Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Inhalt

Aufpreis beim Zahnarzt Hygiene-Zuschlag bleibt Zuschlag

Zahnärzte verlangen Extrageld für einen sauberen Arbeitsplatz. Patienten nervt’s, die Zahnärzte bestehen darauf.

Legende: Audio Hygiene-Zuschlag bleibt Zuschlag abspielen. Laufzeit 01:57 Minuten.
01:57 min, aus Espresso vom 19.02.2019.

Als das Konsumentenmagazin «Espresso» Ende Januar 2019 über die neue Taxe berichtete, schrieb die Zahnärztegesellschaft SSO: «Im alten Tarif war der Zeit- und Materialaufwand im Bereich Hygiene für den Patienten nicht sichtbar in den Behandlungspositionen eingerechnet. Neu wird dieser Zeitbedarf offen ausgewiesen.»

Diese Argumentation machte viele Hörerinnen und Hörer stutzig: «Hygiene beim Zahnarzt setze ich voraus. Wenn sie jetzt laut Zahnärztegesellschaft SSO extra verrechnet wird, müssten die Preise der Behandlung entsprechend sinken.» Das sei aber nicht so, stellten mehrere «Espresso»-Hörerinnen und -Hörer fest. Insgesamt müssten sie heute mehr für den Zahnarzt-Besuch bezahlen.

Zusätzlichen Aufwände im Hygienebereich

«Espresso» sprach die Zahnärzte auf diesen Widerspruch an. Und erhielt nun eine neue Rückmeldung, die klarstellt: Der Zuschlag ist und bleibt ein Zuschlag. Die Hygienevorschriften für Zahnärzte seien verschärft worden, schreibt die SSO: «Die gesetzlichen Bestimmungen verlangen heute – nebst der Reinigung des Behandlungsstuhles – eine umfangreiche Dokumentation des jeweiligen Hygieneprozesses (Sterilisation, etc.) und sie schreiben speziell geschultes Personal vor.» Die neue Pauschale entschädige die Zahnärzte für die zusätzlichen Aufwände im Hygienebereich, die auch mehr Personalressourcen bräuchten.

Damit wird klar: Auch wenn schon früher ein Aufschlag für den sauberen Arbeitsplatz verrechnet wurde, entsteht durch die neue Taxe doch eine zusätzliche Verteuerung. Denn tatsächlich wurden die Tarife bei der Revision 2017 nicht nach unten, sondern nach oben revidiert

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

29 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Franz NANNI (igwena ndlovu)
    Haben die vorher weniger Hygiene gehabt... Also ich denke das ist Frechheit puur... ausnehmen von Kunden, nichts Anderes.. Raffgierig... dabei was kosten Mundschutz Handschuhe ..und was haben sie vorher gemacht.. ach so .. vorher... einfach unanstaendig reich geworden..
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Beni Fuchs (Beni Fuchs)
    Es wird immer skurriler: Kann man sich denn einen schmutzigen Arbeitsplatz aussuchen, wenn man den 'Aufpreis' nicht bezahlen will? Leute, boykottiert die Schweizer Zahnärzte, geht nach Ungarn, oder Thailand, da sind die Ferien im Zahnarztpreis gleich noch inbegriffen. Der Konsument wird immer mehr für blöd verkauft. Zum Zahnarzt geh ich hier schon lange nocht mehr, hab wenigstens einen fairen, guten und günstigen Prothetiker gefunden hier... alles andere ennet der Grenze. Basta!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Thomas Mösch (Tomtom2019)
    Ich habe stark das Gefühl dass es hier um eine Gewinnoptimierung geht. Das ist zulässig, man darf dann aber nicht aufschreien, wenn das Resultat anders ist als man es eichverhofft hat. Ich erlaube mir, den Markt spielen zu lassen und im Ausland zum Zahnarzt zu gehen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen