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Biodiversität Stickstoff bedroht Schweizer Schmetterlingswelt

  • Der Stickstoffeintrag in der Luft wirkt sich negativ auf den Reichtum und die Vielfalt der Schmetterlingswelt aus.
  • Je mehr Stickstoff über die Luft in die Lebensräume gelangt, desto artenärmer und dichter wird die Vegetation.
  • Biodiversitätsforscher der Universität Basel sehen die Lösung in der Landschaftspflege und umweltfreundlichem Konsumverhalten.
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Aus dem Archiv: Die wundersame Welt der Schmetterlinge
57:57 min, aus Treffpunkt vom 13.04.2020.
abspielen. Laufzeit 57:57 Minuten.

Besonders seltene und gefährdete Arten aus der Schmetterlingswelt werden durch den ausgestossenen Stickstoff von Landwirtschaft, Verkehr und Industrie bedroht. Zu diesem Schluss kamen Forscher der Universität Basel im Fachmagazin «Conversation Biology».

Dabei wurde die Häufigkeit und Vielfalt von Pflanzen und Schmetterlingen auf 383 Flächen in der Schweiz untersucht. Das Resultat zeigt, dass die Vegetation artenärmer und dichter wird, je mehr Stickstoff über die Luft in die Lebensräume gelangt.

Stickstoffeintrag beeinflusst Biodiversität

Neben intensivierter Landwirtschaft und Klimawandel spielt der Stickstoffeintrag vermutlich eine Schlüsselrolle für das Vorkommen der Schmetterlinge. Um den Verlust der Artenvielfalt zu stoppen, soll durch Landschaftspflege und technische Verbesserungen weniger Stickstoff in die Lebensräume gelangen. Entscheidend sei zudem ein umweltfreundliches Konsumverhalten, damit weniger Autoabgase ausgestossen und die Viehhaltung reduziert werden könne.

In der Schweiz gelten über die Hälfte der Tagfalterarten als bedroht oder potenziell gefährdet. Laut Bundesamt für Umwelt lassen sich zwei Drittel der Stickstoffeinträge auf die Landwirtschaft zurückführen, etwa ein Drittel stammt aus Verbrennungsprozessen.

SRF 4 News, 17.06.21, 11:00 Uhr;

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30 Kommentare

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  • Kommentar von Michèle Meister  (Jeanne)
    ... die 2x Nein hätten NICHT geschehen dürfen! - sind einzig ein Gewinn für kurzfristige Habgier der einen & Geiz der anderen Seite ...

    Mensch kapiert nicht, daß vieles nicht verhandelbar & rückkehrbar ist...

    Himmeltraurig, daß Mensch sich erst die Hand verbrennen muß bevor er einsieht, daß ein anderer Lebensstil HEUTE beginnen sollte ...
    ... unser wunderbare Planet wird uns eh überleben; die Frage ist, was für ein Leben werden unsere Enkel & Urenkel darauf haben...
    1. Antwort von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
      Die grössten Wüsten bezüglich der Artenvielfalt sind dort wo am meisten Menschen leben! Denn dies, die Bevölkerungsdichte, die Nutzungsdichte sind die wirklich relevanten Bedingungen. Es wirkt ein wenig komisch, wenn jene, die in der verdichteten, naturfeindlichen, artenärmsten Agglo/Stadt wohnen, den Landwirten Artenvielfalt verschreiben wollen, da artenmässig die Situation dort besser ist. Allerdings ist überall dort, wo der Mensch in die Natur eingreift, die Artenvielfalt beeinträchtigt!
    2. Antwort von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
      Mensch wird sich nicht nur die Hand verbrennen...! Kein Land sollte mehr naturunverträgliche Bevölkerung zulassen als es seine Lebensgrundlage und die aller Mitgeschöpfe ertragen kann, egal ob durch Zuwanderung od.Reproduktion. Für die CH wären damals in den 70ern schon 6Mio zu viel gewesen. Aber wie wir einmal mehr feststellen durften, den meisten gehts nur ums Geld, um ihre Bedürfnisse, um ihren vermeintlichen Wohlstand, der längst keiner mehr ist und den sie leider nie anders erfahren haben.
  • Kommentar von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
    "umweltfreundlichem Konsumverhalten"... wie hiess es doch in der Fielmannreklame: "Vergessen Sie's!" Der hartnäckige Glaube an Besserung blockiert die einzige effiziente Lösung, nämlich unsere eigene Reduktion. Jeder strebt nach Wohlstand, gibt ihn nicht mehr her. Seit 20J wächst die Menschheit exponentiell um ca 1.2%/J, so wird sie sich in 55-60J verdoppelt haben. Sind uns Wasser, Böden, Luft u. der letzte Funken Menschlichkeit ausgegangen, wird sich dieser Planet unser schonungslos entledigen.
  • Kommentar von Meier Thomas  (Tomipom)
    Was ist hier falsch?
    In unserer Luft ist von Natur aus der gröste Anteil (78%) Stickstoff.
    1. Antwort von Roman Weibel  (Roman67)
      Bitte @ Tomipom informieren Sie sich über den Unterschied zwischen natürlichen und künstlichen Stickstoff. Denn Ihr Beitrag lässt vermuten, dass Sie das Zuviel an künstlichen Stickstoff als völlig harmlos sehen. Ist es nicht.
    2. Antwort von Anina Wacker  (AninaWacker)
      Schaden ensteht, wenn dem Ökosystem zu viel nutzbarer Stickstoff zur Verfügung steht. Dann setzten sich wenige Pflanzenarten durch und die anderen verschwinden.
      N2 ist für die meisten Pflanzen keine nutzbare Stickstoffquelle. Sie brauchen reaktive Formen wie Nitrat oder Ammonium. Und diese werden im Boden durch Stickstoffeinträge erhöht. Der eingetragene Stickstoff kommt nicht etwa von N2, sondern Ammoniak (va Landwirtschaft) und Stickoxiden (va Verkehr).
    3. Antwort von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
      Es ist immer wieder erstaunlich, wie wenig die Leute heute über die Natur und Landwirtschaft wissen. Der Stickstoff ist an sich kein Problem, schon eher das was er ermöglicht, beziehungsweise was dank ihm gemacht werden kann. Wobei die Untersuchungen zur Artenvielfalt auf Biowiesen zeigen, dass das Problem auch dort vorhanden ist. Die Schmetterlinge und Insekten gehen bestandesmässig korreliert mit den Anzahl Schnitten im Grasland zurück! Ob Bio/Demeter/konventionell spielt kaum eine Rolle!