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Arbeitskräfteerhebung Sieben Prozent der Erwerbstätigen verunfallen beim Arbeiten

  • Die Auswertungen des Bundesamtes für Statistik (BFS) zeigen, dass im vergangenen Jahr rund sieben Prozent der erwerbstätigen Personen bei der Arbeit verunfallt sind.
  • Somit kam es etwa zu gleich vielen Arbeitsunfällen wie bei der letzten entsprechenden Auswertung vor sieben Jahren.
  • Die Daten zeigen zudem, dass sich Männer beim Arbeiten häufiger verletzten als Frauen.
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Aus dem Archiv: Tödlicher Arbeitsunfall im Zoo Zürich
Aus Tagesschau vom 04.07.2020.
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Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat die jüngsten Zahlen der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) 2020 zu den Arbeitsunfällen des vergangenen Jahres publiziert. Dabei wird ersichtlich, dass gut die Hälfte der verunfallten Personen nach dem Unfall für mindestens einen Tag arbeitsunfähig waren. 22 Prozent blieben länger als zwei Wochen arbeitsunfähig.

Risiko Landwirtschaft und Baugewerbe

Aus den Daten herauszulesen ist auch, dass Männer häufiger Arbeitsunfälle erleiden. Insbesondere bei jungen Arbeitnehmenden und Lernenden sei das Unfallrisiko besonders hoch. Bei den 15- bis 24-Jährigen sei das Risiko, einen Unfall zu haben, etwa doppelt so hoch wie in den älteren Altersgruppen, hält das BFS in seinem Bericht fest.

Arbeitsunfälle 2020: Datenerhebung aus Umfrage

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  • An der Umfrage teilgenommen haben gut 10'400 Personen.
  • Befragt wurden die Teilnehmenden im Weiteren zu möglichen Gesundheitsproblemen, die durch die Arbeit verursacht worden sein könnten.
  • Hier gaben 12 Prozent Probleme an – am häufigsten Knochen-, Gelenk- oder Muskelbeschwerden.

Über alle Altersklassen gesehen sind das Baugewerbe und die Landwirtschaft die Branchen mit dem höchsten Unfallrisiko. So liegt das Unfallrisiko in der Landwirtschaft bei 18 Prozent, was bedeutet, dass fast jeder fünfte Erwerbstätige mindestens einen Unfall erlitten hat. Mit 16 Prozent ähnlich hoch ist das Unfallrisiko im Baugewerbe.

Demgegenüber liegt das Unfallrisiko in mehreren Wirtschaftsabschnitten bei oder unter vier Prozent. Beispielsweise in den Branchen Öffentliche Verwaltung, in der Erziehung und Unterricht oder in anderen Dienstleistungsbereichen. Das tiefste Unfallrisiko weist derweil das Finanz- und Versicherungswesen mit weniger als zwei Prozent auf.

Gesundheits- und Sozialwesen: ein exponierter Wirtschaftsabschnitt

Der Wirtschaftsabschnitt Gesundheits- und Sozialwesen ist der einzige Abschnitt, in dem ein überdurchschnittlich hoher Anteil an Personen mindestens drei Risiken für die körperliche Gesundheit und auch mindestens drei Risiken für das psychische Wohlbefinden ausgesetzt ist. Diese überdurchschnittliche Exposition zeigt sich mehrheitlich in acht verschiedenen Risiken:

Acht Risiken einer überdurchschnittlichen Exposition:

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  1. Tragen von schweren Sachen
    oder Personen
  2. Anstrengende oder schmerzhafte
    Arbeitshaltungen
  3. Umgang mit schwierigen Personen
  4. Starker Zeitdruck oder
    Arbeitsüberlastung
  5. Starke emotionale Belastung
  6. Schlechte Kommunikation /
    Zusammenarbeit
  7. Gewalt oder Androhung von Gewalt
  8. Schikanierung oder Mobbing

Das Gesundheits- und Sozialwesen ist am ausgeprägtesten bei den Risiken für das psychische Wohlbefinden. 2020 arbeiteten 15 Prozent aller Erwerbstätigen (7 Prozent der Männer und 24 Prozent der Frauen) in diesem Wirtschaftsabschnitt.

Die Beschäftigung steigt seit Jahren kontinuierlich an. Es ist nicht auszuschliessen, dass die in diesem Wirtschaftsabschnitt tätigen Personen eher dazu neigen, Gesundheitsrisiken anzugeben, weil sie für diese Problematik stärker sensibilisiert sind. Dennoch, hält das BFS in ihrem Bericht fest, ist das Niveau der angegebenen Exposition sehr hoch.

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SRF 4 News, 11.10.2021, 11:00 Uhr;

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