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Zürcher Rugby-Clubs haben Zulauf
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 25.10.2019.
abspielen. Laufzeit 06:58 Minuten.
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Rugby-Boom Ansturm auf Zürcher Rugby-Clubs

«Keine Sorge, wenns nicht gleich klappt mit dem Tacklen», sagt Luca Fasnacht, vor sich eine Gruppe verschwitzter junger Männer, «bei manchen dauert es, bis sie sich trauen, so richtig in jemanden reinzurennen.»

Dann ist das Probetraining beim Rugby Club Winterthur zu Ende. Applaus, ein letzter «Win-Ti»-Schlachtruf, dann verschwinden die 20 jungen Männer und die vier Frauen in den Kabinen des Stadions Schützenwiese. Viele neue Gesichter für einen Club, bei dem wöchentlich etwa 40 Leute trainieren.

Luca Fasnacht freut das grosse Interesse. Der 31-Jährige spielt beim Rugby Club Winterthur als Blindside Flanker, also in einer Stürmerposition. Ihn fasziniere die Kombination aus Anstand und Rauheit. «Rugby ist ein Gentlemansport, der Respekt vor dem Schiedsrichter und dem Gegner gross,» sagt er nach dem Training.

Junger Mann rennt über Wiese
Legende: Luca Fasnacht spielt beim Rugby Club Winterthur als Blindside Flanker, also in einer Stürmerposition. Urs Mühlematter

«Immer mehr Schweizerdeutsch auf dem Platz»

Luca Fasnacht setzt sich dafür ein, dass seine Sportart bekannter wird in der Schweiz. Dass das Interesse an Rugby so zugenommen hat, gerade auch bei Einheimischen, sei gut. «Heute hört man nicht nur Englisch, sondern immer mehr auch Schweizerdeutsch auf dem Platz», sagt Fasnacht. Er drücke dem Schweizer Rugby die Daumen, dass es so weitergehe, auch nach der Rugby-WM, die derzeit in Japan stattfindet.

Noch ist Rugby in der Schweiz eine Nischensportart. Luca Fasnacht ist einer von 250 lizenzierten Spielerinnen und Spieler in der Region Zürich. Etwa ein Drittel davon sind Expats. Ausländische Fachkräfte, die nach zwei oder drei Jahren weiterziehen.

Ein Problem für die Zürcher Vereine, sagt Matthias Schenker. Er ist Präsident des Zürcher Rugby-Verbands. «Damit sich ein Verein auf Dauer etablieren kann, braucht es einen starken Anteil Schweizer.» Das Interesse an den Zürcher Rugby-Clubs steige laufend, Schenker spricht von einem kleinen Boom. Er hat Rugby als Austauschschüler in Kanada kennengelernt, seither hat ihn die Sportart nicht mehr losgelassen.

Spieler stehen im Kreis
Legende: Fast eine Familie: Der Zusammenhalt im Rugby Club Winterthur sei gross, sagen die Spieler. Milad Ahmadvand

Eine Sportlehrerin für den Nachwuchs

So ging es auch Rahel Bosshard. Sie lernte Rugby während ihrem Austauschjahr in Neuseeland kennen und spielt inzwischen seit 20 Jahren. Nun kümmert sich die Sportlehrerin im Auftrag des Schweizer Rugby-Verbands um die jungen Talente in der Region Nordostschweiz, einmal pro Woche, in Zürich-Seebach.

Zusätzlich zum normalen Training im Club soll der Nachwuchs dort an der Technik feilen. «Besser passen, besser tacklen, schneller und ausdauernder werden», sollen die Spieler, sagt Bosshard. Sie sollen einst Nationalspieler werden. Und dabei mithelfen, dass die Schweiz in der Zukunft mitspielt an den Rugby-Weltmeisterschaften.

Gruppenbild Rugbyspieler
Legende: Grosser Zulauf: Zum Probetraining des Rugby Clubs Winterthur Ende Oktober kamen rund 20 Interessierte. zvg

SRF1, Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 12:03 Uhr; sted;fumi

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Michael Furter  (michael1)
    Man muss auch ehrlich sagen, Rugby ist ein hammer geiler Sport. ALLE spielen mit enormen Respekt, keine oder wenige Showmans, es wird nicht Simuliert, wenn man lamentiert und den Ref. in Frage stellt gibts eine Karte und der Spielfluss ist um einiges hoher, schneller und spannender wie das Amerikanische-"Fussball".
    Viel Spass bei den Semifinals morgen früh!
    All against All Blacks!
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    1. Antwort von Pascal Zürich  (PascalZH)
      Ich persönlich finde Australian Football dafür viel interessanter und spannender. Auch viel Respekt, aber sowas von höheren physischen Ansprüchen. Da ist unser Fussball und American Football eine Lachnummer dagegen.
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