«Ich richte mein Training nicht nach dem Wetterbericht aus»

Die 24-jährige Jolanda Annen aus Schattdorf nimmt zum ersten Mal an Olympischen Spielen teil. Sie ist nach Teamleaderin Nicola Spirig die beste Schweizer Triathletin. Mit der Karriere von Jolanda Annen geht es steil aufwärts. Trotzdem kommt für sie Olympia nun eigentlich zu früh.

Urner Triathletin Jolanda Annen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Urnerin Jolanda Annen will an Olympia beim Triathlon überzeugen. Keystone

1,5 Kilometer im Wasser, 40 Kilometer auf dem Velo und 10 Kilometer in Laufschuhen auf der Strasse: Diese Distanzen gilt es für Jolanda Annen zu meistern am Triathlon an den Olympischen Spielen in Rio.

Diesem Ziel hat die 24-jährgie Urnerin alles untergeordnet. Ihre Teilzeitstelle als Hochbauzeichnerin hat sie gekündet, um sich ganz auf den Sport konzentrieren zu können. Das tägliche Training bei Wind und Wetter macht ihr nichts aus. «Ich richte mein Training nicht nach dem Wetterbericht aus», sagt Jolanda Annen im Gespräch mit Radio SRF.

Die sportliche Karriere von Jolanda Annen begann im Wasser. Seit sie achtjährig ist, macht Jolanda Annen im Schwimmklub Uri mit. «Ich hatte zwar Freude am Schwimmern, aber mit 17 Jahren suchte ich eine neue Herausforderung.»

Dass sie sich für den Triathlon entschied, ist eigentlich einem Geschenk zu verdanken. «Unser Teamchef schenkte mir die Teilnahme an einem Triathlon zu Weihnachten.» Vorher habe sie immer ein bisschen zu viel Respekt vor dieser Sportart gehabt.

Grosse Vorfreude auf den Triathlon

Diesen ersten Triathlon entschied Jolanda Annen dann gleich für sich. Motivation und Ehrgeiz wurden geweckt, seither heisst ihre Sportart Triathlon. Heute, sieben Jahre später, gehört Jolanda Annen zusammen mit Teamleaderin Nicola Spirig zu den besten Triathletinnen der Schweiz.

Im Mai 2016 realisierte sie in Mexiko ihren ersten Weltcupsieg im Triathlon, im August 2015 wurde sie Schweizermeisterin. Da es mit der Karriere von Jolanda Annen stets bergauf ging, war für Aussenstehende die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Rio die logische Folge.

Für die Athletin selber kommt die Olympia-Teilnahme aber eigentlich etwas zu früh. «Eigentlich ging ich davon aus, dass ich 2020 an Olympia starten kann, aber in den letzten anderthalb Jahren hat so viel geklappt, dass es nun doch schon gereicht hat.» Die Vorfreude sei extrem gross. Als Ziel habe sie sich einen Rang unter den ersten 25 gesteckt.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr