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Drei Fragen an Daniel Koch
Aus Tagesschau vom 27.02.2020.
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Infektionen und Sterblichkeit So gefährlich ist das Coronavirus

Seit im Januar in der chinesischen Stadt Wuhan das neue Coronavirus Sars-CoV-2 entdeckt wurde, grassiert die Angst vor einer weltweiten Ausbreitung. Rund 80'000 Menschen haben sich bislang infiziert, ca. 2700 Menschen sind an der durch das Virus verursachten Krankheit Covid-19 gestorben. Parallel zur Ausbreitung des Virus grassieren Fehlmeldungen und Panikmache. Folgender Überblick hilft, die Auswirkungen des neuen Coronavirus vom heutigen Stand einzuordnen.

Betroffene Altersgruppen: Vorwiegend ältere Menschen und jene mit einer chronischen Vorerkrankung sind von einem schweren Krankheitsverlauf mit Todesfolge betroffen. Laut Chinesischem Zentrum für Seuchenbekämpfung und Prävention sterben vor allem Menschen ab 60 Jahren an der durch das neue Coronavirus ausgelösten Erkrankung. Nicht berücksichtigt sind in diesem Zusammenhang mögliche Vorerkrankungen.

Ansteckungsgefahr: Das Coronavirus überträgt sich über Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch. In aller Regel ist ein enger Kontakt (weniger als 2 Meter Distanz während 15 Minuten) mit einer infizierten Person erforderlich. Personen jeden Alters können sich anstecken. Nach einer Infektion mit dem Virus dauert es in der Regel 4 bis 7 Tage bis zu den ersten Krankheitszeichen. Nach chinesischen Angaben kann die Inkubationszeit bis zu 14 Tage betragen. Die Ansteckungsgefahr ist etwas höher als bei der saisonalen Grippe, aber deutlich niedriger als beispielsweise bei Masern.

Quelle: WHOTitel (~40pt)Untertitel (~28, mind. 25)Text mind. 25pt. Für Text-Hierarchien z.B. mit Schriftstärke oder grösseren Schriften Arbeiten.Hier ein mögliches Beispiel:Body Text (mind. 25pt)Legende (mind. 25pt)Überschrift (mind. 25pt)Beschriftung (~25pt)Quelle: Schätzungen des WHO, des CDC, der London School of Hygiene and Tropical Medicine und verschiedener Studien MasernCovid-19Covid-19Bestätigte Fälle: 80’350Ab Dezember 2019*vermutlich deutlich tiefer wegen DunkelzifferStand: 25.02.2020, 17.00 UhrTodesfälle: 2705 (Sterblichkeitsrate 3.4%*)SarsSchweine-grippeSaisonale Grippe12-181.5-4.5**gemäss Daten aus Wuhan2.0-4.00.9-2.11.4-1.6AnsteckungsrateVergleich: Covid-19 und SarsSo viele Personen steckt ein Erkrankter im Durchschnitt anSarsBestätigte Fälle: 8098Todesfälle: 774 (Sterblichkeitsrate 9.6%)November 2002 bis Juli 2003MinimumMaximum

Sterblichkeitsrate: Gemäss der neusten Zahlen der WHO liegt die Sterblichkeit bei einer Covid-19-Erkrankung in China bei etwa 3.4 Prozent, ausserhalb von China bei ca. 1.1 Prozent.

Allerdings herrscht um diesen Wert für die Sterblichkeit noch grosse Unsicherheit. Die medizinische Fachzeitschrift «The Lancet» warnt, dass man noch zu wenig über die Krankheit wisse, um die Sterblichkeit genau abschätzen zu können. Gerade bei neuen Infektionskrankheiten überschätze man die Sterblichkeit oft. Denn es könne sein, dass viele Leute, die nur leichte Symptome haben, gar nicht zum Arzt gehen würden. Laut Hochrechnungen von Forschern liegt die Sterblichkeitsrate in Realität wohl bei 1-1.5 Prozent.

Quelle: WHOCovid-19Bestätigte Fälle: 80’350Ab Dezember 2019*vermutlich deutlich tiefer wegen DunkelzifferStand: 25.02.2020, 17.00 UhrTodesfälle: 2705 (Sterblichkeitsrate 3.4%*)Vergleich: Covid-19 und SarsSarsBestätigte Fälle: 8098Todesfälle: 774 (Sterblichkeitsrate 9.6%)November 2002 bis Juli 2003

Vergleich zu Sars: Es haben sich schon deutlich mehr Menschen mit dem neuen Coronavirus infiziert, als 2003 mit dem Schweren Akuten Respiratorischen Syndrom (Sars). Auch Sars wurde von einem Coronavirus ausgelöst. Gemessen an der Zahl der Infizierten starben an Sars verhältnismässig mehr Menschen als bislang am neuen Coronavirus.

Infoline des Bundes

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat für Fragen zum neuartigen Coronavirus eine Infoline eingerichtet:
Telefonnummer 058 463 00 00
Sie ist täglich während 24 Stunden erreichbar.

Auf der Webseite des BAG, Link öffnet in einem neuen Fenster gibt es tagesaktuelle Informationen.

Vergleich zur saisonalen Grippe: Man geht bei einer Infektion mit dem saisonalen Grippevirus von einer Sterblichkeitsrate von etwa 0.1 Prozent aus. Laut Schätzungen sterben also gerade verhältnismässig mehr Menschen am Coronavirus (Sterblichkeitsrate in China: 3.4 Prozent) als an der saisonalen Grippe. Allerdings sind weltweit mehr Menschen mit dem Virus der saisonalen Grippe infiziert, als aktuell mit dem Coronavirus. Laut WHO sterben jährlich etwa 290'000 bis 650'000 Personen an der Grippe.

NEWSQuelle: bag.admin, 26.02.2020So können Sie sich schützenWaschen Sie sich regelmässig die Hände mitWasser und Seife oder nutzen Sie ein Hand-Desinfektionsmittel.Niesen oder husten Sie in ein Taschentuchund entsorgen Sie es. Wenn Sie kein Taschen-tuch haben, niesen oder husten Sie in Ihre Armbeuge.Vermeiden Sie Kontakt zu Personen mitAtembeschwerden oder Husten.Bleiben Sie bei Symptomen wie Atem- beschwerden, Husten oder Fieber zuhause.Kontaktieren Sie umgehend –zuerst telefonisch – eine Ärztin, einen Arzt oder eine Gesundheitseinrichtung.Einfache Hygienemasken in der Öffentlichkeit schützen Gesunde nicht zuverlässig vorAnsteckung. Sie mindern eventuell das Infektionsrisiko, weil man seltener mit den Händen das Gesicht berührt. Bei bereits Erkrankten können Hygienemasken die Weiterverbreitung der Viren aber deutlich reduzieren.

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26 Kommentare

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  • Kommentar von André R. Miserez  (arm)
    Bei der Grafik "Prozentualer Anteil der Todesfälle pro Altersklasse" ist es entscheidend, wieviel sich pro Altersklasse angesteckt haben. Dies sind weitaus am meisten (10'008, 22.4%) in der Altersklasse 50-59 J., also gibt es dort auch am meisten Todesfälle. Die Grafik, die Sie erstellt haben, sagt also nicht sehr viel aus. Spalte 3 (Todesfälle in Prozent der Infizierten pro Altersklasse) in der Originalarbeit wäre nützlich gewesesen und wird auch von der WHO jeweils nachgeführt und publiziert.
    1. Antwort von André R. Miserez  (arm)
      @srf. Danke für die Korrektur.
  • Kommentar von Andrea Esslinger  (weiterdenken)
    Der Titel könnte genausogut oder sogar besser "So ungefährlich ist das Coronavirus" heissen. Denn für die allermeisten Menschen ist es ungefährlich, nicht gefährlich. Weil sich 99,9% der Weltbevölkerung gar nicht erst anstecken werden und von den wenigen Infizierten 98-99% die Ansteckung überleben werden.
    1. Antwort von Markus Guggisberg  (gugmar)
      @Andrea Esslinger: Ihre Annahme ist Wunschdenken !
    2. Antwort von Andy Gasser  (agasser)
      @Guggisberg: In der 11 Millionenstadt Wuhan wurden nur ein paar 10'000 Bürger infiziert. Der gröste Teil der Bevölkerung Wuhans hat sich nicht angesteckt oder sehr milde Symptome gezeigt dass diese nicht aufgefallen sind. So wird es überall sein.
    3. Antwort von Sascha Ehring  (MountainmanSG)
      Schön wäre es so...
    4. Antwort von Andreas Müller  (Hugh Everett)
      Woher kennen sie die Zukunft?
    5. Antwort von Hans Simmer  (han(s) immerrächt)
      Das Virus ist sicherlich keine Gefahr für die Menschheit, aber sie unterschätzen es doch zu sehr. Die Ansteckungsrate ist höher als bei der Grippe und die Sterblichkeits rate ca. 10mal höher wenn man also keine massnahmen ergreifen würde und es sich weltweit ausbreiten würde müsste man wohl mit min. 20 mal mehr toten als bei der grippe rechnen, als min. 6 millionen.
  • Kommentar von Alexander Weljaminoff  (AndererMeinung)
    Auffällig ist an diesen Daten auch noch, dass fast doppelt so viel Männer als Frauen sterben, und das fast keine jungen Kinder sterben. Im allgemein sagt man, dass Kleinkinder noch keine Abwehrkräfte gegen Infektionen haben, und deshalb meist heftig auf virale Infektionen reagieren. Hier ist das nicht so. Da wird die Forschung noch einiges klären müssen.
    1. Antwort von Thomas Berli  (tomberli)
      Diese Aussage stimmt so nicht. Kinder haben häufig noch keine Immunität gegen viele Krankheiten, da sie diese noch nie durchgemacht haben. Ihr Immunsystem ist aber teils sehr effizient und kann ein neues Virus schnell in Griff kriegen. Bei älteren Patienten kommt es viel eher zu Sekundärinfektionen mit Bakterien. So ist das Grippevirus auch immer für ältere Semester lebensgefährlich und bei Kindern meist unangenehm aber relativ harmlos.
    2. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Im SRF-Artikel steht keine Differenzierung nach Geschlechtern.