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Aus gesundheitlichen Gründen Bucherer-Stiftungsratspräsident Urs Mühlebach tritt ab

  • Der Stiftungsratspräsident der milliardenschweren Jörg-G.-Bucherer-Stiftung, Urs Mühlebach, hat seinen Rücktritt bekanntgegeben.
  • Der Entscheid sei aus gesundheitlichen Gründen erfolgt.
  • Dies geht aus einem Schreiben hervor, das SRF vorliegt. Ein Sprecher hat entsprechende Medienberichte bestätigt.

Der 78 Jahre alte Luzerner Anwalt begründet seinen Schritt mit der Gesundheit. Sein Arzt habe ihm dringend geraten, sein Arbeitspensum «drastisch zu reduzieren», steht in dem Schreiben.

Bucherer-Geschäft, Schweizer Flagge und Rolex-Uhr an Gebäude
Legende: Die Jörg-G.-Bucherer-Stiftung ist eine der grössten Stiftungen der Schweiz. Das Stiftungsvermögen wird auf ungefähr vier Milliarden geschätzt. IMAGO/Dreamstime

In der Stiftung befindet sich der Nachlass des 2023 verstorbenen Luzerner Uhren- und Schmuckhändlers Jörg G. Bucherer. Im Verlauf dieses Jahres kam es innerhalb der Stiftung zu Unstimmigkeiten. Die Eidgenössische Stiftungsaufsicht schritt ein.

Stellungnahme der Eidgenössischen Stiftungsaufsicht

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Die Eidgenössische Stiftungsaufsicht ESA gehört zum Departement des Innern EDI. So nimmt das EDA gegenüber SRF Stellung:

«Die ESA wurde heute über den Rücktritt von Urs Mühlebach per 31.12.2025 aus dem Stiftungsrat der Jörg-G.-Bucherer-Stiftung informiert. Sie nimmt die Entwicklung im Rahmen des laufenden Verfahrens zur Kenntnis. Die Statuten der Stiftung schreiben für den Stiftungsrat mindestens drei Mitglieder vor. Entsprechend wäre der Stiftungsrat ab dem 01.01.2026 nicht mehr ordnungsgemäss besetzt und die ESA müsste im gegebenen Fall die Ergreifung weiterer Massnahmen prüfen. Ziel der ESA bleibt eine unabhängige und ordnungsgemässe Führung der Stiftung sowie die Sicherstellung des Stifterwillens.»

In die Kritik geriet Mühlebach wegen seiner Doppelrolle als Präsident der Bucherer-Stiftung und Willensvollstrecker des Nachlasses von Jörg Bucherer, dem verstorbenen Gründer.

«Urs Mühlebach will im Interesse der Stiftung dafür sorgen, dass diese in Ruhe arbeiten kann und nicht in Kontroversen verwickelt wird», sagte Mühlebachs Sprecher, Andreas Bantel, gegenüber SRF. «Damit soll es zu einer gewissen Versachlichung der Diskussionen kommen.» Deshalb habe sich Mühlebach zu diesem Schritt entschieden.

Regionaljournal Zentralschweiz, 12.12.2025, 12:03 Uhr ; 

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