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Die Arbeitslosenzahlen in Corona-Zeiten
Aus Tagesschau vom 08.01.2021.
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Arbeitslosenzahlen 2020 Die Pandemie prägt den Schweizer Arbeitsmarkt

Das Coronavirus lässt seine Kräfte auch auf dem Arbeitsmarkt spielen. Im Durchschnitt waren im vergangenen Jahr 145'720 Personen arbeitslos gemeldet – knapp 40 Prozent mehr als im Vorjahr: Die Arbeitslosenquote 2020 liegt bei 3.1 Prozent und damit 0.8 Prozentpunkte höher als im Vorjahr.

Auf den ersten Blick erstaunlich: die Quote entspricht in keiner Weise den noch im Frühling propagierten Schreckenszenarien. Die Quote ist sogar leicht tiefer als von den Ökonomen des Bundes im Dezember erwartet. Und sie liegt noch immer deutlich unter dem Wert von 3.7 Prozent im Jahr 2009, als die Finanzkrise Arbeitsplätze wegraffte.

Kurzarbeit federt ab

Gemäss dem Staatssekretariat für Wirtschaft Seco liegt das an der Kurzarbeit. Dieses Instrument erlaubt es den Unternehmen, Arbeitsplätze zu erhalten, denn der Staat übernimmt während einer bestimmten Zeitdauer einen Grossteil der Lohnkosten.

Auch in den nächsten Monaten werden Unternehmen auf dieses Instrument setzen, denn es gibt ihnen Handlungsspielraum. Das Seco appellierte sogar an die Unternehmen, von Kurzarbeit Gebrauch zu machen und Gesuche einzureichen – aus Vorsicht. Das darf allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Instrument lediglich eine Überbrückungshilfe ist und kein Allheilmittel auf lange Zeit.

Lucia Theiler

Lucia Theiler

Wirtschaftsredaktorin

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Lucia Theiler arbeitet als Wirtschaftsredaktorin bei SRF. Zuvor war sie unter anderem Leiterin der Wirtschaftsredaktion der Nachrichtenagentur sda. Theiler hat Betriebswirtschaft studiert.

Tagesschau, 8.1.2021, 12:30 Uhr

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Schneider  (Alex Schneider)
    Es könnte sich für die Leute, die in den Branchen der Wahlbedarfsdeckung arbeiten, lohnen, sich eine Stelle in Branchen der Grundbedarfsdeckung zu suchen.Da sind einmal jene Berufe, wo man sich die Hände schmutzig machen muss (Handwerk, Bau, Autogewerbe, Landwirtschaft, etc.) oder wegen Kundenkontakten oder Arbeitszeiten (Gesundheitswesen, Detailhandel, Polizei, Transport, Post, etc.) unbeliebt sind.Dann gibt es aber auch offene Stellen in kundenfernen Branchen (Online, Call-Center, Informatik)
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  • Kommentar von Hans Peter  (Byron)
    Ich befürchte es gibt eine hohe Dunkelziffer: zum einen Kurzarbeitende bei welchen absehbar ist, dass sie kurz- und mittelfristig ihre Arbeit gar nicht mehr aufnehmen werden. Vor allem aber jene, die durch das statistisch erfasste Raster fallen. In meinem Umfeld sind dies mehrere Personen, welche mit 10-30% Neben- und Aushilfsjob zum (zu geringen) Familieneinkommen beitragen, z.B. Frauen welche im Gastgewerbe oder bei Eventveranstaltern o.ä. aushelfen. Gibt natürlich viele weitere Beispiele.
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  • Kommentar von Wolfgang Bortsch  (a2b3c4d5)
    Im Kanton Graubünden wird sich
    wahrscheinlich die Situation ähnlich darstellen wie in anderen
    Kantonen , könnte ich mir vorstellen.
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