Sanierung und Ersatzneubau Kunstmuseum
Kanton Bern: Projektierungskredit für das Kunstmuseum Bern
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JA
199'406 Stimmen
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NEIN
214'493 Stimmen
Die Pläne für eine Sanierung und Erweiterung des Kunstmuseums Bern haben sich zerschlagen. Das Stimmvolk hat den Projektierungskredit mit einem Nein-Anteil von 51,8 Prozent abgelehnt. In einer Referendumsabstimmung setzten sich die Gegner mit 214'493 zu 199'406 Stimmen durch. Die Stimmbeteiligung betrug 56,7 Prozent, wie die Staatskanzlei mitteilte.
Vorgesehen war, das historische Gebäude von 1879 umfassend zu erneuern und den Erweiterungsbau von 1983 durch einen Neubau zu ersetzen. Die Gesamtkosten wurden auf 147 Millionen Franken geschätzt, wovon der Kanton 81 Millionen Franken beitragen sollte. Den Rest sollten Private, die Bernburger und der Lotteriefonds beisteuern.
Die SVP sowie Vertreter von EDU und GLP haben das Referendum ergriffen. Eine Sanierung sei zwar nötig, aber nicht zu diesem Preis. «Mich stört, dass man die Architektur ins Zentrum stellt und nicht die Kunst», sagt GLP-Grossrat Beat Cattaruzza. «Statt teure Bauten zu erstellen, soll die Kunst hinaus zu den Leuten.»
Die Befürworter sagen, mit dem Bauvorhaben könne das Museum Wartungskosten und Energie sparen und in Zukunft ein wichtiges Kulturerbe bewahren. «Die Gemälde einfach an der Strasse als Standplatz aufzuhängen, ist keine Lösung», sagt SP-Grossrätin Oriana Pardini. «Das Kunstmuseum ist ein wichtiger öffentlicher Ort.»
Nach dem Nein zum Projektierungskredit von 15,7 Millionen Franken beginnt die Planung wieder auf Feld eins, denn der Handlungsbedarf ist unbestritten. Die Haustechnik ist veraltet, die Dächer und Fassaden sind in die Jahre gekommen, die Kunstwerke drohen Schaden zu nehmen. Ohne Sanierung könnten die Unterhaltskosten in die Höhe schiessen.