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Unternehmenssteuer-Reform III FDK-Präsident weist Kritik an Vorlage zurück

Mit Ex-Finanzministerin Widmer-Schlumpf und einem früheren Präsidenten der kantonalen Finanzdirektorenkonferenz kritisierten gleich zwei der namhaftesten Experten des Landes die Unternehmenssteuerreform III. Jetzt gibt der aktuelle FDK-Präsident kontra.

Legende: Audio Höchster Finanzdirektor ist überrascht abspielen. Laufzeit 1:59 Minuten.
1:59 min, aus HeuteMorgen vom 25.01.2017.

Es waren deutliche Worte, von unerwarteter Seite: Die Unternehmenssteuerreform III sei unausgewogen, befand Ex-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf in einem Zeitungsinterview. Und der Freisinnige Christian Wanner, ehemaliger Präsident der kantonalen Finanzdirektorenkonferenz FDK, befürchtet namhafte Steuerausfälle wegen der Reform.

Den Befürwortern der Steuerreform kommen solche Äusserungen in der Schlussphase des Abstimmungskampfs sehr ungelegen.

Prominente Kritiker könnten Vorlage entscheiden

Charles Juillard, CVP-Regierungsrat aus dem Jura und jetziger FDK-Präsident, zeigt sich überrascht von den Äusserungen der beiden früheren Finanzpolitiker. Er sei überrascht, weil ja gerade die Kantone Verbesserungen bei der Reform durchgesetzt hätten. «Man hat so eine pragmatische Lösung erreicht», sagt Juillard.

Die kantonalen Finanzdirektoren seien sich einig: Mit der Reform fahre man finanziell besser, als wenn man nichts mache. Aber er nimmt die prominenten Kritiker ernst. «Deren Äusserungen könnten vor allem Unentschlossene beeinflussen und damit die Abstimmung entscheiden.»

«Die Vorlage ist kein Kompromiss»

Auf der anderen Seite kämpft der grüne Nationalrat Louis Schelbert gegen die Steuerreform. Bei einem Ja komme es zu grossen Einnahmeausfällen, für die dann die Mittelschicht aufkommen müsse, ist er überzeugt.

Schelbert freut sich, dass auch von den beiden Bürgerlichen Widmer-Schlumpf und Wanner deutliche Kritik kommt. «Das bestätigt, dass die Vorlage kein Kompromiss ist, wie Bundesrat Maurer immer wieder behauptet.» Sondern es sei eine «überrissene Vorlage, die hoffentlich abgelehnt wird».

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Werner Blatter (blatti)
    Das grösste Problem ist es lügen alle die einen mehr die anderen weniger aber solange Politiker reden wird immer gelogen.... Beispiele gibt es genug und mir kommt es vor als wären alle Politiker so sehr dafür die müssen Ihr Geld in den Verwaltungsräten hart verdienen, darum so grosszügige Geschenke solange man am Ruder ist und hoffen das dass Dumme Fussvolk nicht's merkt und zahlt!
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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Man unterschreibt doch keinen Vertrag mit JA, den man wegen so vielen unklaren verwirrenden Seiten gar nicht verstehen kann. Sagte doch schon ein kluger Kaufmann - er unterschreibe keinen Vertrag aus dem die Hauptpunkte nicht auf einer A4 Seite erfasst sind . Die Quelle dieser sinngemäss gekürzten Ausage stammt von einem Alt-BR der SVP , anlässlich einer 1. Augustrede im St.Galler Rheintal.
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  • Kommentar von Jörg Frey (giogio)
    Herr Juillard, wo sind die Verbesserungen? Wo ist die pragmatische Lösung? Wenn man 1,1 Millarden von der Bundeskasse in die Kantonskassen umverteilt, sind die Kantone ruhig gestellt: Wer zahlt den Rest dieser mindestens 3 Milliarden Steueraufälle in den Kantonen? Was der Mittelstand will, ist eine USR III, die für alle!!! bezahlbar ist und keine unnötigen Steuergeschenke enthält. Schlicht eine fadengrade USR ohne Schnörkel und Schlupflöcher. Ist das so schwer zu verstehen?
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