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Berset: «Das Virus hat sich bei den nicht Geimpften stark verbreitet»
Aus News-Clip vom 25.08.2021.
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Ausgedehnte Zertifikatspflicht Die Übersicht: Diese Corona-Massnahmen bereitet der Bundesrat vor

Die Coronafälle und Hospitalisationen steigen. Eine Zertifikatspflicht könnte schon bald in fast allen öffentlichen Innenräumen gelten.

Der Bundesrat will schneller handeln können. Daher wird er bei den Kantonen vorsorglich eine Verstärkung der Massnahmen zur Ausbreitung des Coronavirus in Konsultation geben. Dies geschieht bis am 30. August. Die Zertifikatspflicht für Personen ab 16 Jahren, die sich impfen lassen dürfen, soll laut Vorschlag des Bundesrats in folgenden Bereichen gelten, sofern sie nötig wird:

Innenräume von Restaurants, Bars und Clubs: In Discotheken und Tanzlokalen gilt bereits eine Zertifikatspflicht. Diese will der Bundesrat auf die Innenbereiche von Restaurations-, Bar- und Clubbetrieben ausdehnen. Kontrolliert werden soll dies beim Eingang oder beim ersten Kontakt am Platz. Die Pflicht soll nicht auf Terrassen und in Aussenbereichen gelten. Von der Zertifikatspflicht ausgeschlossen ist das Personal, die Maskenpflicht und weitere Massnahmen bleiben bestehen. Falls alle Mitarbeitenden ein Zertifikat vorweisen können, kann auf eine Maske verzichtet werden. Die Regeln gelten auch für Hotelrestaurants, jedoch nicht für Hotelübernachtungen.

Veranstaltungen im Innern: Die Zertifikatspflicht soll für Veranstaltungen im Innenbereich wie Konzerte, Theater, Kino, Sportveranstaltungen und Privatanlässe wie Hochzeiten gelten. Religiöse Veranstaltungen, Bestattungen sowie Anlässe zur politischen Meinungsbildung bis maximal 30 Personen sind von der Zertifikatspflicht nicht betroffen. Es gilt in Innenbereichen eine Maskenpflicht. Bei Veranstaltungen im Freien sollen die bisherigen Regeln gelten.

Kultur- und Freizeiteinrichtungen: Für Orte wie Museen, Zoos, Fitnesscenter, Kletterhallen, Hallenbäder, Aquaparks, Thermalbäder, Billardhallen oder Casinos soll der Zugang auf Personen mit einem Zertifikat eingeschränkt werden. Betriebe, die ausschliesslich Aussenbereiche umfassen, sind ausgeschlossen.

Sportliche und kulturelle Aktivitäten: Bei sportlichen und kulturellen Aktivitäten in Innenräumen, zum Beispiel Trainings oder Musik- und Theaterproben, bei denen bereits heute keine Maskenpflicht besteht – soll künftig eine Zertifikatspflicht gelten. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren und beständige Gruppen von maximal 30 Personen, die in abgetrennten Räumen regelmässig trainieren oder proben, sind von der Regelung nicht betroffen.

Abklärung zur Zertifikatspflicht im Arbeitsbereich: Der Einsatz des Zertifikats soll in der Verordnung geklärt werden. Es soll festgehalten werden, dass die Arbeitgeber prüfen dürfen, ob ein Zertifikat vorhanden ist, wenn dies zur Festlegung der angemessenen Schutzmassnahmen oder der Umsetzung des Testkonzepts dient.

Bisherige Massnahmen: Die bisherigen Hygiene- und Abstandsempfehlungen sollen weiterhin gelten. Auch die Quarantäneregeln und die generelle Maskenpflicht in zugängliche Innenräumen, Läden und im öffentlichen Verkehr behalten ihre Gültigkeit.

Anpassung der Teststrategie

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Ab dem 1. Oktober werden die Testkosten für das Covid-Zertifikat nicht mehr vom Bund übernommen. Das Testen bleibt jedoch eine wichtige Massnahme, um die Pandemie unter Kontrolle zu halten.

Das repetitive Testen an Schulen und Betrieben soll weitergeführt werden und wird weiterhin vom Bund übernommen. Personen mit Symptomen können sich weiterhin kostenlos testen lassen. Diese Tests berechtigen jedoch nicht zum Erwerb eines Zertifikats.

Antigen-Schnelltests für Personen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können, und für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren werden weiterhin vom Bund bezahlt. Auch bei Besuchen in Gesundheitseinrichtungen kann man sich weiter gratis testen lassen. Es wird eine Bescheinigung des negativen Testresultats ausgestellt.

Es soll die Möglichkeit von kostenpflichtigen Pooltests in Apotheken geschaffen werden. Personen mit Symptomen sollen sich mit einem Speichel-PCR-Test testen lassen können, da diese aussagekräftiger als Antigen-Schnelltests sind. Auch PCR-Speichelproben für zu Hause sollen möglich sein.

Tagesschau, 19.08.2021, 19:30 Uhr;

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331 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Salzmann  (pfefferusalz)
    @Dolfi. Die Impfung ist noch immer kostenlos und schützt weitgehend vor dem Virus und den Folgen.
  • Kommentar von Claudia Dolfi  (Claudia D.)
    Bei diesen konfusten Testkosten-Regeln kommt ja keiner mehr draus. Dies wird auch Leute vom Testen fernhalten, deren Test bezahlt würde, wobei möglichst breites Testen wünschenswert wäre. Leute mit knappem Budget werden ungetestet bleiben, die Dunkelziffer wird steigen. Die offiziellen Pos.getesteten-Zahlen werden sinken und eine vermeintliche Besserung der Situation vortäuschen. Dies kann fatal sein!

    Warum nicht alle Tests kostenlos anbieten und für da Zertifikat einen Beitrag verlangen?
    1. Antwort von Daniel Gion  (dgion)
      @Dolfi aber das wird ja eigentlich auch so gemacht. Wer Sympthome hat (oder vorgibt welche zu haben) wird gratis getestet bekommt aber kein Zertifikat. Wer ohne Symthome testen will bekommt Zert muss aber bezahlen. Also am Ende des Tages genau das wer ein Zertifikat will muss bezahlen wer nur die Sicherheit will nicht.
  • Kommentar von Christian Kunz  (CK124)
    Ich liebe solche Reporte und die vorhersehbaren Entsetzenschreie einiger Unbelehrbaren, die es einfach noch immer nicht glauben wollen, dass eintrifft, wovor der BR längst gewarnt hat. Sie glauben noch immer, mit geschlossenen Augen, würde sie keiner sehen in süsser kindlicher Unschuld.