Zum Inhalt springen

Aufsichtsbehörde interveniert JU-Air startet wieder – mit Auflagen

Legende: Audio Die JU-Air startet wieder abspielen. Laufzeit 02:59 Minuten.
02:59 min, aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 16.08.2018.
  • Die Dübendorfer JU-Air will am Freitag den Flugbetrieb mit ihren beiden Oldtimerflugzeugen vom Typ Junkers Ju-52 wieder aufnehmen.
  • Für die Aufnahme des Flugbetriebes muss die JU-Air aber zuerst vorsorgliche Massnahmen des Bundesamtes für Zivilluftfahrt Bazl erfüllen.
  • Laut JU-Air werden alle Auflagen erfüllt, den Flügen am 17. August stehe nichts im Wege.

Erstens verlangt das Bazl, dass vorläufig bei Flügen eine Minimalhöhe eingehalten werden muss, die über der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestflughöhe liegt.

Zudem müssen die Flugzeuge der JU-Air ab sofort ein GPS-Datenaufzeichnungsgerät mitführen, das jeden Flug aufzeichnet und eine nachträgliche Beurteilung der Flugroute erlaubt.

Zuletzt sollen die Passagiere während des Fluges zudem angeschnallt bleiben und nicht mehr frei im Flugzeug zirkulieren können. Dies gilt auch für Besuche im Cockpit während des Fluges.

Diese Auflagen sind sinnvoll. Wir werden sie alle vollumfänglich erfüllen
Autor: Christian GartmannSprecher JU-Air

JU-Air kann die Auflagen erfüllen

Für die JU-Air selbst kommen die Auflagen nicht überraschend. Sie basierten zum grössten Teil auf Vorschlägen, die von der Fluggesellschaft selbst kämen, sagt Sprecher Christian Gartmann gegenüber Radio SRF. «Diese Auflagen sind sinnvoll und wir werden sie alle vollumfänglich erfüllen», sagt Gartmann. Die Auflagen schränkten den Flugbetrieb kaum ein, die Flugzeuge könnten am 17. August wie geplant starten.

Die Flugzeuge müssten nun zwar mehr Abstand zum Boden halten, das Flugerlebnis für die Passagiere werde dadurch jedoch kaum beeinträchtigt, erklärt Christian Gartmann weiter.

Datenblatt zur JU 52

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

33 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Ueli von Känel (uvk)
    Ich hätte von der Fluggesellschaft erwartet, dass die Flugtätigkeit erst einen Monat nach dem Flugzeugunglück aufgenommen worden wäre - aus Respekt der Opfer. Hier werde ich den Eindruck nicht los, dass wirtschaflich-pekuniäre Interessen die Oberhand zurückgewonnen haben, was ich sehr bedaure. Es ist allerdings lange nicht der einzige Bereich der Wirtschaft, wo materielle Interessen über die Menschlichkeit gesetzt werden.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Beat Reuteler (br)
      1 Monat ist eine komplett willkürliche Zeit. Am Ende kann man nicht einmal sagen dass dies zwingend respektvoller wäre.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Ueli von Känel (uvk)
      Herr Reuteler: Klar kann diese gesetzte Zeit als etwas willkürlich bezeichnet werden. Aber so wie zum Beispiel ein Staat zum Zeichen der Trauer und der Anteilnahme eine Zeitlang die Fahnen auf Halbmast setzen - um innezuhalten, hätte ich dies von dieser Fluggesellschaft erwartet, dass die Flieger eine Zeitlang, um innezuhalten, einige Wochen am Boden geblieben wären. Aber heute gerät Trauerzeit mehr und mehr ausser „Mode“, gilt als „unproduktiv“ oder wird ganz einfach verdrängt.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von M. Keller (MK)
      @uvk - dies sind aber nur Ihre Erwartungen. Jawohl, die Fahnen sind bei gewissen tragischen Ereignissen auf Halbmast. Gearbeitet wird aber trotzdem. Und Staatstrauer, dass was Sie wohl meinen, gehen meisten ein paar Tage und auch die nicht zwei bis drei Monate. Sie können keine, rein schon aus wirtschaftlicher Sicht, Firma für zwei/drei Monate (oder noch länger) 'still legen'. Wenn Sie dies meinen und möchten, können Sie die Firma gleich schliessen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Peter Amthauer (Peter.A)
    Diese drei Massnahmen sind Sicherheitsvorkehrungen, die getroffen werden, weil man ahnt, dass dort die mögliche Unfallursache herrühren könnte? Also ist man vorher zu tief geflogen? Wurden zudem riskante Flugmanöver durchgeführt? Wird das GPS sozusagen als Kontolle, dass diese neuen „Sicherheitsvorkehrungen“ nachweislich eingehalten werden, eingebaut? Warum angeschnallte Personen die Flugsicherheit ermöglichen, erschliesstsich mir zwar nicht. Allerdings bin ich auch kein Flugexperte. MfG
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Beat Reuteler (br)
      Ich bin auch kein Aviatikexperte, aber es gibt ein par Dinge die sind sehr einfach: Z.B. ist die Ju-52 ein vergleichsweise kleines Flugzeug. Damit haben Gewichte, die sich im Flugzeuginneren von einer Stelle an die andere Bewegen, z.B. nach hinten oder vorne, mehr Einfluss auf die Schwanz- oder Kopflastigkeit, der Pilot muss das ausgleichen. Auch wenn alle Passagiere ausgerechnet links oder rechts aus dem Fenster sehen wollen, kann es ein Manöver erschweren. etc.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Ernst Boller (BOER)
    Die Untersuchung sollte Erlebnisse von ehemaligen Passagieren einbeziehen. Ein solcher sprach mir gegenüber von „grenzwertigen“ Manövern ums Martinsloch.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Beat Reuteler (br)
      Solche Leute müssen sich von sich aus bei den Behörden melden, man kann nicht erwarten dass diese alle 1000-e Passagiere der letzten Jahre befragen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen