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Spesen im Homeoffice
Aus Espresso vom 28.08.2020.
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Arbeiten zu Hause Diese Spesen können Angestellte fürs Homeoffice verlangen

Eine Untersuchung in der Schweiz zeigt: Nur ein Viertel aller Betriebe entschädigen ihre Angestellten für die Homeoffice-Spesen während des Lockdowns. «Espresso» sagt, auf welche Spesen Angestellte Anspruch haben.

Die Rechtslage kurz erklärt:

Arbeitgeber müssen laut Gesetz für die notwendigen Spesen ihrer Angestellten aufkommen. Diese Bestimmung ist zwingend und darf nicht zuungunsten der Angestellten abgeändert werden. Beim Homeoffice müssen sich Betriebe aber noch an weiteren Kosten beteiligen:

Was beim angeordneten Homeoffice gilt:

  • Der Arbeitgeber muss für alle Spesen aufkommen, die bei der Erledigung der Arbeit anfallen. Zum Beispiel für Büromaterial wie Papier oder Druckerpatronen. Darüber hinaus muss er sich an den Kosten für Telefon, WLAN, Internet, Strom und Wasser beteiligen.
  • Kann der Arbeitgeber seinen Angestellten die nötigen Arbeitsinstrumente wie Computer, Tastatur oder ergonomische Hilfsmittel nicht zur Verfügung stellen, muss er auch diese Kosten übernehmen oder – wenn Angestellte ihre privaten Geräte für die Arbeit nutzen – ihnen eine anteilsmässige Entschädigung entrichten.

Was beim «freiwilligen» Homeoffice gilt:

  • Auch hier muss der Arbeitgeber alle anfallenden Spesen übernehmen, sofern er das nötige Material nicht zur Verfügung stellt.
  • Eine anteilmässige Beteiligung an Kosten für Telefon, Internet, WLAN, Strom und Wasser ist Verhandlungssache. Ebenso eine anteilmässige Entschädigung für die Nutzung privater Geräte.
  • Grössere Unternehmen entrichten ihren Angestellten eine Pauschale für ihre Spesen und Unkosten. Die Pauschale muss in jedem Fall die effektiven Auslagen decken.

Espresso, 28.08.2020, 08:13 Uhr

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18 Kommentare

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  • Kommentar von Frankie Otero  (Nick Name)
    Das wäre mir sowas von egal, das Bisschen mehr Storm, es wird geskypt und drucken muss ich höchst selten was. Das wäre es mir allemal wert, wenn ich dafür nicht täglich eine Stunde pendeln müsste. Aber mein Arbeitgeber hat bei erstbester Gelegenheit alle wieder ins Büro zurückbeordert. Dort mache ich das, was ich genauso gut von zuhause erledigen könnte: Mit Kunden telefonieren und ihnen Mails schreiben. Zu Kundenbesuchen und Geschäftsreisen starte ich ja eh üblicherweise von zuhause.
  • Kommentar von Daniel Bucher  (DE)
    Die Pauschale muss in jedem Fall die effektiven Auslagen decken. Stimmt nicht, die Pauschale muss nur die Mehrkosten abdecken, die sich durch das Homeoffice ergeben. Diese dürften ziemlich gering ausfallen. Schliesslich benötigt der Laptop nur Strom. Das Internet kostet gleich viel, wenn ich es nur privat oder auch fürs Homeoffice benutze.
    1. Antwort von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
      Wenn Sie ihr Auto zugunsten des Arbeitgebers verwenden, rechnen sie auch nicht nur die variablen Kosten ab, sondern den entsprechenden Fixkostenanteil. Letzterer wird dazu führen, dass derartig ineffiziente Lösungen wie das Homeoffice schnell wieder verschwinden, weil der Arbeitnehmer nicht bereit ist, Miete/Eigenmietwert, fixe Nebenkosten usw. ohne Gegenwert für den Arbeitgeber mitzubezahlen.Zudem wird der Arbeitnehmer berechtigte Steuerabzüge machen, die Steuerverwaltungen werden aufschreien!
    2. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Kann sein, Hr. Lang, wenn der AG im Büro zusätzlich einen nicht mehr benützten AP freihält, so dass der AN gelegentlich eben doch im Büro arbeiten kann. Werden hingegen kleinere Büros benützt, in denen nicht mehr alle AN einen eigenen Platz haben, was durchaus realistisch, aber in der CH (noch) nicht üblich ist, dann wird diese Lösung extrem effizient. Bedingung ist, dass wirklich nur Arbeiten im Home Office erledigt werden, die problemlos da erledigt werden können.
  • Kommentar von Lily Mathys  (Alle vergeben)
    Bei „gezwungenen“ (gibt keine/ zu wenig Arbeitsplätzen) Homeoffice muss der Arbeitgeber auch ein Zimmer entschädigen mit 150CHF/Monat. Aber Achtung: dies sind keine Spesen, sondern Lohnbestandteil, also zu versteuern (Lohnausweis). BG-Urteil habe ich gerade nicht zur Hand. Das könnte noch zu Überraschungen Ende Jahr führen.
    1. Antwort von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
      Das führt vor allem auf den Chefetagen zu Überraschungen, weil dann das Externalisierungsmodell, das von dümmlichen Beratern verkauft wurde, in die Wand fährt. Tatsache ist, dass die Skaleneffekte verloren gehen, wenn die Leute Home Office durchführen und dies seitens des Arbeitgebers mitfinanziert werden muss. Freiwillig geht das ja noch, aber wenn bis zu einem Drittel der Arbeitsplätze im physischen Sinn gestrichen werden, muss ein Arbeitgeber (wie der Kanton LU) mehr bezahlen=teure Lösung!