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Masseneinwanderungs-Initiative Flickenteppich der Zuwanderung

Nirgends ist die Zuwanderung in der Schweiz so stark wie am Genfersee. 51 der 100 zuwanderungsstärksten Gemeinden liegen im Waadtland. Dies zeigt die umfangreiche Datenauswertung von SRF.

Rund 70'000 Personen sind es, die sich durchschnittlich pro Jahr in der Schweiz neu niederlassen. Das entspricht in etwa der Grösse der Stadt St. Gallen. Dabei gibt es allerdings klare Unterschiede. Nicht jede Schweizer Gemeinde zählt gleich viele Neuzuzüger. Dies zeigt eine umfangreiche Datenerhebung von SRF.

Vor und mit der Personenfreizügigkeit – also zwischen 2002 und 2012 – hat vor allem in den Gemeinden um den Genfersee eine überdurchschnittliche Zuwanderung stattgefunden.

Während sich die Zuwanderung im Rest der Schweiz in den Jahren 2002 bis 2012 im Schnitt um 5,7 Prozent erhöhte, waren es im selben Zeitraum in der Westschweiz 6,8 Prozent verglichen mit der ständigen Wohnbevölkerung.

Eine Abwanderung wurde hingegen in den Alpenregionen verzeichnet. Vor allem im Berner Oberland, Oberwallis und Graubünden zählten verschiedene Gemeinden 2012 weniger ausländische Staatsangehörige, als dies 2002 noch der Fall war.

Höhere Mietpreise – allerdings kein kausaler Zusammenhang

Neben der Ab- und Zuwanderung veränderten sich allerdings auch andere Faktoren. Analysiert man die Mietzinsveränderung in den Jahren 2010 bis 2013, zeigt sich, dass hauptsächlich die Westschweiz unter höheren Mietzinsen leidet. In der Modellrechnung der Immobilienberater Wüest und Partner entspricht dies einer Preissteigerung von mehr als 7,5 Prozent für eine durchschnittliche 4-Zimmerwohnung.

Auch in der Deutschschweiz stiegen die Mietzinse. Dort in erster Linie in den urbanen Zentren. Hierbei darf allerdings kein kausaler Zusammenhang zwischen der Zuwanderung und den gestiegenen Mietzinsen vorgenommen werden. So zeigt sich, dass es durchaus auch Gemeinden gibt, die zwar eine hohe Zuwanderungsrate aufweisen, in welchen jedoch die Mietpreise nicht oder nicht stark gestiegen sind.

Steuerbelastung und Siedlungsfläche analysiert

Die Infografik zeigt die Ab- und Zuwanderung von ausländischen Staatsangehörigen aus dem Ausland oder aus anderen Schweizer Gemeinden. Weiter sind die Pro-Kopfeinnahmen aus den Bundessteuern im Vergleichsraum 2003 und 2010 und die Veränderung der Siedlungsfläche anhand der Arealstatistik ersichtlich.

Die Zahlen zur Zuwanderung umfassen alle Herkunftsstaaten und nicht nur die des EU-Raums. Diese Vereinfachung ist laut Bundesamt für Statistik gerechtfertigt, weil sich gesamtschweizerisch von 2002 bis 2012 die Netto-Zuwanderung aus dem EU-/Efta-Raum deutlich verstärkt hat, während die Zuwanderung aus Drittstaaten leicht abnahm.

Infografik

Interaktive Grafik der Schweiz

Was hat sich seit der Einführung der Personenfreizügigkeit mit der EU in den Schweizer Gemeinden verändert? SRF hat in einer umfangreichen Datenauswertung verschiedene Faktoren visualisiert.

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33 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Guggisberg, Busswil
    Dein JA ist wichtig, weil Du damit Deinen Arbeitsplatz in der Schweiz sicherst und nicht Gefahr läufst, von "billigeren" Arbeitskräften aus der EU verdrängt zu werden. Das ist Deine Chance. Die Schweiz hat früher ohne PFZ sehr gut gelebt und Sie wird auch in Zukunft ohne PFZ sehr gut leben und sich die Bürokratie aus Brüssel sparen. Die Chefs fürchten sich davor, dass Sie Ihre Boni verlieren. Jetzt wirst Du ihnen zeigen, dass Du Deinen Lohn brauchst. Deshalb Dein JA für Deinen Arbeitsplatz !!!
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  • Kommentar von Werner Unold, Forch
    Schöne Schweizerkarte. Wie würde sie denn aussehen wenn die Farben umgekehrt gewählt werden. Ziemlich rot . . .
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    1. Antwort von Tobias Funk, Embrach
      Naja schauen Sie mal hin, Herr Unold, der grösste Teil wäre dann immer noch gelb, weil die meisten Gemeinden in die Kategorie 0-10% fallen. Ausserdem: Rein flächenmässig haben Sie so wohl mehr rot als andersrum.
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  • Kommentar von Hans König, Häusernmoos
    Dieser Kommentar ist eine reine Manipulation der Bürger/innen. Die Zahlen aus der Schweizerkarte vergleichen nur die Personen ohne Schweizerpass. In dieser Zeit haben sehr viele Ausländer den Schweizerpass erhalten und werden in der Zahl der Schweizer/innen aufgerechnet. Es geht doch bei der Masseneinwanderungsinitiative nicht um diese Personen, welche hier sind. Es geht um diese, die noch kommen werden. Wird die Vorlage abgelehnt, bringt das der heutigen Bevölkerung riesige Probleme und Armut.
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