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Legende: Audio Ein Wipkinger Bahnreisebüro profitiert von der Klimadebatte. Dennoch ist seine Zukunft ungewiss. abspielen. Laufzeit 03:11 Minuten.
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 13.07.2019.
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Klimaschädliches Fliegen Immer mehr reisen im Zug

Zugreisenanbieter verzeichnen höhere Passagierzahlen. Ob der Trend anhält, wird sich aber noch zeigen müssen.

Zug statt Flug. Die aktuelle Klimadiskussion ist an den Schweizer Bahnschaltern angekommen. Beispielsweise beim Bahnhofreisebüro im Stadtzürcher Quartier Wipkingen.

Der private Zwei-Frauen-Betrieb verkauft Zugbillette für ganz Europa. Dieses Jahr deutlich mehr als in den letzten Jahren. Geschäftsführerin Regula Fischer: «Ich bin immer etwas vorsichtig mit den Zahlen, aber es ist sicher eine Steigerung von 20 Prozent oder mehr.»

«Sie wollen nicht mehr fliegen»

Zu den Stammkunden, die schon immer mit der Bahn in die Ferien gereist sind, seien nun neue dazu gekommen. Im Trend liege dieses Jahr England und der Interrail-Pass. Viele Kundinnen und Kunden würden ganz offen sagen, dass sie aus Rücksicht aufs Klima mit der Bahn reisen wollten: «Ihre Teenager möchten mit dem Zug nach Portugal reisen. Sie wollen nicht mehr fliegen.»

Der Nachtverkehr ist ein stark touristischer Verkehr und macht Sinn für die Zukunft.
Autor: Werner SchindlerGeschäftsführer Railtour Suisse

Ähnlich tönt es bei Railtour Suisse. Der Reiseanbieter macht etwa 70 Prozent des Umsatzes mit Zug- und 30 mit Flugreisen. Geschäftsführer Werner Schindler hat einen Wandel bemerkt: «In den letzten Jahren stiegen die Flugreisen anteilsmässig. In diesem Jahr dreht es sich zugunsten der Zugreisen.»

Menschen an Bahnhof vor Nachtzug.
Legende: Immer mehr Reisende nehmen den Nachtzug als Reisemittel. Keystone

Die Trendwende zugunsten der Bahn habe mit der wachsenden Nachfrage nach Nachtzügen zu tun. «Die österreichischen Bundesbahnen haben den Nightjet eingeführt, welcher fast überall ausgebucht ist. Der Nachtverkehr ist ein stark touristischer Verkehr und macht Sinn für die Zukunft.»

Trend für Sommerferien unklar

Die SBB hat vor wenigen Wochen angekündigt, dass sie sich überlegt, selbst wieder Nachtzüge zu betreiben. Genaue Zahlen zum Sommerreiseverkehr will die Bundesbahn erst im September veröffentlichen.

Auf Anfrage bestätigt die SBB aber, dass sich die Verkaufszahlen in den letzten Monaten sehr positiv entwickelt haben. Die Bahn spürt also deutlichen Rückenwind. Ob aber weniger geflogen wird in diesen Sommerferien, ist jedoch offen.

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83 Kommentare

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  • Kommentar von Willy Brauen  (Willy Brauen)
    "Der Kluge reist im Zuge, der Klügere nimmt d'Flügere", sagte man früher. Ob dadurch die Anzahl Flüge, wegen dem CO2-Hype, abnehmen, oder ob die Flugzeuge nur schlechter ausgelastet werden, bleibt abzuwarten. Die "neuen" Gewohnheiten werden es zeigen, wie nachhaltig sie sind. Die Zeit und Preise dürften ein weiterer Faktor sein, ob vermehrt gewechselt wird. Wir, in der Schweiz haben ein hohes Gewissenspotenzial in vielen Bereichen, das zwar abnehmend ist.
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  • Kommentar von Hans H. Hirt  (AndromedaAxiomis)
    Was hier fehlt ist die aktuelle Statistik, dass die Flüge dieses Jahr wieder zugenommen haben!
    Also gar nix von Verzicht!
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  • Kommentar von Karl Kirchhoff  (Charly)
    Als ich letztens für unter 70 CHF (Sparpreis) von Lenzburg nach Hamburg und zurück gefahren bin, hatte der Zug keine 5 Minuten Verspätung! Fährt man Tagsüber mit dem ICE, geht das innerhalb von 8 Stunden. Seit 1992 fliege ich nicht mehr, (vorher nur Fernflüge), und in die Ferien geht es seitdem nur noch per Bahn, Auto oder E=Bike. Punkt.
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