die Offensive. Sie wollen «MedPlus»-Spitäler statt Notfallzentren.

Unter dem Namen «Spitalkonferenz» fordern die Gemeinden Altstätten, Wattwil, Flawil, Rorschach und Walenstadt «MedPlus»-Spitäler. Aus Sicht der Spitalkonferenz sind die geplanten Gesundheits- und Notfallzentren (GNZ) weder zielführend noch überlebensfähig, heisst es im Schreiben.

Solche Notfallzentren würden nie die Frequenzen erreichen, die sie brauchen würden, um zu rentieren.
Autor: Ruedi MattleStadtpräsident Altstätten

Solche Notfallzentren können nicht wirtschaftlich betrieben werden, ist der Stadtpräsident von Altstätten, Ruedi Mattle, überzeugt: «Solche Notfallzentren würden nie die Frequenzen erreichen, die sie brauchen würden, um zu rentieren».

Walk-in-Notfall gefordert

Die Spitalkonferenz der St. Galler Gemeinden fordert anstelle der GNZ pro Standort ein ambulantes und stationäres medizinisches Basisangebot der allgemeinen und inneren Medizin. Diese «MedPlus»-Spitäler sollen in Zusammenarbeit mit Ärztinnen und Ärzten der Region während 365 Tagen 24 Stunden lang betrieben werden. Zudem sollen sie zum Teil über Operationssäle für ambulante Eingriffe verfügen.

Regionale Gesundheits- und Notfallzentren (GNZ)

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Die St. Galler Regierung will aus finanziellen Gründen das stationäre Angebot an den vier Spitälern Grabs, Uznach, Wil und St. Gallen konzentrieren. Für die Bevölkerung in Altstätten, Wattwil, Flawil, Rorschach und Walenstadt soll es in Zukunft nur noch Gesundheits- und Notfallzentren geben. Diese GNZ sollen über ein kleines Bettenangebot verfügen, um stationäre Kurzaufenthalte zu ermöglichen.

Kritik an Strategie des Kantons

Die Resultate des Teilprojekts «Alternative Vorschläge» entsprächen nicht den Zusagen des Lenkungsausschusses. Es diene lediglich als «Beruhigungspille» für die betroffenen Standorte. Statt die Vorschläge der Standortgemeinden vertieft zu prüfen, seien diese über einen Kamm geschert worden, heisst es im Schreiben der Spitalkonferenz.

Testversuch GNZ am Spital Wil

Kritisiert wird von der Spitalkonferenz ausserdem der geplante Ausbau des Spitals Wil für 170 Millionen Franken. Allenfalls könne in Wil ein Pilotversuch für ein GNZ gestartet werden, um mehr Wissen und Erfahrungen über die Nutzung, die Kosten, das Personal und die Patientenströme zu erhalten, finden die von Spitalschliessungen betroffenen Standortgemeinden.

Flawil plant parallel weiter

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Für die Gemeinde Flawil ist eine Zusammenarbeit mit der Privatklinikgruppe Swiss Medical Network (SMN) nicht vom Tisch. Wie die Gemeinde mitteilt, hat der Gemeinderat zusammen mit SMN in den letzten Monaten eine massgeschneiderte und zukunftsfähige Lösung für das Spital Flawil entwickelt. In die Erarbeitung des Konzepts waren auch Hausärzte der ganzen Region sowie die Verantwortlichen des Wohn- und Pflegeheims eingebunden.

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