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250 Personen evakuiert Hochgiftige Chemikalie bei ETH erfolgreich abtransportiert

  • Rund um die ETH mussten heute mehr als 250 Personen ihre Wohnungen für mehrere Stunden verlassen.
  • Dies, weil aus einem ETH-Labor eine Gasflasche mit einer hochgefährlichen Chemikalie abtransportiert wurde.
  • Die gut 250 Anwohnerinnen und Anwohner mussten aus Sicherheitsgründen zwischen 10 Uhr und 16:30 Uhr ihre Häuser verlassen – sie wurden im Vorfeld von den Behörden informiert.
  • Der Einsatz ist abgeschlossen: Die Gasflasche konnte planmässig umgeladen und abtransportiert werden.

Über 250 Personen waren am Sonntag von der Evakuierung bei der ETH Zürich betroffen. Wegen des Abtransports einer potenziell gefährlichen Chemikalie hatten ETH und Kantonspolizei vorsorgliche Massnahmen getroffen.

Bei der chemischen Substanz aus einem früheren Forschungsbestand handelte es sich um Chlortrifluorid in einer Gasflasche. Diese war bislang in einem zugangsbeschränkten Labor der ETH Zürich gelagert und musste entsorgt werden. «Das Chlortrifluorid wurde in der Vergangenheit zur Analyse von Gesteinsproben eingesetzt», heisst es bei der ETH auf Anfrage.

Gefährliche Chemikalie: ETH-Gelände vorsorglich evakuiert

Das Gas gilt als eine der gefährlichsten Chemikalien überhaupt, ist toxisch und kann sich schon bei Kontakt entzünden. Für die Verladung und den Abtransport der Chemikalie waren vorsorglich Sicherheitsmassnahmen geplant worden. Dazu gehörten eine zeitlich begrenzte Evakuation im unmittelbaren Umfeld der ETH sowie temporäre Strassensperrungen.

Stadtplan mit markierten Evakuierungs- und Strassensperrzonen.
Legende: Strassensperrungen und die Evakuierungszone rund um die ETH Zürich. Kantonspolizei Zürich

Die Kantonspolizei informierte die knapp 270 betroffenen Anwohner direkt mit persönlichen Schreiben. «Zusätzlich haben wir an sämtlichen Liegenschaften ein entsprechendes Informationsschreiben angebracht», teilte ein Mediensprecher der Kantonspolizei Keystone-SDA mit. Der Transport verlief planmässig.

Menschen in Schutzanzügen vor einem Gebäude.
Legende: Gut geschützt wurde die hochgefährliche Chemikalie abtransportiert. brk news

Evakuierung dauerte über sechs Stunden

Evakuiert wurde das Gebiet zwischen Tannenstrasse, Sonneggstrasse, Leonhardstrasse und Weinbergfussweg. Zwischen 10 und 16.30 Uhr mussten die Bewohnerinnen und Bewohner weg bleiben.

Von der Evakuierung betroffen waren auch mehrere Gebäude der ETH. Labors und Säle durften nicht genutzt werden. Während des Einsatzes kam es temporär zu Strassensperrungen, Einschränkungen im öffentlichen Verkehr und Umleitungen für den Individualverkehr. Die Chemikalie wurde durch eine deutsche Spezialfirma entsorgt.

Die Sicherheitsmassnahmen konnten nach rund sechs Stunden aufgehoben werden. Die Evakuierung und die temporären Verkehrseinschränkungen wurden nach Abschluss der Arbeiten um 16.25 Uhr aufgehoben, wie die Kantonspolizei Zürich mitteilt. Die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner durften in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren.

SRF 4 News, 7.6.2026. 9 Uhr ; 

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