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Die Unfallzahl alleine täuscht
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 03.12.2019.
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Unfälle auf Skipisten Wie gefährlich ist Skifahren?

Jährlich geschehen tausende Unfälle auf Schweizer Pisten. Im Verhältnis sind es aber weniger Verletzte als im Fussball.

Über die Gefahr auf den Skipisten wird immer wieder diskutiert. Die jüngste Diskussion dreht sich um die Idee von Raserpisten, womit schnelle und langsame Fahrer getrennt würden.

Ein Blick in die Statistik zeigt, dass sich pro Saison auf Schweizer Pisten etwa 52'000 Skiunfälle und 12'000 Snowboardunfälle ereignen. Was auf den ersten Blick nach sehr viel aussieht, relativiert sich etwas, sobald die Zahl in Relation mit der grossen Zahl Sportlern und den Millionen von Pistenstunden gesetzt wird.

Die Schweizer Bergbahnen verzeichneten im letzten Jahr knapp 25 Millionen Skier-days. Ein Skier-day zählt, sobald ein Sportler das erste Mal am Skilift durch das Drehkreuz geht. Wer zum Beispiel fünf Tage Skiferien macht, zählt in der Statistik mit fünf Skier-days.

Kollisionen auf der Piste

Zu den tausenden von Unfällen auf der Skipiste zählen sowohl die gestauchten Knöchel als auch schwere Unfälle. Häufig grosse mediale Aufmerksamkeit erregen jene Unfälle, bei denen zwei Personen zusammenprallen. Die Statistik zeigt aber, dass die wenigsten Unfälle Kollisionen sind. Im zehnjährigen Durchschnitt sind es sieben Prozent. Der grösste Teil sind Selbstunfälle ohne Sprung mit 86 Prozent.

Knie und Schultern

Vereinfacht gesagt verletzt sich der Skifahrer am Knie, die Snowboarderin an der Schulter. Generell sind die Extremitäten am häufigsten betroffen.

Todesfälle ähnlich wie Klettern und Tauchen

Pro Jahr sterben im Durchschnitt sechs Ski- oder Snowboardfahrer auf Schweizer Skipisten (Tourenski nicht mitgezählt). Diese Zahl ist etwa gleich hoch wie beim Klettern oder Tauchen. Aber auch hier relativiert sich die Zahl, wenn man sie mit der Anzahl Sporttreibenden vergleicht. Gemäss bfu ereignen sich jährlich die meisten tödlichen Sportunfälle beim Wandern (51), Bergsteigen (24), Baden/Schwimmen (22) und Tourenskifahren (19).

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Dupont  (udupont)
    Es ist wie auf den Strassen, relativ wenige Idioten verursachen gefühlte 90% der schweren, andere gefährdende Unfälle. Diese gezielt herauszupflücken würde die Probleme fast vollständig lösen, was übrigens auch für den teilweise sogar mutwillig generierten Strassenlärm gilt.
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  • Kommentar von pedro neumann  (al pedro)
    Wie die Bilder zeigen, hat der Dichtestress auch auf den Skipisten Einzug gehalten. Lifte, welche das Vierfache früherer Anlagen auf den Berg bringen, tragen dazu bei. Was soll ich da noch skifahren wie im Abendverkehr auf der Autobahn? Früher war das mal ein Genuss, heute ist es ein fragwürdiges Massenspektakel...Einen habt ihre weniger auf der Piste!
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  • Kommentar von Martin Gebauer  (Gebi)
    Gelegentlich bin ich sehr schnell unterwegs. Am frühen morgen, auf harter, frischer Piste weite, schnelle, gecarvte Turns ziehen, ist einfach toll. Werden die Pisten voller, drossle ich das Tempo, gehe neben der Piste fahren oder höre auf. Das Problem sind Gruppen, Raser mit fehlendem Können, Besoffene und Anfänger, die mit sich selber beschäftigt sind. Da ich immer vorausschauend fahre, auch auf die anderen Aufpasse und mit viel Gelassenheit unterwegs bin, minimiert sich das Risiko.
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    1. Antwort von Martin Schläppi  (Tinel)
      Grundsätzlich einverstanden, nicht aber damit, dass auch die Anfänger Teil des Problems seien. Die Anfänger (Sie waren doch auch mal einer..) haben auch das Recht, unterwegs zu sein und brauchen deshalb unseren besonderen Schutz. Auf Sichtweite anhalten zu können und mit genügend Abstand überholen, löst fast jedes Kollisionsproblem auf der Skipiste, aber genau da hapert es leider bedenklich. Sagt ein Viel-, Genuss- und manchmal auch Schnellfahrer!
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    2. Antwort von Martin Gebauer  (Gebi)
      @Schläppi: Die Anfänger sind dann ein Problem, wenn sie auf zu anspruchsvollen Pisten unterwegs sind. Da sie nicht in der Lage sind vorausschauend zu fahren, stellen sie eine Gefahr dar. Nicht zu topen war die deutsche Familie (Anfänger), die im Park, unterhalb eines Kickers, ihre Pausenbrote assen und sich laut über die angeblich rücksichtslosen Freestyler beschwerten, die sie darauf aufmerksam machten, dass das kein Picknickplatz sei. Ein Extrembeispiel für die Unbedarftheit von Anfängern.
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