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Es gibt viel zu tun für die Paketpöstler
Aus Rendez-vous vom 08.06.2021.
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Boomender Postmarkt Wegen Corona wurden viel mehr Pakete verschickt

Insgesamt wurden 2020 für 4.2 Mrd. Franken Briefe und Pakete versandt. Der Onlinehandel spielte dabei die wichtigste Rolle.

Die Corona-Pandemie hat auch für den Postmarkt weitreichende Auswirkungen: Wegen des Paketbooms stieg der Gesamtumsatz im vergangenen Jahr um 3 Prozent auf 4.2 Milliarden Franken. Eine solche Zunahme hatte es seit mehreren Jahren nicht mehr gegeben.

«2020 war ein fantastisches Jahr für den Postmarkt», sagte der Vizepräsident der Eidgenössichen Postkommission (Postcom), Georges Champoud, denn auch vor den Medien.

Neuer Rekord im Paketversand

Allein im Paketbereich stieg der Umsatz bei der Schweizerischen Post und den privaten Anbietern um insgesamt mehr als 30 Prozent. Da sei es keine Selbstverständlichkeit, dass bei der Auslieferung der Päckli alles so gut funktioniert habe, sagte Champoud. «Alle Marktteilnehmer haben eine riesige Leistung erbracht.»

Immer weniger Briefpost

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Immer weniger Briefpost
Legende: post

Während der Paketversand 2020 zahlenmässig einen neuen Rekord erreichte, wurden viel weniger Briefe, Zeitungen und Zeitschriften verschickt. Das Gesamtvolumen der transportierten Postsendungen in der Schweiz – also Pakete, Briefe und Zeitungen zusammen – sank entsprechend um 4.5 Prozent auf 3.1 Milliarden Stück. Dabei lag der Anteil der Briefpost umsatzmässig noch bei 37 Prozent, während er vor fünf Jahren noch über 50 Prozent des gesamten Umsatzes aller Postsendungen betragen hatte. (sda)

In der Pandemie zeigt sich, dass die Postdienstleistungen systemrelevant sind. Denn auch wenn Läden geschlossen sind und Menschenansammlungen gemieden werden sollen: Dank Heimlieferungen können sich die Menschen trotzdem mit fast allem versorgen.

Onlinehandel befeuert Paketdienste

Fachleute wie der Postcom-Vizepräsident gehen zudem davon aus, dass auch nach der Pandemie der Onlinehandel einen hohen Stellenwert behalten wird. Dabei dürfe man die Angestellten nicht vergessen, so Champoud.

Der Boom des Onlinehandels mit immer mehr Angeboten von kostenlosen Rücksendungen führe zu immer mehr Konkurrenz auf dem Postmarkt. «Wir müssen unbedingt im Auge behalten, unter welchen Bedingungen die Leute in diesem Markt arbeiten», betonte Champoud.

Das ist natürlich auch bei den Gewerkschaften ein grosses Thema: Die letzten anderthalb Jahre seien für die Angestellten von Post-, Logistik- und Kurierdiensten sehr intensiv gewesen, sagt David Roth von der Gewerkschaft Syndicom.

Ständig «Black Friday»

«Es war physisch und psychisch eine enorme Belastung für diese Personen», sagt Roth. Es habe Phasen gegeben, in denen an fast jedem Tag so viele Pakete unterwegs waren, wie nach einem «Black Friday». Deshalb drängen die Gewerkschaften jetzt vor allem auf höhere Mindestlöhne im Logistikbereich.

Die Postcom ihrerseits bleibt auch nicht untätig. Sie wird demnächst eine grosse Untersuchung zur Lohnsituation in der Postbranche starten. Ausserdem habe sie bereits erste Aufsichtsverfahren gegen Unternehmen eingeleitet, die sich nicht an die branchenüblichen Löhne hielten.

SRF 4 News, Rendez-vous, 08.06.2021, 12:30 Uhr

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