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Olympia #gr2026 Das Bündner Projekt: Darum geht es

Am 12. Februar stimmen die Bündner und Bündnerinnen über einen 25-Millionen-Kredit ab. Damit soll die Kandidatur für die Winterspiele 2026 finanziert werden. Das Projekt ist umstritten.

Olympiadorf.
Legende: Mit einem neuen Konzept wollen die Olympia-Befürworter die Winterspiele nach Graubünden holen. Keystone

Wie alles begann. Die Bündner Wirtschaftsverbände möchten Olympische Winterspiele nach Graubünden holen. Sie versprechen sich einen Schub für die Wirtschaft. Hamilton-Unternehmer Andreas Wieland arbeitete im Auftrag der Wirtschaftsverbände ein Konzept für die Winterspiele 2026 aus. Regierung und Parlament unterstützen das Vorhaben.

Das Konzept. Die Promotoren setzen auf acht Austragungsorte und vier Olympische Dörfer in Graubünden, Zürich und der Zentralschweiz. So sollen möglichst viele bestehende Bauten genutzt werden (Botschaft der Regierung, Link öffnet in einem neuen Fenster). Komplett ohne neue und temporäre Bauten sind Winterspiele jedoch auch diesmal nicht realisierbar. So braucht es eine neue Eisschnelllaufhalle oder zwei Olympische Dörfer für insgesamt 3500 Personen. Die Eishalle in Chur soll für 50 Millionen saniert werden.

Die Abstimmungsfrage. Am 12. Februar entscheidet das Bündner Stimmvolk, ob sich «Graubünden und Partner» beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) für die Austragung der Winterspiele 2026 bewerben. Dafür soll ein Kredit von 25 Millionen Franken gesprochen werden. Bei einem Ja kann die Bündner Stimmbevölkerung im Herbst 2018 nochmals Stellung zum fertigen Projekt mit allen Kosten nehmen.

Was noch unklar ist. Die Stadt Zürich spielt im Bündner Konzept eine wichtige Rolle als Partner. Doch die Limmatstadt zeigt wenig Begeisterung. Nach dem Zürcher Stadtrat hat nun auch das Stadtparlament eine Absage erteilt. Die Stadt kann sich höchstens vorstellen, Anlagen gegen Entschädigung zu vermieten. Momentan ist deshalb offen, wo die Eiswettbewerbe stattfinden, es fehlt ein Standort für das grösste Olympische Dorf.

Positionen von Befürwortern und Gegnern. Im Bündner Parlament hat sich einzig die SP gegen das Projekt ausgesprochen. Sie kritisiert nebst fehlender Transparenz die Tatsache, dass die Wirtschaftsverbände die Kandidatur nicht mitfinanzieren wollen. Die Befürworter sehen Olympische Winterspiele als Motor für Gesellschaft und Wirtschaft.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Benedikt Rosenberg (Amadeus)
    Genau, und die Zeche bezahlen nicht nur die Steinböcke, sondern alle CH. Der Bund übernimmt sicher eine Defizitgarantie in Milliardenhöhe. Eine solche Grossveranstaltung bringt den Tourismus nicht aus dem Elend sondern führt ihn nur noch weiter hinein. Wenn ich als CH nur einen Franken für diese idiotische Veranstaltung aufwenden muss, möchte auch ich darüber abstimmen können.
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  • Kommentar von paul waber (sandokan)
    ...Am Schluss bleiben ein Paar Bauruinen, volle Säcke für Profiteure und die Unkosten zahlt der Steuerzahler.
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