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Andreas Meyer: «So kann es nicht weitergehen»
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Bessere Planung So will die SBB wieder pünktlicher werden

  • Die SBB will künftig wieder pünktlicher werden.
  • Sie will die Planung des Angebots, der Bahnproduktion und der Bauprojekte verbessern und wo nötig mehr Reserven bei Personal, Rollmaterial, Anlagen und im Fahrplan schaffen.
  • Erste Massnahmen werden zum Fahrplanwechsel im Dezember 2019 umgesetzt.

Dabei gehe es um Anpassungen im Minuten- oder gar Sekundenbereich – «mehr ist kurzfristig nicht möglich», teilt die SBB mit. Eingeführt wird punktuell etwa das «First in, first out»-Prinzip. Das heisst: Künftig fährt derjenige Zug zuerst ab, der früher bereit ist. So werde verhindert, dass die Verspätung eines Zuges auf den anderen übertragen wird. Die Massnahme wird erst einmal im Bahnhof Spiez BE eingeführt.

Als zweite Sofortmassnahme empfiehlt die SBB künftig Reisenden zwischen Ostschweiz und Mittelland und umgekehrt, am Flughafen statt am Hauptbahnhof Zürich umzusteigen.

Zu knappe Reserven

Diese zwei Schritte sind die ersten des Ende 2018 lancierten und längerfristig angelegten Programms «Kundenpünktlichkeit 2.0», für welches die SBB auch eine Expertengruppe eingesetzt hat. Zwar sei die Kundenpünktlichkeit in den vergangenen Jahren stetig gestiegen und im europäischen Vergleich hoch, heisst es vonseiten SBB. «Regional und auf einzelnen Linien ist sie jedoch zeitweise auf einem ungenügenden Niveau.»

Die Gründe dafür sind vielschichtig, wie die SBB selber analysiert. Kurz zusammengefasst hält das Unternehmen fest, «dass das Bahnsystem zeit- und stellenweise über zu knappe Reserven verfügt.» Die Situation sei teilweise selbst verschuldet.

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SBB geben Fehler zu

Als Fehler bezeichnet die SBB etwa, dass in der Vergangenheit die Bedarfs-, Einsatz- und Ausbildungsplanung des Lokführerpersonals vernachlässigt worden sei. Deshalb stünden heute an Spitzentagen zu wenig Lokführerinnen und Lokführer zur Verfügung. Auch die Kundeninformation bezeichnet die SBB als «ungenügend».

Zudem hätten die neuen Doppelstockzüge des Typs FV Dosto von Bombardier «mehrere Jahre Verspätung». Ebenfalls kritisch seien die vielen Baustellen. Schliesslich ist die SBB auch Opfer des eigenen Erfolgs: Im ersten Halbjahr 2019 haben die Passagierzahlen um 7 Prozent zugenommen.

«Von den langfristigen Planungen bis hin zum täglichen Betrieb wurden Kompromisse zugunsten des Bahnangebots und zulasten der Pünktlichkeit gemacht», hält das Unternehmen fest. Trotz dieser Herausforderungen bleibe es das Ziel, die Kundenpünktlichkeit auf dem heutigen Niveau zu halten oder sogar zu erhöhen.

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Aus News-Clip vom 28.10.2019.
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Einzelne Halte überprüfen

Weitergehende betriebliche Entspannungen sind in den nächsten ein bis zwei Jahren zu erwarten. Möglich ist laut der SBB etwa, einzelne Halte für bestimmte Zugkategorien aufzuheben, «sofern die Reisekette mit anderen Zügen oder Angeboten gewährleistet ist».

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45 Kommentare

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  • Kommentar von Max Wyss  (Pdfguru)
    Eine der Ursachen für den Unterbestand der Lokführer ist auch die Divisionalisierung; ein "Güter-Lokführer" ist nicht mehr für Reisezüge ausgebildet und umgekehrt. Damit ergibt sich zwangsläufig ein grösserer Bedarf.
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    1. Antwort von Rolf Bolliger  (jolanda)
      Ja, ich hatte 4 Jahre vor meiner Pensionierung diese „völlig falsche Entscheidung“ noch praktisch miterlebt, Herr. Wyss! Aus der „Not“ heraus haben die Verantwortlichen der SBB-Stellen diese Sturheit inzwischen im Lokführereinsatz teilweise geändert (gelockert)! Es gibt inzwischen viele Lokführer, die wieder alle Arten der Züge führen dürfen! (Es war übrigens damals eine reine „Anpassung“ an die EU-Normeinführung!). Hoffentlich wird diese Divisionalisierung wieder vollständig aufgehoben!
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  • Kommentar von H Menzi  (hmenzi)
    Da wird wohl - typisch CH - oft auf sehr hohem Niveau gejammert. Interessant wäre mal ein Vergleich mit anderen Ländern, wobei vermutlich viele gar keine Statistik haben oder bestenfalls nur geschönte...
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    1. Antwort von Alex Volkart  (Lex18)
      Ein Vergleich mit anderen Ländern bringt nur etwas wenn andere Länder ein vergleichbares Bahnnetz haben. Es ist nun mal so dass man in der Schweiz oft nur sehr kurze Zeit hat den Zug zu wechseln, da reicht schon eine kleine Verspätung um ein Chaos zu verursachen. Eine gute Lösung wäre es wenn die Züge nicht so dicht auf einander fahren würden. Nicht jeder Passagier muss nach Zürich und hat bei einer Verspätung gleich mehrere Auswahlen.
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  • Kommentar von Beat Gurzeler  (B.Gurzeler, alias Rollstuhlrocker)
    Die Schwachstellen der SBB:
    1. Streckennetz der SBB ist auf den Hauptlinien total überlastet
    2.Der Unterhalt auf denn meist gefahren abschnitte ist um Jahren zurück geworfen.
    3.Wo sind die neuen Züge die schon lange auf den Hauptlinien verkehren sollte, sie liegen
    um Jahren.
    4. Lokführer und Fahrpersonal auf allen LInien im * gross im MINUSBEREICH.
    5. Die Aussage des CEO Meyer, kann ich nicht mehr * ERNST * nehmen.
    6. * lifere nit nur lafere *.
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