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Strecke Basel-Bern-Brig vermehrt von Störungen betroffen
Aus Info 3 vom 22.10.2019.
abspielen. Laufzeit 02:03 Minuten.
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Störungen bei der Bahn Chronisch verspätet – wie weiter, SBB?

Die SBB hat ein Problem mit der Pünktlichkeit. Das Unternehmen gibt verschiedene Gründe dafür an. Die Analyse steht aber noch aus.

Dass die SBB ein Problem mit der Pünktlichkeit hat, ist nicht neu. Bereits im letzten Jahr häuften sich die Verspätungen auf der Paradestrecke Zürich-Bern sowie in der Westschweiz und dem Tessin. Deshalb haben die Bundesbahnen diesen Frühling die sogenannte Taskforce Pünktlichkeit ins Leben gerufen.

Experten sollten die Lage auf den chronisch verspäteten Linien analysieren. Gehört hat man von diesen Experten bisher noch nichts.

Regen, Technik und Personen in Gleisnähe

Dafür müssen sie nun eine weitere Strecke in ihre Untersuchung einbeziehen, nämlich jene zwischen Basel und dem Wallis. Auf Anfrage räumt die SBB nämlich ein, dass es in den letzten Wochen auf dieser Linie teils zu massiven Verspätungen gekommen ist. Jüngstes Beispiel: Am Montagabend waren mehrere Züge zwischen Brig und Basel wegen einer Stellwerkstörung bei der BLS zwischen Thun und Spiez teilweise bis zu einer halben Stunde verspätet.

Aber auch technische Probleme im Simplontunnel, starke Regenfälle in Norditalien und mehrfach Personen in Gleisnähe im Bernbiet hätten den Zugverkehr auf dieser Linie stark beeinträchtigt, erklärt die SBB schriftlich.

Es ist jetzt wirklich Not am Mann.
Autor: Karin BlättlerPräsidentin des Fahrgastverbandes Pro Bahn

Für Karin Blättler, Präsidentin von Pro Bahn, sind dies längst keine Einzelfälle mehr: «Man steckt bei der SBB in einer Krise und es ist jetzt wirklich Not am Mann.» Seitens der Politik müsse man die Prioritäten nun entsprechend setzen, «die SBB unterstützen und sie dahin bringen, wo sie einmal war».

Von der SBB selbst erwartet Blättler, dass sie aufzeige, welche Massnahmen man ergreife und bis wann man gedenke, die Probleme in den Griff zu kriegen.

Gutscheine für Inhaber eines Generalabos

Nächste Woche nun sollten die Ergebnisse der Taskforce Pünktlichkeit bekannt gegeben werden. Am Montag informiert der noch-SBB-Chef Andreas Meyer höchstpersönlich, wie die SBB wieder pünktlicher werden will. Bereits zum Fahrplanwechsel im Dezember sollen erste Massnahmen umgesetzt werden, wie es in einer Medieneinladung heisst, die SRF vorliegt.

Darin betont die SBB aber auch, dass neun von zehn Kunden pünktlich ankämen. So wohl scheint der SBB bei diesem Eigenlob aber selbst nicht zu sein. So hat sie in den letzten Tagen den rund 500'000 GA-Besitzerinnen und -Besitzern einen Gutschein im Wert von 50 Franken verschickt, um sich für die Unannehmlichkeiten des laufenden Jahres zu entschuldigen.

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40 Kommentare

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  • Kommentar von Fabrizio Gamp  (Fgamp)
    Lächerlicher Trick um mehr Generalabo-Käufer zu gewinnen...
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  • Kommentar von Fabian Meier  (FabianMeier96)
    verspätungen auf der strasse können durchaus vorkommen, diese betragen dann meist mehr als 3 minuten. auch meist mehr als 30 minuten... also, bahn ist nachwievor sehr zuverlässig. auch wenn verspätungen lässtig sind und purer stress für lokführer und zugchef sind. für pendler und bahnnutzer heisst dies: durchatmen und warten. seien wir froh, dass die bahn sonst sehr pünktlich und zuverlässig ist!
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  • Kommentar von Erich Singer  (liliput)
    Das ewige Jammern auf höchstem Niveau geht mir so auf den Sack. Offenbar ist der Passagier heute nicht mehr in der Lage eine Reise so zu planen das auch Eventualitäten berücksichtig sind. Ich bin noch immer von A nach B gekommen aber dazu brauchts auch vom Reisenden eine gewisse Flexiblität!
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