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Legende: Audio Kommunikative Schubumkehr im VBS abspielen. Laufzeit 02:15 Minuten.
02:15 min, aus HeuteMorgen vom 15.04.2019.
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Beschaffung von Kampfjets VBS entfernt Mitarbeitern den Maulkorb

  • Das Verteidigungsdepartement (VBS) überdenkt seine Kommunikationstaktik bei der Beschaffung von Kampfflugzeugen.
  • Anders als bei dem vom Volk später abgelehnten Kaufs des Kampfjets Gripens sollen sich die VBS-Mitarbeiter während der Debatte zum Projekt äussern dürfen.

Beim gescheiterten Anlauf für neue Kampfjets durften ausschliesslich der damalige Verteidigungsminister Ueli Maurer und der damalige Armeechef André Blattmann öffentlich auftreten und Interviews geben.

Christian Catrina ist heutiger Kampfjet-Delegierter von Verteidigungsministerin Viola Amherd. Er sagt, dieser «Maulkorb» sei ein Fehler gewesen, der sich nicht wiederholen werde. «Eine der Lehren, die wir gezogen haben, ist, dass man den Fachleuten in und ausserhalb der Armee keine Maulkörbe erteilt», so Catrina.

VBS ruft zu Vorträgen auf

Im VBS ist man überzeugt, dass die Maulkörbe ein Grund für die ständigen Indiskretionen waren. Deshalb tut das Departement nun genau das Gegenteil: Es ermuntert seine Mitarbeitenden zum Reden.

Eine Kampagne dürfen wir nicht machen, das wäre verboten.
Autor: Renato KalbermattenKommunikationschef des VBS

Vorträge vor Verbänden oder Vereinen zum neuen Kampfjetprojekt seien erwünscht, sagt Kommunikationschef Renato Kalbermatten. «Vor allem die Fachleute sind gefragt. Sie können im Detail erklären, um was es in diesem Programm genau geht», sagt er. «Wenn wir den Leuten die Möglichkeit geben, sich äussern zu können, dann sind die Leaks weniger eine Gefahr.»

Keine Kampagne, nur Fakten

Allerdings wäre es politisch heikel, wenn das VBS damit eine eigentliche Kampfjetkampagne orchestrieren würde. «Eine Kampagne dürfen wir nicht machen, das wäre verboten. Wir werden dort Fakten kommunizieren, nicht mehr und nicht weniger», sagt Kalbermatten dazu.

Die Mitarbeiter dürften sich auch kritisch zum Kampfjetprojekt äussern, verspricht der Kommunikationschef. Er sagt aber auch, man gehe «natürlich» davon aus, dass die eigenen Leute loyal seien.

Diese Kampfjets stehen in der engeren Auswahl

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54 Kommentare

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  • Kommentar von U. Erni (max4)
    Ein entwaffnetes Volk braucht keine Kampfflieger. No Guns no Planes.
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  • Kommentar von Armin Hug (Hugi)
    Die bewaffnete Neutralität der Schweiz setzt zentral auf Dissuasionswirkung. Die beste Waffe hierfür wären Nuklearwaffen. Nachdem die Kampfjets immer teurer werden und der Atomwaffensperrvertrag nur noch toter Buchstabe ist, sollte auch diese Option für die Schweiz wieder diskutiert werden. Doch dieses Thema scheint in der Schweiz tabu zu sein.
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    1. Antwort von Stefan Huwiler (huwist)
      Eine grossartige Idee. Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen und gleich einen militärstrategischen Zusammenarbeitsvertrag mit der demokratischen Volksrepublik Nordkorea abschliessen. So wird uns das Ganze kostenlos geliefert und installiert. Und sollte uns die böse EU weiterhin mit Rahmenverträge etc. drohen wickeln wir auch gleich die ganze Wirtschaft über diesen Kanal ab, wenn er denn schon mal steht.
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    2. Antwort von antigone kunz (antigonekunz)
      "Die bewaffnete Neutralität der Schweiz setzt zentral auf Dissuasionswirkung" .... wer schiesst den auf die eigene Hausbank? Zudem bewaffnete Neutralität, gehörte dies nich in die Waffengattung der Oxymorons .... Könnte schon fast eine Figur im Game of Thrones sein ... dieser Oxymoron, neutral bewaffnet und lang, langlebig ....
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  • Kommentar von Jerg Stacher (JESSTA)
    Das einzige vernünftige Argument welches ich einmal gehört habe war dass beim BOLU Konzept Fliegerabwehr und Flugis im selben system miteinander kommunizieren müssen.
    Soweit so gut aber dass müssten eben s 400 für den Boden auch getestet werden.
    Sagt ja niemand dass wir SU x kaufen müssen aber in die Evaluation gehören sie einfach dazu.
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