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Schweiz Bauern, reduziert euren Wasserbedarf!

Den Wasserbedarf der Umwelt zu liebe senken und weiterhin gleich viel produzieren. Das ist möglich, kommt eine Studie von Agroscope zum Schluss. Und es ist nötig: Schweizer Bauern werden wegen der Klimaerwärmung stärker auf Wasser angewiesen sein.

Legende: Video Die Gewässer werden künftig weniger Wasser führen abspielen. Laufzeit 01:39 Minuten.
Aus Tagesschau vom 07.01.2014.

Im Schnitt verbrauchen Schweizer Landwirte etwa 144 Millionen Kubikmeter Wasser. Mit dieser Wassermenge wird im Schnitt eine Fläche von 55 000 Hektaren versorgt. Auf diese Zahlen kam das Bundesamt für Landwirtschaft. Es hat diese aufgrund von kantonalen Datenerhebungen berechnet.

Viele der bewässerten Flächen gehören Kunstwiesen und Dauergrünland (34,6%) sowie Gemüse und Erdbeeren (20,2%). Unter den Kantonen bewässert das Wallis am meisten. Davon profitieren neben Wiesen hauptsächlich Obstplantagen und Reben.

Wasserknappheit vorbeugen

Dass Wasser keine endloses Ressource ist, wird in der Studie von Agroscope deutlcih. Diese kommt zum Schluss, dass wegen der Klimaerwärmung Schweizer Flüsse weniger Wasser führen werden. Die Landwirtschaft wird ihre Kulturen als Folge daraus vermehrt bewässern müssen. Es kommt zur Wasserknappheit.

Entnehmen die Bauern den Flüssen trotz der Verknappung weiterhin im selben Masse Wasser, kann dies der Wasserqualität und dem Ökosystem schaden. Dies teilte der Schweizerische Nationalfonds mit, welche die Studie in Auftrag gab. Neue Wasserleitungen und Verteilnetze kosteten viel Geld.

Die Forscher der Anstalt haben Alternativen geprüft, um es die Not an Wasser vorzubeugen. Sie testete mit Modellberechnungen bis ins Jahr 2050 Möglichkeiten für eine trockene (Broyeebene) und eine feuchtere Region (Greifensee).

Die Lösung ist scheint simpel: Reduzieren die Bauern ihren Wasserbedarf, können sie weiterhin gleichviel produzieren. Dies ist das Resultat einer Studie der Forschungsanstalt Agroscope.

Wasser effizienter einsetzen

Weiter könne landwirtschaftliche Produktion auch in trockenen Regionen weitergeführt werden. Dazu müssten die Bauern allerdings die Bewässerung effizienter nutzen. Zum Beispiel mehr Winterkulturen wie Winterraps oder -gerste anbauen sowie die Bodenbearbeitung und die Standorte von Kulturen anpassen.

Schweizer Landkarte mit lokal deklariertem Wasserverbrauch
Legende: Am höchsten ist der Wasserbedarf im Wallis. Dort werden neben Wiesen vor allem Obstplantagen und Reben gewässert. Agroscope

Falls die Bauern trotz Wasserknappheit den Flüssen Wasser entnehmen, kann dies der Wasserqualität und dem Ökosystem schaden.

Anreize zum Sparen könnten etwa der tiefere Wasserpreis sein oder die Einführung von Wasserkontingenten. An der Ökobilanz sei jedoch ersichtlich, dass die Landwirtschaft trotz Reduktionen weiterhin die Umwelt belastet. Schuld dafür ist unter anderem der Ausstoss von Treibhausgasen, schreiben die Verfasser weiter.

Gesellschaft muss mithelfen

Laut Studie müssen auch Gesellschaft, Verwaltung und Politik Verantwortung übernehmen: Sie könnten sich für Anreize für eine wasserschonende Landwirtschaft einsetzen. Die Studie liefere die wissenschaftlichen
Grundlagen für eine Diskussion darüber, erklärten die Verfasser in der Mitteilung.

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35 Kommentare

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  • Kommentar von A Gut, Schweiz
    Wieder einmal ein kurzsichtiger Tipp einer "Studie": Schweizer Landwirte sollen also statt Gemüse, Früchte und Kartoffeln (am Markt wird nur noch top Qualität über das ganze Jahr toleriert) einkommensmässig extensivere Kulturen anbauen. Die bewässerten Salatköpfe aus Spanien und Tomaten aus Italien spielen ja dann in der CH-Berechnung keine Rolle mehr. Diese Treibhausgase inkl. Transporte sind ja exportiert, ebenfalls die Arbeitsstellen in Produktion, sowie vor- und nachgelagerten Bereichen.
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  • Kommentar von P. Bürger, Schweiz
    Liebe Fr. Zelger, weshalb sind Sie in allem so derart verbissen & negativ. Sie regen sich wohl über jedes Thema auf. Gibt es auch Dinge auf dieser Welt die sie freuen (ausser die SVP)? Gestern die 2.-/Sackgebühr, heute die Schneekanonen, was sonst noch? Und oh Wunder, immer finden Sie sogleich einen Schuldigen: IHRE MASSENEINWANDERUNG ist Schuld! Kein Thema ist Ihnen zu schade, um über alles herzuziehen & schlecht zu machen. Jeder, der nicht so denkt, wie Sie, ist gleich ein Linker & Gutmensch!
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Oder anders ausgedrückt: Politiker und Wirtschaftsleute, reduziert die Zahl der Einwanderer!! Dann wird das Wasser reichen.
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