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1. Mai-Feierlichkeiten Demonstration für gleiche Löhne

  • Am heutigen Tag der Arbeit versammeln sich Gewerkschaften und deren Sympathisanten in der ganzen Schweiz zu Demonstrationen und Festivitäten.
  • Das Motto der Demonstrationen lautet: «Lohngleichheit. Punkt. Schluss».
  • Auch die SP-Bundesräte Alain Berset und Simonetta Sommaruga treten auf.
Legende: Video Marsch für Lohngleichheit von Frau und Mann abspielen. Laufzeit 1:19 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 01.05.2018.

In diesem Jahr fokussieren die Gewerkschaften auf die Bemühungen um gleiche Löhne für Männer und Frauen. Sie berufen sich dabei auf die Verfassung, wie es im Aufruf des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) zum 1. Mai heisst. Diese schreibe seit 37 Jahren die Gleichstellung von Mann und Frau vor. Auch das Gleichstellungsgesetz verlange seit 22 Jahren gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit.

In der Realität seien die Löhne der Frauen jedoch noch immer tiefer als jene der Männer. Der SGB macht daher an über 50 verschiedenen Veranstaltungen und Kundgebungen in der ganzen Schweiz auf diesen und andere sozialpolitische Umstände aufmerksam.

125-jährige Tradition

125-jährige Tradition

Der Tag der Arbeit kann seit jeher als Spiegel der Gesellschaft betrachtet werden: In seiner über 125-jährigen Tradition machten die Gewerkschaften in der Schweiz jährlich am 1. Mai auf die aktuellen sozialen Auseinandersetzungen aufmerksam.

Demonstrationszüge in vielen Städten

So findet zum Beispiel in Zürich, wo der 1. Mai ein Feiertag ist, ein Demonstrationsumzug statt. Die Demonstranten besammeln sich am Vormittag auf dem Helvetiaplatz. Die Route führt über Bahnhofstrasse und Limmatquai zum Sechseläutenplatz. Dort gibt es eine Festwirtschaft und die Schlusskundgebung. Im vergangenen Jahr marschierten in Zürich 12'000 Personen im Umzug mit.

In Bern startet der 1.-Mai-Umzug am Nachmittag in der Kramgasse. Die traditionelle Feier findet anschliessend auf dem Bundesplatz statt. Auch in Basel ist eine Kundgebung geplant. Diese beginnt am Messeplatz und endet auf dem Barfüsserplatz.

In zahlreichen weiteren Gemeinden in der ganzen Schweiz wird es weitere Kundgebungen sowie Festreden und Diskussionsrunden geben. Zudem kann die Bevölkerung vielerorts den Tag der Arbeit in Festzelten feiern, oft bei musikalischer oder anderer künstlerischer Unterhaltung.

Sommaruga in Glarus, Berset im Wallis

Unter das Volk mischen sich die beiden SP-Bundesräte. Justizministerin Simonetta Sommaruga reist nach Ennenda im Kanton Glarus, wo sie eine Schokoladenfabrik besuchen und mit Arbeitnehmenden zusammentreffen will. Bundespräsident Alain Berset wird im Wallis erwartet. Geplant ist, dass er am Abend in Sitten eine Rede hält, auf Einladung des Walliser Gewerkschaftsbunds.

Daneben werden zahlreiche Präsidenten von verschiedenen Gewerkschaften und Vertreter von Bewegungen eine Rede halten. Gleich drei Auftritte stehen dem SGB-Präsidenten und St. Galler SP-Ständerat Paul Rechsteiner bevor: Am Morgen spricht er in Winterthur ZH zum Volk, am Nachmittag in Interlaken BE und am Abend in Münchenbuchsee BE. Für ihn ist es der letzte 1. Mai in seiner Funktion als Präsident. Er gibt sein Amt Ende November nach 20 Jahren ab.

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29 Kommentare

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  • Kommentar von max baumann (phönix)
    Hier fordern sie Gleichheit, aber beim Pensionsalter lehnen sie es ab ! Rosinenpickerei.
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    1. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      Umgekehrt. Wenn endlich die Bundesverfassung eingehalten würde, brauchten die Frauen keine Kompensation mit dem Pensionsalter mehr. Das frühere Rentenalter wurde seinerzeit als Kompensation für diverse Ungerechtigkeiten eingeführt. Was zwar unsinnig ist, weil man besser die ursache behandelt hätte, aber dies jetzt den Frauen vorwerfen zu wollen ist ziemlich unsinnig. Zumal die Senkung 1964 war, als die Frauen noch nicht einmal mitpolitisieren/abstimen/wählen durften!
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  • Kommentar von Peter Imber (Wasserfall)
    Ganz gleich, was auch immer alles vorgebracht wird. Tatsache ist und bleibt, dass Frauen gesamthaft und bei Berücksichtigung aller Faktoren durchschnittlich lohnmässig immer noch benachteiligt sind. Und das ist verfassungswidrig. Ich sage das als Mann, der beileibe nicht links aussen steht.
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  • Kommentar von Filippo Mazza (Filippo-+)
    Gleicher Lohn für gleiche Leistung. Gleiche Arbeit ist relativ wenn am Ende des Tages die Leistung nicht stimmt. Wichtig sind zudem Qualifikation,Arbeitsjahre, Arbeitsmoral und und....
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    1. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      Was Sie aufzählen ist in den offiziellen Studien bereits berücksichtigt. Ausser der Arbeitsmoral, weil sie kaum messbar ist. 7% Differenz nur auf Arbeitsmoral zu reduzieren unterstellt allerdings allen Frauen generell eine schrechtere Arbeitsmoral zu haben was einfach nur absurd ist.
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