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Elefantenbaby von der Herde zu Tode getrampelt
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 20.08.2020.
abspielen. Laufzeit 03:42 Minuten.
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Trauer im Zoo Zürich Elefantenbaby kurz nach der Geburt gestorben

Es war das erste Elefantenkalb, das Elefantenkuh Omysha am Mittwoch Abend gebar. Die Geburt verlief normal, allerdings dauerte sie etwas lange. Wie alle Geburten in den letzten fünfzehn Jahren im Zoo Zürich fand die Geburt in natürlicher Form in der Herde statt.

Eine Geburt ohne Happyend

Die Elefantengruppe reagierte zuerst ganz normal auf die Geburt des Elefantenbabys. Die Elefanten beugten sich zu ihm hinunter und stiessen es mit den Füssen an. Das gehört zum normalen Prozess einer Elefantengeburt – auf den Menschen kann das etwas ruppig wirken. Plötzlich aber entstand in der Herde eine Dynamik, die dazu führte, dass das Neugeborene vermutlich zu Tode getreten wurde. Warum das so kam, kann der Zoo Zürich laut Mitteilung nicht sagen.

Risiko Erstgeburt

Der Elefantenmutter Omysha geht es gesundheitlich gut. Das tote Kalb blieb über Nacht bei der Mutter, damit sie sich von ihm verabschieden konnte, ein Lernprozess für die Elefantenmutter. Bei Erstgeburten bestünden immer auch Risiken, hält Zoodirektor Severin Dressen fest.

Totes Elefantenbaby bereits im April

Ein totes Tierbaby gehöre zur Realität des Zoos, so Zoodirektor Severin Dressen. Natürlich wünsche man sich etwas anderes, aber man sei sich bewusst, dass solche Fälle bei allen Tieren im Zoo eintreten könnten.

Natürlich wünscht man sich etwas anderes.
Autor: Severin DressenDirektor Zoo Zürich

Der Zoo setzt auf die Geburt in der Herde, bei den Elefanten wie auch bei allen anderen Tieren. Im April 2020 starb bereits ein Elefantenbaby; es wurde nur gerade eine Stunde alt. Im Februar 2020 wurde zudem Elefantenbulle Maxi eingschläfert. Mit über 50 Jahren hatte er immer mehr an Altersbeschwerden gelitten.

Regionaljournal Zürich Schaffhausen;

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Es gibt auch freudige Nachrichten. Im Mai rettete PETA in Vietnam zwei Kragenbären, die mehr als 18 Jahre in engsten Käfigen leben mussten; nur um ihrer Galle wegen.Sie konnten endlich ihre Quarantäre-Station verlassen.Der Moment, wenn die Bären das erste Mal in ihrem Leben nicht den kalten Beton spüren. Wenn sie ganz vorsichtig ihre Tatzen auf das Gras setzen und der Boden ein klein wenig nachgibt.Dann kann man die Freude der Bären förmlich riechen.Leider gibt es noch 400 Bären die so leiden.
    1. Antwort von Esther Jordi  (EstherJ.)
      Oder wie die Bären, die heute im Bärenland in Arosa leben dürfen. Auch sie wurden jahrelang gequält und mussten unter Vernachlässigung und Misshandlungen leiden.

      Das haben Sie sehr schön gesagt: "Wenn sie ganz vorsichtig ihre Tatzen auf das Gras setzen und der Boden ein klein wenig nachgibt.Dann kann man die Freude der Bären förmlich riechen." :-)
  • Kommentar von Andrea Pappert  (Leanova)
    Klar ist es immer tragisch wenn im Zoo ein Neugeborenes Tier stirbt. Seltsam ist nur, das hier so ein Aufriss drum gemacht wird...
    Es ist nur natürlich, das nicht jedes Neugeborene überlebt. Auch wenn dies vllt durch die Herde passiert ist. Es gibt so vieles was der Mensch nicht versteht und was er durch Vermenschlichung versucht zu begründen. So traurig wie es ist, aber das ist das Leben und damit sollten Wir uns abfinden!
  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Von Schimpansen, Delfinen und Elefanten ist bisher bekannt, dass sie Mitgefühl für kranke und tote Tiere zeigen. Das tote Kalb in Zürich blieb über Nacht bei der Mutter, damit sie sich von ihm verabschieden konnte, was für eine schöne Geste. Bin überzeugt, dass die Mutter um ihr Baby trauert. Tut mir leid für den Zoo und vor allem für die Elefantenmutter was da geschehen ist. Omysha die mein Mitgefühl hat wird sicher bald wieder ein Junges bekommen und alles wird wieder gut.