Zum Inhalt springen

Header

Zur Übersicht von Play SRF Audio-Übersicht

Abstimmung Kanton Aargau Ein Nein zu fix installierten Radargeräten

  • Das Aargauer Stimmvolk nimmt die Volksinitiative «Blitzerabzocke stoppen» an, mit 56 Prozent Ja-Stimmen.
  • Damit können fix installierte Blitzer in Zukunft nur mit einer Bewilligung des Regierungsrats aufgestellt werden.
  • Im Kanton Aargau gibt es nur einen stationären Blitzkasten in der Stadt Baden.

Bewilligungspflicht Blitzer

Kanton Aargau: Volksinitiative «Blitzerabzocke stoppen!»

  • JA

    55.5%

    130'558 Stimmen

  • NEIN

    44.5%

    104'565 Stimmen

Im Kanton Aargau wird es schwieriger, fest installierte Radaranlagen zu installieren. Das Stimmvolk hat eine Initiative der Jungfreisinnigen deutlich angenommen, mit 56 Prozent. In Zukunft braucht es in jedem Fall eine Bewilligung des Regierungsrats.

Eine Bewilligung für einen fixen Blitzer soll nur erteilt werden, wenn die Verkehrssituation am Standort unsicher ist und andere Massnahmen erfolglos waren. Die Bewilligung wird auf drei Jahre befristet.

Blitzen nur für die Sicherheit

Mit-Initiant und FDP-Grossrat Tim Voser ist erfreut über das Abstimmungsergebnis: «Wir wollen, dass für die Sicherheit geblitzt wird und nicht für die finanziellen Interessen», betont er gegenüber SRF. Hinter der Initiative standen FDP, SVP, EDU und die Aargauer Regierung. «Damit haben wir eine lange Diskussion abgeschlossen. Ich hoffe, dass diese Frage jetzt geklärt ist», sagte Regierungsrat Dieter Egli.

Gegen die Initiative waren die Mitte-links-Parteien. Sie sahen keine «Abzocke», da nur Regelbrecher bestraft würden. Sie befürchteten, dass die Initiative Rasern helfe und zu mehr Verkehrstoten führen könnte.

SRF-Redaktorin: «Ein Votum des Autokantons»

Box aufklappen Box zuklappen

Eine Kurzeinschätzung von Barbara Mathys, Stv. Redaktionsleiterin Aargau Solothurn

Das Aargauer Stimmvolk wehrt sich gegen fest installierte Radaranlagen und stimmt der Volksinitiative ‹Blitzerabzocke stoppen› deutlich zu. Nur 13 der 196 Gemeinden lehnen die Initiative ab, unter ihnen die Städte Aarau, Lenzburg, Zofingen, Brugg – und Baden.

In dieser Stadt steht der einzige Blitzer des Kantons. Und die Badener stehen hinter dem Radargerät: Hier stimmt nur eine Minderheit von 43 Prozent für die Initiative. Damit stützt die Stadtbevölkerung das politische Baden, das die Vorteile der fest installierten Blitzeranlage betont.

Das Ja zur Initiative ist ein starkes Zeichen des ländlichen Aargaus, dies zeigt der Blick auf die Abstimmungsresultate. Es ist ein Votum des Autokantons.

Das Ja zur Blitzerinitiative ist deutlich: Nur gerade 13 der 196 Gemeinden sagten Nein zur Initiative, darunter die Städte Aarau, Lenzburg, Zofingen, Brugg – und Baden.

In Baden steht der einzige Blitzer des Kantons Aargau. Stadtammann Markus Schneider ist überzeugt, dass die Anlage funktioniert: Die Geschwindigkeitsübertretungen an der Gstühl-Kreuzung hätten deutlich abgenommen, betont der Stadtammann.

Abstimmungsdossier

Box aufklappen Box zuklappen

Regionaljournal Aargau Solothurn, 8.3.2026, 12:10 Uhr ; 

Meistgelesene Artikel