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400-Millionen-Projekt Frischekur für 44 Intercity-Neigezüge

  • Mit je sechs Millionen Kilometern auf dem Tacho sind die 44 Intercity-Neigezüge der SBB in der Mitte ihres Lebenszyklus angelangt.
  • Von 2021 bis 2029 werden sie darum einer Renovation unterzogen. Dafür investiert die SBB 400 Millionen Franken.

Die umfassenden Modernisierungsarbeiten nimmt das Werk in Yverdon-les-Bains VD vor, wie die SBB mitteilt. Die Modernisierung sei die grösste in der Geschichte des SBB-Fernverkehrs. Rund 110 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen im Einsatz.

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Aus dem Archiv: Der neue Hochgeschwindigkeitszug «Giruno» im Test
Aus 10 vor 10 vom 16.08.2018.
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Laser-Scheiben für besseren Empfang

Ein komplett neues Innendesign, ein besserer Mobilfunkempfang und ein zeitgemässes Kundeninformationssystem werden eingebaut. Zum neuen Innendesign gehören ein neues Lichtkonzept, neue Polster und Sitzbezüge, neue Teppiche, Wandtische mit Stecker, ein aufgewertetes Restaurant und neue Familienzonen.

ICE-Neigezug im Schnee
Legende: Wird bald bis auf den Wagenkasten ausgehöhlt und wieder zusammengebaut: der IC-Neigezug. Keystone

Für besseren Mobilfunkempfang baut die SBB laserperforierte Scheiben ein. Die Anzeige der Sitzplatzreservierungen erfolgt nach dem Umbau elektronisch. Die Fahrzeuge werden, wo nötig auch behindertengerecht angepasst.

Bis Ende 2022 soll Prototyp bereitstehen

Um die Arbeiten optimal auszuführen, muss das SBB-Werk in Yverdon-les-Bains die Fahrzeuge bis auf den Wagenkasten aushöhlen und wieder zusammenbauen. Die SBB plant, bis Ende 2022 einen Prototyp zu haben. Die Intercity-Neigezüge beschaffte die Bahn 1999 und 2005. Sie stehen vor allem auf der Ost-West- und der Nord-Süd-Achse im Einsatz.

Mit der Einführung der neuen Giruno-Züge am Gotthard setzt die Bahn die Intercity-Neigezüge zur Verbindung der Jurasüdfusslinie mit der Ostschweiz ein. Ausrangiert werden die Züge voraussichtlich von 2036 bis 2043.

Der Giruno hat noch einige Kinderkrankheiten

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Der Giruno, der offiziell RABe 501 heisst, ist ein 200 Meter langer, 11-teiliger Triebzug von Stadler Rail. Die SBB haben 29 Kompositionen für 980 Millionen Franken gekauft. Die Züge kommen seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2019 hauptsächlich auf der Gotthardstrecke zum Einsatz. Neben dem Debakel um die viel zu spät ausgelieferten und mangelhaften Fernverkehr-Doppelstockzüge aus dem Hause Bombardier gab es auch beim Giruno Schlagzeilen – im August 2019 wurden die Fahrten vorerst gestoppt. Der Grund: ein Defekt bei der Türnotöffnung. Im Januar 2020 dann erneut Ärger: Der von Stadler Rail gebaute Zug sei zu laut. Stadler plane nun Optimierungen, heisst es.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Das waren noch "Bombardier Züge von Qualität" und waren sehr zuverlässig im Einsatz!
    Eine "Auffrischung" macht daher Sinn!
  • Kommentar von Adi Berger  (Adi B.)
    Gut will die SBB diese Arbeiten in den eigenen Werkstätten ausführen statt ein unfähiges Unternehmen zu beauftragen.
  • Kommentar von Lothar Drack  (samSok)
    Wenn Neuanschaffungen so in die Hosen gehen wie in den letzten Jahren, bleibt tatsächlich nur noch die Hoffnung auf erfolgreiche Renovationen von bestehendem Material. Allein die Tatsache, dass eine Selbstverständlichkeit wie diese so breit thematisiert werden muss, lässt tief blicken, sehr tief!