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Elektronisches Patientendossier: Nicht alles läuft rund
Aus HeuteMorgen vom 13.11.2019.
abspielen. Laufzeit 01:49 Minuten.
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Ab April obligatorisch Elektronisches Patientendossier hält nicht, was es verspricht

Ab Frühling müssen die Schweizer Spitäler auf das elektronische Patientendossier umstellen. Die Zeit wird knapp.

Die Schweizer Spitäler sehen zahlreiche Knackpunkte bei der Umsetzung des elektronischen Patientendossiers bis Mitte April. Beim Spital-Dachverband H+ heisst es, die Hälfte der Spitäler habe mit der Umsetzung begonnen – doch erst jedes sechste sei auf der Zielgeraden.

Befürworter versprechen sich viel vom elektronischen Patientendossier: Dank ihm sollen alle Beteiligten stets auf dem neuesten Stand sein – von der Ärztin, zum Physiotherapeuten bis zur Apothekerin. Weil Mehrfachbehandlungen entfallen, wird die Qualität der Behandlung besser zu tieferen Kosten.

Es besteht Klärungsbedarf

Allerdings brauche es hier noch Klärung, sagt H+-Sprecherin Dorit Djelit. So stelle sich die Frage: «Welche Informationen müssen in diesen Patientendossier hinterlegt werden, damit sie auch schnell verfügbar sind und damit ein behandelnder Arzt oder eine medizinische Fachperson schnell auf relevante Informationen zugreifen kann?», so Djelit.

Denn das elektronische Patientendossier wird im Frühling schlicht Dokumente im PDF-Format enthalten. Bei Menschen mit komplexen Krankheitsgeschichten sammeln sich die verschiedenen Dokumente rasch an und machen das Dossier unübersichtlich. So kann das elektronische Patientendossier seine Vorzüge gar nicht ausspielen.

Fortschritte in Sicht

Diese Angst teilt Adrian Schmid nicht. Er hat die Vorarbeiten von Bund und Kantonen beim elektronischen Patientendossier koordiniert und sagt, dass es dabei um einen ersten Schritt gehe. «Das PDF ist der minimale gemeinsame Nenner, mit dem man anfangen kann.» Natürlich denke man bei gewissen Themen bereits weiter. «Die sind zum Teil auch schon konkretisiert; die E-Medikation ist ein Thema, das Impfdossier ist ein Thema», so Schmid.

Diese Punkte wolle man nach der Einführungsphase rasch dem elektronischen Patientendossier hinzufügen. Auch wenn also im Frühling alle Spitäler mit elektronischen Patientendossiers arbeiten müssen, dauert es noch eine Weile, bis es so funktioniert wie erhofft.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Claudius Luethi  (@claude)
    In ihrer Datenbank finden wir den Vorfall 100121537784971! Bitte nehmen Sie Stellung, damit Ihnen Apotheken, Drogerien, Hillfsstellen, Spitäler, Ärzte, Notruf, Krankenkassen, Banken Vermieter, Anwälte, Notare und staatliche Einrichtungen nicht schon nächste Woche einen persönlichen Anspruch von Leistung verwehren. Diese Anbieter werden über unseren Kontakt differenziert informiert und ihrem Arbeitgeber wird die Akte zum Abgleich zugestellt. Risiken und Nebenwirkungen verwalten sie selbst! ..
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  • Kommentar von P. Buess  (pbs)
    Es steht immer noch zur Diskussion, dass die Daten von der Swisscom verwaltet werden. Welche Freude... Und in Deutschland gelangte eine grosse Menge Patientendaten frei einsehbar ins Internet. Und es ist phantastisch, wie die Hausärzte in die Entwicklung des EPD einbezogen werden, mit dem sie bald arbeiten müssen. Fragen Sie Ihren Hausarzt...
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  • Kommentar von Philipp Moreno  (HOC)
    Zitat, "Über eine sichere Internetverbindung", von der Seite patientendossier.ch aber nirgends steht wer haftet wenn etwas passiert(z.B. Datenklau), und "Jeder Anbieter des EPD wird umfassend geprüft, zertifiziert und regelmässig kontrolliert.", mir dreht es den Magen wenn ich so etwas lese... Unsere Regierung welche in digitalen Belangen vor Inkompetenz nur so strotz führt etwas Sinnvolles unausgereift ein, so kann man auch Ressourcen uznd Vertrauen enttäuschen verschwenden....
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