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Ausbrüche von mutierten Viren Corona-Mutationen: Das sind die Hotspots der Schweiz

Bekannte Hotels und Primarschulen: Die Corona-Mutationen haben an verschiedenen Orten zugeschlagen. So wurde reagiert.

Oberwil (BL): Grossflächige Tests an Primarschule

Ende vergangener Woche vermeldet der Kanton Baselland seine erste Ansteckung durch ein mutiertes Virus. Später wurde vermeldet, dass auch Angehörige positiv getestet wurden, darunter auch eine Primarschülerin und ein Primarschüler. Die Folge: Tests für alle Schülerinnen und Schüler der 1. bis 3. Klassen der betroffenen Primarschule in Oberwil inklusive Familienangehöriger. Um welche Mutation es sich handelt, ist nicht bekannt.

Wengen (BE): Erster Ausbruch durch eine Mutation in der Schweiz

Ein britischer Tourist im Skiort Wengen steht am Anfang des ersten grossen Ausbruchs eines mutierten Virus in der Schweiz. Die Zahl der Fälle stieg darauf hin von zirka zehn Mitte Dezember rasant auf 90 an. Der Kanton Bern reagierte mit Massentests auf den Ausbruch. Bei rund 1000 Tests wurde das Virus bisher nur sieben Mal entdeckt. Die Tests werden fortgeführt.

Bisher 297 Ansteckungen mit Mutationen

Insgesamt wurden in der Schweiz bislang 297 Ansteckungen mit einer mutierten Form des Coronavirus bekannt, wie das BAG Keystone-SDA auf Anfrage mitteilte. 208 sind der britischen Variante (B.1.1.7) zuzuordnen und 13 der südafrikanischen (501Y.V2). Bei 76 Fällen kann nicht genau bestimmt werden, ob es sich um eine der beiden oder um eine andere Variante handelt.

Am Freitag hatte das BAG noch 199 Ansteckungsfälle mit mutierten Viren gemeldet. Weil die Untersuchungen nur stichprobenartig und bei Verdacht durchgeführt würden, sind sie gemäss BAG nicht repräsentativ. Deshalb könne auch keine Aussage darüber gemacht werden, wie gross der Anteil der mutierten Viren in der Bevölkerung sei und wie schnell sich dieser verdopple.

Bremgarten (BE): Schulkinder kehren positiv aus Wengen zurück

Folgen hatte der Ausbruch in Wengen auch anderswo: Zwei Schulkinder aus Bremgarten bei Bern BE sind nach der Rückkehr aus den Skiferien in Wengen positiv auf das mutierte Coronavirus aus Grossbritannien getestet worden. Nun sind alle Personen, welche in Kontakt zu den Kindern standen, in Quarantäne geschickt worden – 120 Schülerinnen und Schüler der Primarschule und des Kindergartens von Bremgarten. Auch die Familie der beiden Kinder und Kontaktpersonen der Familie befinden sich in Quarantäne.

Frauenfeld (TG): Schüler der Oberstufe in Quarantäne

In Frauenfeld wurde am Freitag bei einer Schülerin einer Sekundarschule die britische Virusmutation nachgewiesen. Daraufhin wurde der Schulbetrieb aller Schüler der dritten Sekundarstufe auf Online-Unterricht umgestellt. Weiter befinden sich alle Schülerinnen und Schüler in Quarantäne – bis auf wenige Ausnahmen. Es ist der erste offiziell bestätigte Fall im Kanton.

St. Moritz (GR): Geschlossene Hotels und überall Maskenpflicht

Gleich zwei renommierte Hotels in St. Moritz stehen unter Quarantäne: das Badrutt's Palace sowie das Grand Hotel Kempinski. Bei den Ansteckungen (rund ein Dutzend) handle es sich um die Mutationsvariante aus Südafrika. Die Behörden haben in der ganzen Gemeinde Maskenpflicht und Massentests verordnet.

Region Mendrisio (TI): 500 Schülerinnen und Schüler in Quarantäne

Die Region im Tessin hat gleich zwei Ausbrüche im Zusammenhang mit der Mutation zu vermelden. Zuerst häuften sich in einem Altersheim in Balerna Corona-Infektionen – gemäss Behörden handelt es sich dabei um die britische Mutation. Danach wurden Fälle in einer Mittelschule bekannt. Der Kanton reagierte prompt und verordnete für 500 Schülerinnen und Schüler und 70 Lehrpersonen Quarantäne. Die Tessiner Regierung hat nun den Bundesrat gebeten, an der Südgrenze erneut systematische Grenzkontrollen durchzuführen.

Cham (ZG): Corona-Mutation bei zwei Schülern nachgewiesen

Zwei Primarschüler im Zugerischen Cham haben sich mit einer mutierten Variante des Coronavirus angesteckt. Die 38 Kinder der betroffenen 4. und 5. Klasse sowie acht Lehrpersonen sind in Quarantäne und müssen einen Covid-Test machen.

Die Schule sei am Montagabend über die beiden Infektionen orientiert worden, teilt die Gemeinde Cham, Link öffnet in einem neuen Fenster mit, Link öffnet in einem neuen Fenster. Weitere Angaben zu den beiden Infizierten machte die Schule aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht.

Der Kantonsarzt habe empfohlen, den Schulbetrieb für die anderen Klassen in den betroffenen Schulhäusern unter Beachtung der Schutzkonzepte weiterzuführen. Das Rektorat habe zusätzliche Sofortmassnahmen beschlossen.

Lausanne (VD): Ansteckungen auf Hockeyclub zurückzuführen

Gemäss der Waadtländer Gesundheitsministerin Rebecca Ruiz hat sich das Team von Lausanne HC zum Hotspot der Coronavirus-Mutation aus Grossbritannien entwickelt. Die Lausanner Teammitglieder hatten sich am 7. Januar ein zweites Mal in Quarantäne begeben müssen, nachdem zehn positive Corona-Tests abgegeben worden waren. Offenbar haben sie sich mit der aus Grossbritannien stammenden Mutation des Virus angesteckt. Gemäss Ruiz gehe die Mehrheit der im Kanton Waadt identifizierten 39 Coronavirus-Fälle des mutierten Typs auf Mitglieder des Hockeyteams zurück.

Regionaljournal Graubünden, 18.01.2020; 07:00 Uhr;

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101 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Kohli  (MarkusK)
    Also wenn 2 positiv getestete Kinder schon einen Hotspot darstellen, haben wir die Pandemie wohl überwunden, oder?...
  • Kommentar von Peter Wyss  (peterma)
    Die Corona Hysterie ist auch eine Frucht der Evolutionstheorie. Ein Virus ist die primitivste Form des Lebens welche wir kennen. Trotzdem wird gesagt das Virus sei uns stehts ein Schritt voraus. Die Massnahmen drehen sich nur um das Materielle, während der seelische Aspekt des Menschen auf der Strecke bleibt. Zum Glück liebt uns Gott so dass er uns neben vielem anderen auch ein sehr gutes Immunsystem geschenkt hat
    1. Antwort von Manfred vom Hoevel  (Peter-Hagen)
      Mir scheint es eher so, dass die Liebe Gottes sehr ungleich über die Menschen verteilt ist. Ebenso, dass das menscheneigene Immunsystem durchaus verbesserungswürdig ist.
    2. Antwort von Katrin Maier  (Katma)
      Bemerkung zu Beginn: Anders als ein Bakterium, stellt ein Virus kein eigentliches Lebewesen dar.

      Und nun zu Ihrer Idee, das sich die Massnahmen in erster Linie an Materiellem orientieren: Ohne Massnahmen wären mehr Menschen krank, mehr müssten sterben und viele Menschen würden unter diesen Bedingungen sehr wohl seelisch leiden. Sei es die Hinterbliebenen oder die Personen, die an der Front arbeiten.
  • Kommentar von Michael Mauerhofer  (mmhofer)
    Sobald wir soweit sind, dass mit dem Verkünden neuer Massnahmen, Verbote, Schliessungen auch gleich konkret die Frage einer fairen, zeitnahen Vergütung für die Betroffenen beantwortet wird .. ja dann könnte man von mir aus alles schliessen. Ich vermute aber, da würde ob der Kosten eine Schockwelle durch's Land ziehen ..