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Reger Betrieb bei der Corona-Hotline
Aus SRF 4 News aktuell vom 04.03.2020.
abspielen. Laufzeit 02:47 Minuten.
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Besuch bei der Corona-Hotline Informieren ist das eine – beruhigen das andere

SRF war zu Besuch an jenem Ort, an dem die Sorgen der Schweizerinnen und Schweizer zusammenlaufen.

Darf ich noch reisen? Habe ich mich angesteckt? Muss ich mir Sorgen machen um meine Grosseltern? Das Coronavirus hat in der ganzen Schweiz bis jetzt mindestens 54 Personen infiziert und es beschäftigt die Menschen. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat deshalb eine Hotline eingerichtet. Dort wo die Drähte zusammenlaufen, stehen viele Schreibtische.

20 Leute stehen noch etwas verloren im Raum herum – das seien die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sagt Cédric Berset von der Firma Medgate, welche die Hotline im Auftrag des Bundes betreibt. «Wir haben einen Pool von Leuten, welche kurzfristig gerufen werden können», so Berset. Man habe diesen Pool auch über Studenten kontinuierlich ausbauen können. «Es ist aber immer noch eine Herausforderung, sollte sich die Nachfrage von einem Tag auf den anderen verzehnfachen, dem nachzukommen.»

Mehr Mitarbeiter – kürzere Wartezeit

Mit den neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind es 45 Personen, die Anrufe wegen des Coronavirus entgegennehmen – doppelt so viele wie noch vor ein paar Tagen – um die Wartezeiten zu verringern.

Die Schulung dauert ein paar Stunden, medizinisches Fachwissen ist nicht nötig. Es geht in erster Linie um simple Auskünfte und darum, dass eine menschliche Stimme Informationen manchmal besser überbringen kann als ein Factsheet.

«Ich habe Grippe, Husten, Fieber oder will nach Italien reisen, was soll ich tun», fasst Mitarbeiterin Erna Biffiger zusammen. Bis zu 2000 Anrufe kommen pro Tag rein.

Ich habe Grippe, Husten, Fieber oder will nach Italien reisen, was soll ich tun?

Biffiger hat die neusten Informationen des BAG vor sich auf dem Bildschirm. Diese werden laufend aktualisiert, so dass sie die richtigen Auskünfte geben kann. Informieren ist das eine – beruhigen das andere. Und das gelinge nicht immer gleich gut: «Man muss sehr viel Feingefühl entwickeln, um den Punkt zu finden, wo man den Menschen abholen kann», so Biffiger. Fälle, die emotional oder medizinisch anspruchsvoll sind, kann sie an Ärzte weitergeben.

Erna Biffiger muss jeden Anruf erfassen und die Fragen notieren – so weiss das BAG, was die Leute beschäftigt. Die Hotline ist 24 Stunden lang erreichbar. Die Schicht von Erna Biffiger hat eben erst begonnen – sie wird heute noch vielen besorgten Personen zuhören.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Mario Atreb  (Oiram)
    Das Ganze ist einfach nur lächerlich. Doch endlich können sich gewisse Leute einmal ganz gross fühlen. Die Tatsache, dass man bei Tests irgendwelche Partikel findet, die alle haben mit den gleichen Symptomen, ist noch KEIN Beweis dafür, dass diese Partikel ursächlich verantwortlich sind für die Symptome. Die Partikel könnten auch als Folge der Symptome auftreten. Und Test mit der PCR-Methode eignen sich NICHT zum Nachweis von allfälligen "Viren", wie der Erfinder Kary Mullis selbst erklärte.
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  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Seit Monaten spricht man vom coronavirus, von beschränkten Personenzahlen bei Veranstaltungen, von Hygienemassnahmen etc. Was ist eigentlich in den Badeanstalten los? Bieten Hallenbäder nicht auch ein riesiges Ansteckungspotential? Man badet im gleichen Wasser, spuckt eventuell noch davon ins Becken und ruht sich dann auf der Liege.
    Ich frage mich schon, ob die täglichen Reinigungsmassnahmen genügen.
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    1. Antwort von Michel Koller  (Mica)
      Sich übers Badewasser anzustecken ist kaum möglich, da die Virenkonzentration durch die Verdünnung und die Behandlung des Wassers extrem niedrig ist. Sonst gelten die übrigen Hygienemassnahmen. Anders als Bakterien können sich Viren auch nicht vermehren, solange sie keine Wirtszelle besetzen. Auch gilt im Allgemeinen (gibt sicherlich Ausnahmen) dass Viren eher auf Oberflächen überleben, wenn es kühler ist. Sie vermehren sich dort jedoch nicht.
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  • Kommentar von Adi Berger  (Adi B.)
    "Die Lage ist ernst und wird immer ernster" verbreitet Herr Koch vom BAG und das soll die Bevölkerung beruhigen. Wenn diese Panikmache ein baldiges Ende finden soll wäre wohl am ehesten eine Informationssperre für die Medien zu verhängen.
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    1. Antwort von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
      Es geht darum, die Leute zu sensibilisieren, nicht um Panikmacherei. Es geht darum, dass man das Virus nicht auf die leichte Schulter nimmt, sondern mit dem gesunden Menschenverstand die richtigen Schutzmassnahmen anwendet und zwar rigoros, daneben aber die positiven Seiten des Lebens nicht vergisst.
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    2. Antwort von Alexander Weljaminoff  (AndererMeinung)
      Ich finde, dass Herr Koch seine Aufgabe sehr gut wahrnimmt, und umfassend und ruhig informiert hat. Wer möchte schon in diesen Tagen in seiner Haut stecken?
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