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Das sprachgesteuerte Kia-Navi bleibt bei Schweizer Adressen stumm
Aus Espresso vom 02.06.2020.
abspielen. Laufzeit 04:07 Minuten.
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Ärger beim Autokauf Kia: Sprachnavigation bockt bei Schweizer Adressen

Ein Kunde kauft ein Auto wegen der sprachgesteuerten Navigation. Doch sie funktioniert in der Schweiz nicht.

«Ich möchte nicht während der Fahrt an einem Navigationsgerät herumfummeln. Für mich ist es wesentlich sicherer, wenn ich die Adresse per Sprachsteuerung eingeben kann», sagt ein Hörer des SRF-Konsumentenmagazins «Espresso» aus dem Kanton Aargau.

System stellt sich taub

Nicht zuletzt deshalb hat er sich schliesslich für einen Kia Niro Hybrid entschieden. Der Händler habe ihm zugesichert, dass die Sprachsteuerung beim neusten Modell funktioniere. «Er hat das auch extra abgeklärt.» Der Kunde bestellt den Wagen im vergangenen November. Im März dieses Jahres holt er das Auto ab.

Als der Kunde schliesslich mit dem Neuwagen losfährt und sein Ziel per Sprachbefehl eingeben will, stellt sich das Navi taub: «Die gewählte Sprache unterstützt die Adresse nicht», so die Ansage. Er versucht es mehrmals, immer ohne Erfolg. Dann versucht er es mit einer Adresse in Deutschland. Es funktioniert. Ebenso mit Österreich, Italien oder Frankreich. Mit der Schweiz scheint das Navigationsgerät ein Problem zu haben.

Nicht für mehrsprachige Länder konzipiert

Der Kunde meldet sich bei der Schweizer Vertretung der südkoreanischen Herstellerfirma. Sie bestätigt ihm: Die Sprach-Zieleingabe stehe nur für Länder mit einer einzigen Landessprache zur Verfügung. In mehrsprachigen Ländern wie der Schweiz oder auch Belgien sei dies aus systemtechnischen Gründen nicht möglich. Der Kunde ist frustriert und fühlt sich verschaukelt.

Kia Schweiz bestätigt gegenüber «Espresso», dass die Software in mehrsprachigen Ländern tatsächlich nicht funktioniert. Es sei auch kein Update geplant. Warum, das nicht gehen soll, beantwortet Kia nicht.

Stattdessen erklärt die Firma, man bewerbe die Funktion bewusst nicht und empfiehlt den Kunden, die Spracheingabe ihres Smartphones und dessen Kartenmaterial zu verwenden. Für den Kunden ist das keine befriedigende Antwort.

«Tut uns leid»

Die Verkaufsstelle – eine Garage im Kanton Aargau – schreibt «Espresso», es tue ihr leid, dass die Sprachsteuerung bei der Navigation nicht funktioniere. Man habe dies dem Kunden aber auch nicht so zugesichert. Lediglich allgemein erklärt, dass das Modell über eine Sprachsteuerung verfüge. Beim Autoradio oder beim Telefon funktioniere sie auch. Aber: Man werde Kia Schweiz bitten, am Hauptsitz in Südkorea abzuklären, ob nicht doch eine Änderung möglich sei.

Espresso, 02.06.2020, 08.13 Uhr

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Jeanôt Cohen  (Jeanot)
    Ja, die neue schöne Autos, mit traumhaft schöner Werbung, und so lange man nicht der Besitzer ist, erkennt man auch die betrügerische Machenschaften dieser Branche nicht. Darum fahre ich meine Auto, Jahrgang 1991 zufrieden weiter, und wenn es kompliziert wird, brauche ich meine Smartphone mit Google maps. Funktioniert auch in die Schweiz. Und das mit sprach Eingabe.
  • Kommentar von Stefano Simeone  (SteSi)
    Der Espresso-Hörer täuscht sich. Am sichersten ist es, wenn er rechts ranfährt und erst dann sein Ziel eingibt - ob mittels Finger oder Sprache
  • Kommentar von Franz Giger  (fjg)
    ja das waren noch schöne Zeiten, als man mit der Landkarte navigierte oder schlicht sich auf seine Ortskenntnisse verlasen konnte. Da kurvte auch nicht jeder Touri plötzlich auf einem Waldweg herum.
    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Nicht jeder Tourist kurvt auf Waldwegen herum. Sie übertreiben wie gewohnt.