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Anderes Mobilitätsverhalten Öffentlicher Verkehr will neue Abo- und Preis-Modelle einführen

  • Der öffentliche Verkehr testet neue Preis- und Abonnementsformen.
  • Dies, um Kundinnen und Kunden nach dem Einbruch der Nutzerzahlen durch die Corona-Pandemie sowie verändertes Mobilitätsverhalten zurückzugewinnen.
  • National wie regional getestet wird ein ÖV-Guthaben.
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Aus dem Archiv: Schlechte Zahlen durch fehlende Pendler
01:46 min, aus HeuteMorgen vom 09.07.2021.
abspielen. Laufzeit 01:46 Minuten.

Bis zu 1200 ausgewählte Kundinnen und Kunden sollen ab November dieses Angebot landesweit testen. Dabei stehen zwei Guthabengrössen zur Verfügung: 3000 Franken ÖV-Guthaben zum Preis von 2000 Franken und 1000 Franken ÖV-Guthaben zum Preis von 800 Franken, wie die Branchenorganisation Alliance Swisspass zusammen mit Tarifverbünden und Transportunternehmen erklärte.

Regional kommt dasselbe Modell im Perimeter des Tarifverbunds Zug zum Einsatz, mit einem Guthaben von 500 Franken zum Preis von 400 Franken. Ganz allgemein sollen Kundinnen und Kunden ein bestimmtes Guthaben im voraus ermässigt erwerben und damit anschliessend während eines Jahres persönliche Billette und Tageskarten beziehen können.

Preis-Deckelung

Mehrere regionale Projekte testen zudem das Preis-Capping. Dieses sieht vor, dass die Fahrtkosten der Kundinnen und Kunden bei einem bestimmten Betrag gedeckelt werden. Ist der Preisdeckel erreicht, sind sämtliche weiteren Fahrten kostenlos.

Darlehen werden erhöht

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Damit die SBB trotz Coronakrise ihre Finanzierungslücke stopfen und bereits beschlossene Investitionen sicherstellen können, wird die Limite für kurzfristige Darlehen von 750 auf 950 Millionen Franken erhöht. Dies hat der Bundesrat am Mittwoch beschlossen.

Ein Preis-Capping kann laut Alliance Swisspass auf Tages-, Wochen-, Monats- oder Jahresbasis bestehen und sich auf einen bestimmten Betrag oder eine Anzahl Fahrausweise beziehen.

Die ÖV-Branche will diese Projekte im Rahmen von Markttests mit den Kundinnen und Kunden auf ihre Eignung prüfen. Sie basieren auf den Resultaten einer repräsentativen Marktforschung vom vergangenen Herbst, wie Alliance Swisspass als Branchenorganisation des öffentlichen Verkehrs und Zusammenschluss von 250 Transportunternehmen und 18 Verbünden erklärte.

Wahltageabo wird eingeführt

Die Projekte orientieren sich an einem veränderten Mobilitätsbedürfnis der Reisenden und an einer flexibleren, nahe an der tatsächlichen Nutzung liegenden Bepreisung. Und sie basieren auf der Nutzung des Automatischen Ticketings.

Veränderte Mobilitätsbedürfnisse

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Die Corona-Pandemie, aber auch die Digitalisierung, flexiblere Arbeitsformen und neue Verkehrsträger verändern derzeit das Mobilitätsverhalten und die Bedürfnisse der Reisenden, wie Alliance Swisspass in einer Mitteilung feststellt. Langsam und schrittweise erhole sich der öffentliche Verkehr vom Einbruch der Fahrgastzahlen aufgrund der Pandemie.

Der Umsatz beim Normaltarif und die Passagierzahlen bei der SBB stiegen derzeit kontinuierlich. Beide Werte lägen jedoch nach wie vor 10 beziehungsweise 25 Prozent unter dem Niveau von 2019.

Ein Beispiel: Die Tarifverbünde Mobilis (seit 16. August) und Frimobil (ab 12. Dezember) führen mit dem FlexiAbo probehalber ein Wahltageabo ein. Anders als bei herkömmlichen Abonnementen, die an jedem Tag der Laufzeit gültig sind, können bei diesem Jahresabonnement die Verbrauchstage frei ausgewählt werden.

Das FlexiAbo wird als Abonnement für zwei oder drei Tage pro Woche angeboten und enthält 104 beziehungsweise 156 Nutzungstage. Die Kundinnen und Kunden können den Reisetag bis zum selben Tag aktivieren und bis 23.59 Uhr am Vortag ändern oder stornieren.

SRF 4 News, 1.9.2021, 17:00 Uhr;

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22 Kommentare

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  • Kommentar von Aufmerksamer Beobachter  (homo-politicus)
    @Peter Zurbuchen
    Milchmädchen rechnen auch so.
    Nur sind die Mrd. der Reichen weder auf dem Bankbüechli noch unter dem Brett in der Küche, sondern gebunden in Form von Firmenkapital wie z.B. dem 3 Mio. teuren Kran, den Kranführer Müller für sein Erwerbseinkommen bedient, oder dem 5 Mio. teuren Gebäude, in dem Helga Meier die Buchhaltung erledigt. Und sie glauben also, wenn Kran und Haus an den Staat übergingen, wäre die Welt geheilt? Das dachten die mit den Kolchosen auch ...
  • Kommentar von Remo Duda  (RemoJ)
    Ich bin durchaus ÖV affin, hatte 20 Jahre das 1. Klasse GA, aber wie andere schon erwähnten, ist die Maske der grosse Störfaktor. Daran kann und will ich mich nicht gewöhnen. Benutze wieder vermehrt den PW. Mit Zertifikat = keine Maske, ohne Zertifikat = Maske tragen, wäre doch auch ein Ansatz.
    1. Antwort von Alex Volkart  (Lex18)
      @ Herr Duda: Ich kann die Wut durchaus verstehen und mir geht es manchmal nicht anders als Ihnen. Aber es ist nun mal Etwas das im Moment getan werden muss. Ich bin ÖV-Nutzer und habe mich längst an die Maske gewöhnt. Ich nerve mich eher darüber dass die Polizei gerne auf einzelne Sünder losgeht aber bei grösseren Gruppen lieber tatenlos zuzieht. Z.B. waren heute im Bahnhof zwei Polizisten unterwegs, an Ihnen lief eine Gruppe Jugendlicher (grösstenteils ohne Maske) vorbei. Es gab keine Reaktion.
  • Kommentar von Bernhard Haeuser  (Bernie H)
    Haben wir ein Problem? Nein, wir haben die falsche Wachstumserwartung. Transport ist kein Grundrecht. Wir fahren zu viel, warum zu viel Privatverkehr durch mehr öffentlichen Verkehr ersetzen. Warum nicht beides reduzieren da beides mehrheitlich mit nicht erneuerbarer Energie betrieben wird?
    1. Antwort von Lothar Drack  (spprSso)
      Wir fahren zu viel, da geb ich Ihnen recht, Herr Haeuser. Bei der SBB hingegen wird der nötige Strom in 13 SBB-eigenen Wasserkraftwerken produziert, also m.W. ausschliesslich mit erneuerbarer Energie. Womit ich nicht sagen will, es solle grundsätzlich mehr Bahn gefahren werden, aber im Zusammenhang mit dringend angesagter Nachhaltigkeit lohnt sich umsteigen vom Auto auf Bahn!
    2. Antwort von Alex Volkart  (Lex18)
      @ Herr Häuser: Es gibt wohl eher viel zu viele Autofahrer als ÖV-Nutzer. Wenn es nur um Erneuerbare Energien geht würde ich Ihnen eher raten das Auto abzugeben als den ÖV zu meiden.