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Abstimmung Kanton Bern Kunstmuseum Bern kann vorerst nicht saniert werden

Die Stimmberechtigten des Kantons Bern haben das 147-Millionen-Franken-Projekt abgelehnt.

Sanierung und Ersatzneubau Kunstmuseum

Kanton Bern: Projektierungskredit für das Kunstmuseum Bern

  • JA

    48.2%

    199'406 Stimmen

  • NEIN

    51.8%

    214'493 Stimmen

Die Pläne für eine Sanierung und Erweiterung des Kunstmuseums Bern haben sich zerschlagen. Das Stimmvolk hat den Projektierungskredit mit einem Nein-Anteil von 51,8 Prozent abgelehnt. In einer Referendumsabstimmung setzten sich die Gegner mit 214'493 zu 199'406 Stimmen durch. Die Stimmbeteiligung betrug 56,7 Prozent, wie die Staatskanzlei mitteilte.

Gemäldegalerie mit drei Gemälden an grauer Wand und nassem Boden.
Legende: Regenwasser im Ausstellungssaal: Weil Rohre leck sind, fliesst immer wieder Wasser in die Ausstellung. Kunstmuseum Bern

Vorgesehen war, das historische Gebäude von 1879 umfassend zu erneuern und den Erweiterungsbau von 1983 durch einen Neubau zu ersetzen. Die Gesamtkosten wurden auf 147 Millionen Franken geschätzt, wovon der Kanton 81 Millionen Franken beitragen sollte. Den Rest sollten Private, die Bernburger und der Lotteriefonds beisteuern.

«Sanierung scheitert an den zu hohen Kosten»

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Eine Analyse von SRF-Regionalredaktor Dominik Meienberg:

Zu teuer. Das sagt die bernische Stimmbevölkerung heute zur Sanierung und Erweiterung des Kunstmuseums Bern. Die Vorlage wurde mit 51.8 Prozent der Stimmen abgelehnt. Dieser Entscheid kommt überraschend. Haben doch im Vorfeld das Parlament, die Regierung und eine deutliche Mehrheit der Parteien das Projekt zur Annahme empfohlen. Doch das Referendumskomitee hat es im Abstimmungskampf geschafft aufzuzeigen, dass eine günstigere Lösung braucht. Für die kantonale Solidarität bei der Finanzierung von Kulturinstitutionen ist dieses Nein jedoch ein schlechtes Zeichen. Die Mobilisierung der SVP im Zusammenhang mit der nationalen Initiative «Keine 10-Millionene-Schweiz!» dürfte ihren Teil beigetragen haben. Dass das Kunstmuseum jedoch saniert werden muss, ist unbestritten. Es muss nun eine andere, günstigere Lösung gefunden werden.

Die SVP sowie Vertreter von EDU und GLP haben das Referendum ergriffen. Eine Sanierung sei zwar nötig, aber nicht zu diesem Preis. «Mich stört, dass man die Architektur ins Zentrum stellt und nicht die Kunst», sagt GLP-Grossrat Beat Cattaruzza. «Statt teure Bauten zu erstellen, soll die Kunst hinaus zu den Leuten.»

Die Befürworter sagen, mit dem Bauvorhaben könne das Museum Wartungskosten und Energie sparen und in Zukunft ein wichtiges Kulturerbe bewahren. «Die Gemälde einfach an der Strasse als Standplatz aufzuhängen, ist keine Lösung», sagt SP-Grossrätin Oriana Pardini. «Das Kunstmuseum ist ein wichtiger öffentlicher Ort.»

Nach dem Nein zum Projektierungskredit von 15,7 Millionen Franken beginnt die Planung wieder auf Feld eins, denn der Handlungsbedarf ist unbestritten. Die Haustechnik ist veraltet, die Dächer und Fassaden sind in die Jahre gekommen, die Kunstwerke drohen Schaden zu nehmen. Ohne Sanierung könnten die Unterhaltskosten in die Höhe schiessen.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 14.6.2026, 12:10 Uhr ; 

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