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«Wir müssen die Verantwortung wahrnehmen»: Was die katholische Kirche machen will.
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 07.11.2019.
abspielen. Laufzeit 02:26 Minuten.
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Sexuelle Übergriffe verhindern Zürcher Katholiken wollen Missbrauch vorbeugen

Die Synode der katholischen Kirche des Kantons Zürich hat Massnahmen beschlossen um sexuelle Übergriffe zu verhindern. Wenn sich eine Person auf eine Stelle in der Kirche bewirbt, muss sie der Bewerbung ein Auszug aus dem Strafregister beilegen.

Die katholische Kirche ist vielen Leuten etwas schuldig in diesem Thema.
Autor: Franziska Driessen-RedingPräsidentin Synodalrat

Für Seelsorger oder Menschen, die sonst in der Betreuung arbeiten, gelten noch strengere Vorschriften. Von ihnen wird ein sogenannter Sonderprivatauszug verlangt. Dieser listet zum Beispiel auch allfällige Kontakt- oder Rayonverbote auf.

Die Präsidentin des Zürcher Synodalrats Franziska Driessen-Reding ist erfreut über den Entscheid. Vor allem, dass er einstimmig gefallen ist. «Ich bin überglücklich, dass das Parlament dieses Signal gesendet hat. Es ist unsere Pflicht, diese Massnahmen zu ergreifen.» Als katholische Kirche sei man den Leuten viel schuldig in diesem Bereich, so Driessen-Reding weiter.

«Nicht mehr schweigen»

Weiter stocken die Zürcher Katholiken die Präventionsarbeit auf. Auf den 1. Januar wird eine zweite Person eingestellt. Ab dann arbeiten ein Mann und eine Frau in je einem 50-Prozent-Pensum als Präventionsbeauftragte.

Das Thema sexuelle Übergriffe sei nach den jüngsten Massnahmen jedoch nicht erledigt, so Franziska Driessen-Reding: «Man kann diesen Punkt nicht abhaken. Es ist unsere Aufgabe, dass wir nie wieder schweigen.»

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17 Kommentare

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  • Kommentar von Michel Sutter  (Michel Sutter)
    Man muss es unbedingt aufarbeiten. Ich glaub, man kann die Schuld nie begleichen. Es ist an den Opfern zu vergeben oder nicht zu vergeben.
    Aber was kaum je zur Sprache kommt: Wir, die Gesellschaft. Gemäss kinderschutz24-Zahlen wird nämlich jedes 4. Mädchen und jeder 8. Junge bis zu seinem 18. Lebensjahr in der Schweiz mind. 1x missbraucht! Oft Gewalt als Symptom. Nachbar, Trainer, Lehrer etc. machen 22% aus; Stiefvater 26%, Verwandter 10%, leiblicher Vater 6% usw. Pfarrer steht da nicht.
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  • Kommentar von Esther Tanner  (Esther Tanner)
    Alle die da jetzt wieder sagen, dass das Zölibat fallen muss, die sollten sich vielleicht erst mal informieren wofür oder weshalb das Zölibat überhaupt ist... Ein Priester gehört Gott, der Priester hat sich Ihm (Gott) vollkommen geweiht! Er gehört also nur noch Gott nicht mal mehr sich selbst!!! Also kann der Priester nicht gleichzeitig einer Frau gehören!!! Aber es scheint so, dass das viele Priester vergessen haben!!
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    1. Antwort von Daniele Röthenmund  (Daniele Röthenmund)
      Nein, sie haben es nicht vergessen. Den es ist Wieder natürlich und Menschen gewollt Frau Tanner . Es geht darum das die Kirche Macht über ihre Diener ausüben kann.
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  • Kommentar von Beat Gruber  (Beat Gruber)
    Das das Zölibat der Grund für die sexuellen Missbräuche schuld sein soll, ist einfach absurd. Zum grössten Teil sind die Täter pädophil welche auch ohne Priesterweihe ihren Trieben nachgehen würden. Das Problem ist schlichtweg, dass die Kirche nie bereit war, richtig hinzuschauen und aktiv die Täter zur Rechenschaft zu ziehen resp. aus dem Amt zu entfernen. Zudem hat sich die Kirche immer geweigert, die Täter der staatlichen Gerichtsbarkeit zu melden. Unbesehen davon muss das Zölibat fallen.
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    1. Antwort von Daniele Röthenmund  (Daniele Röthenmund)
      Obschon man das Zölibat abschaffen müsste, bin ich der gleichen Meinung wie Herr Gruber schreibt. Pädophili oder Gewaltsmissbrauch geschehen meist in geschlossenen Systemen, Also auch in Kinderheimen oder auch Sportclubs oder sonstigen Orten wo Kinder sind. Daher ist es besonders wichtig das man beim Einstellen von Personal dies besonders gewissenhaft macht.
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