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Botschafter einbestellt Schweiz verlangt Stopp von russischen Spionage-Aktivitäten

Legende: Video Wird die Schweiz regelmässig ausspioniert? abspielen. Laufzeit 01:56 Minuten.
Aus Tagesschau vom 16.09.2018.
  • Die Schweiz hat Russland aufgefordert, seine Spionage-Aktivitäten auf Schweizer Territorium einzustellen.
  • Das bestätigte das Aussendepartement EDA.
  • Das Departement habe dazu den russischen Botschafter einbestellt.
  • Weiter habe man die Kontrollen bei der Akkreditierung russischer Diplomaten verschärft.

Auch die Geschäftsprüfungsdelegation von National- und Ständerat hat sich unterdessen eingeschaltet: Sie wird sich von den Chefs des Nachrichtendienstes des Bundes sowie der Bundesanwaltschaft über die angeblichen russischen Spionage-Aktivitäten in der Schweiz informieren lassen, wie Radio SRF am Sonntag von GPDel-Präsident Claude Janiak erfuhr.

Russischer Botschafter weist Vorwürfe zurück

Der russische Botschafter hat auf Facebook die Schweizer Vorwürfe zurückgewiesen. «Wir erachten derartige Interventionen schlichtweg als absurd, sie können als nichts Anderes bezeichnet werden als ein neuer Versuch, die russlandfeindliche Stimmung anzuheizen.»

Die «Sonntagszeitung» schreibt in ihrer aktuellsten Ausgabe, dass einer Schätzung des Nachrichtendienstes zufolge jeder vierte russische Diplomat in der Schweiz Geheimagent sei. Hintergrund des Berichts ist die Festnahme zweier russischer Spione im Frühling in den Niederlanden.

Schweizer Nachrichtendienst an Operation beteiligt

Der «Tagesanzeiger» und die niederländische Zeitung «NRC Handelsblad» hatten am Donnerstagabend über besagten Fall berichtet. Demnach waren die russischen Spione auf dem Weg zum bundeseigenen Labor Spiez, welches sie auskundschaften wollten. Das Labor Spiez war an Analysen im Fall des vergifteten Ex-Agenten Sergej Skripal beteiligt.

Der Nachrichtendienst des Bundes bestätigte, er sei auf dem Laufenden, was die Festnahme in den Niederlanden betreffe. Er habe mit seinen niederländischen und britischen Partnern «aktiv an dieser Operation teilgenommen». Dadurch habe man dazu beigetragen, illegale Aktionen gegen eine kritische Schweizer Infrastruktur zu verhindern.

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34 Kommentare

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  • Kommentar von René Baron (René Baron)
    Hätte man Russland - wie vom britischen RU-Botschafter und anderen RU Amtsinhabern mehrmals formal und öffentlich gefordert - eine Beobachterrolle bei der Untersuchung der Skripal-Muster zugebilligt (was Russland gem. UN-Verordnung zugestanden wäre), hätte niemand "spionieren" müssen.
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  • Kommentar von Markus Guggisberg (gugmar)
    Wie kann die Schweiz ohne Beweise angenommene Sachlagen zurückweisen ? Sehr seltsam !
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  • Kommentar von Klaus Waldeck (kdwbz)
    Haarsträubend ! "Der russische Botschafter hat auf FACEBOOK ..." gahhts no !!! Derartige Angelegenheiten sollten durch die diplomatischen Dienste abgewickelt werden. Haben sich die Russen bereits soweit von Mr.Trumps Methoden anstecken lasenn ?
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    1. Antwort von René Baron (René Baron)
      @Waldeck Ich empfinde das weniger als "haarsträubend" denn " selbstgemacht". Wo lässt man denn Russen sonst noch zu Wort kommen? Nicht mal das Live-Dementi-Interview der beiden Skipalverdächtigen wird von den CH-Medien auch nur mit einem Wort erwähnt... Wer sich heute noch wirklich umfassend informieren will, ist tatsächlich gezwungen sich das Nötige aus dem Internet zusammenzusuchen.
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    2. Antwort von kurt trionfini (kt)
      Herr Baron: Welche Zeitungen lesen Sie denn? Meinem Leibblatt, "Der Bund", war dieses "Live- Dementi- Interview" inklusive Föteli, einen Beitrag wert. Näme mich scho no wunder, wie das bei den Print- Medien anderer Leserinnen und Leser aussah...
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