Aus der sogenannten dritten Beitragszahlerin wird immer mehr die Nummer 1. Die Rede ist von der Rendite der Pensionskassenanlagen.
Neben den Pensionskassenbeiträgen der Arbeitnehmenden und jenen der Arbeitgeber macht sie mittlerweile gut die Hälfte der gesamten Pensionskassenvermögen aus: Vergangenes Jahr waren es 52 Prozent. Schaut man über die letzten zwanzig Jahre, sind es im Schnitt rund 40 Prozent.
Denn die Pensionskassen legen das Angesparte der Versicherten an. 2025 haben diese Anlagen sehr gut rentiert, vor allem die Aktienanlagen. Das zeigt eine Erhebung der Zürcher Kantonalbank ZKB, die 70 Prozent der Versicherten abdeckt.
Die Versicherten haben davon vergleichsweise stark profitiert: mit durchschnittlich 4.6 Prozent Verzinsung auf ihren Altersguthaben. Das ist so viel wie seit 25 Jahren nicht mehr – Teuerung miteingerechnet.
Versicherte wissen nichts von ihrem Glück
Insgesamt gaben die Pensionskassen rund drei Viertel der Rendite an die Versicherten weiter. Allerdings: Die Unterschiede zwischen den einzelnen Kassen sind gross. So gaben die 10 Prozent mit der besten Leistung ihren Versicherten 9 Prozent Verzinsung weiter, die mit der tiefsten Verzinsung 2 Prozent. Die sogenannten Top-Performer haben die hohe Rendite dabei mit einem vergleichsweise grösseren Anteil der Anlagen in Aktien sowie in Immobilien erreicht.
Die meisten Versicherten bekommen wenig mit von der hohen Verzinsung, von der die allermeisten profitiert haben. Auch das ist ein Befund der Erhebung. Eine erstmals zusätzlich durchgeführte Befragung von 1000 Erwerbstätigen, die über ihren Arbeitgeber einer Pensionskasse angeschlossen sind, zeigt: 70 Prozent der Leute kennen die Verzinsung ihrer jeweiligen Pensionskasse nicht.