Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Inhalt

86 Prozent weniger Kampf gegen «Raschelsäckli» erfolgreich

  • Die Verwendung von Einweg-Plastiksäcklein ging im vergangenen Jahr um weitere 14 Prozent auf knapp 56,57 Millionen Stück zurück.
  • Das ursprüngliche Reduktionsziel ist damit bereits erheblich übertroffen worden.
  • Mittlerweile haben sich über 30 Unternehmen aus dem Lebensmitteldetailhandel der freiwilligen Vereinbarung angeschlossen.
Legende: Video Aus dem Archiv: Widerstand gegen geplante Gebühr für Plastiksäcke abspielen. Laufzeit 01:48 Minuten.
Aus Tagesschau vom 31.01.2014.

Werden die Zahlen mit 2016 verglichen, als die Detailhandelsbranche auf freiwilliger Basis die «Raschelsäckli» nicht mehr gratis abgab, sind über 86 Prozent weniger Plastiksäcke zum Preis von fünf Rappen pro Stück abgesetzt worden. Dies teilt die Swiss Retail Federation und die IG Detailhandel Schweiz mit.

Das sind gute Nachrichten, denn eigentlich lag das Reduktionziel wesentlich tiefer. Der Verbrauch von Einweg-Plastiksäcken an Kassen, an denen hauptsächlich Lebensmittel verkauft werden, sollte bis 2025 um rund 70 bis 80 Prozent verringert werden.

Besser freiwillig als durch Verbot

Im Oktober 2016 hatten die Swiss Retail Federation und die IG Detailhandel Schweiz eine «Branchenvereinbarung zur Verringerung des Verbrauchs von Einweg-Plastiksäcken» abgeschlossen. Die Branchenteilnehmer erachteten es als pragmatischeren und kundenfreundlicheren Weg, eine Reduktion auf freiwilliger Basis zu erreichen als über Verbote.

Die Vereinbarung sieht vor, dass seit Anfang 2018 keine kostenlosen Einweg-Plastiksäcke mehr an Kassen abgegeben werden. Mittlerweile hätten sich über 30 Unternehmen aus dem Lebensmitteldetailhandel der Vereinbarung angeschlossen.

Parlament krebst zurück

Die «Raschelsäckli» hatten in der Schweiz auch das eidgenössische Parlament wiederholt beschäftigt. 2012 hatten National- und Ständerat den Bundesrat beauftragt, Wegwerf-Plastiksäcke zu verbieten. Im Herbst 2016 kam das Parlament dann aber auf seinen Entscheid zurück und überliess es dem Detailhandel, dafür zu sorgen, dass weniger Einwegtüten in Umlauf kommen.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

49 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Achim Frill  (Afri)
    Es muss einfach mal ein Irrglaube angesprochen werden: Wir kaufen also wiederverwertbare, robusten Jute, - Papier – oder Kunstsstoffsäcke und glauben, damit was Gutes für die Umwelt zu tun. Diese Mehrwegsäcke beherbergen pro Stück aber die Herstellungsenergie / Rohmasse von weit über 500 Raschelsäcklis. Aber kein Mehrwegsack überlebt ewig, schon gar nicht über 500 Raschelsäckli. Der Schuss geht also mächtig hintenraus. Mehrwegsäcke sind kontraproduktiv. Nachdenken – nicht einfach nachtrotteln.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Achim Frill  (Afri)
    Das mit den Raschelsäckli ist sowas von lächerlich. Sie gehen also in den Laden, und verzichten auf diese Tütchen, indem Sie alles in ihr Öko-Jutetäschli stopfen. Sie übersehen dabei aber völlig, dass eine einzige Salamiverpackung, eine einzige Spüliflasche oder sonst ein einziger Kunststoffartikel in ihrem Einkaufswagen mehr Plastik enthält, als über 100 Raschelsäckli. Sogar aus ihrer Kreditkarte liessen sich etwa 10 Raschelsäckli spritzen. Es geht hier also wirklich nur um Gewissensberuhigung.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Nicolas Dudle  (Nicolas Dudle)
    Wer diesen Schritt als Kleinigkeit abtut, der hat noch nicht begriffen, dass unser Leben aus der Summe der alltäglichen Kleinigkeiten besteht.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Achim Frill  (Afri)
      Es mag ja sein, dass man für Veränderungen im Kleinen beginnen soll. Aber bei dieser Knistersäckli-Sache ist es einfach total unverhältnismässig. Es ist in etwa so, wie wenn man Autos benzinsparender machen möchte, und als erste Massnahme die Autofahrer dazu auffordert, vor dem Einsteigen die Schuhe abzuklopfen, um Gewicht einzusparen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Nicolas Dudle  (Nicolas Dudle)
      Die Summe der alltäglichen Kleinigkeiten beeinflusst das Bewusstsein. Auch darum geht es hier, und nicht nur um den quantifizierbaren absoluten Einfluss der Einzelmassnahme.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen