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Giftanschlag auf Skripal Rückendeckung für britische Ermittlungsergebnisse

  • Die westlichen Verbündeten halten im Fall des Giftanschlags auf den früheren russischen Doppelagenten Sergej Skripal zusammen.
  • Deutschland, Frankreich, die USA, Kanada und Grossbritannien veröffentlichten am Donnerstag eine gemeinsame Erklärung.
  • Demnach teilen die Bündnispartner die Einschätzung Grossbritanniens, dass zwei russische Agenten den Anschlag verübt haben sollen.
  • Moskau spricht von einem «verlogenen Cocktail».
Männer in Anzügen halten Flasche.
Legende: Nowitschok gehört zu den tödlichsten Kampfstoffen und kann über die Haut oder die Atemwege in den Körper gelangen. Keystone

In der gemeinsamen Erklärung heisst es weiter, man habe «volles Vertrauen» in die entsprechenden britischen Ermittlungsergebnisse, die auch beinhalteten, dass «diese Operation mit allergrösster Wahrscheinlichkeit auf hoher Regierungsebene gebilligt wurde».

Moskau wies die Vorwürfe der westlichen Verbündeten entschieden zurück. «Ich werde die Liste dieses haltlosen und verlogenen Cocktails an Fakten nicht durchgehen», sagte Russlands UNO-Botschafter Wassili Nebensja in einer Sitzung des UNO-Sicherheitsrats in New York. «Die Zahl der Widersprüche ist jenseits von Gut und Böse.»

Diplomatische Krise wegen Attentat

Erst am Mittwoch hatten britische Polizei und Staatsanwaltschaft Fahndungsfotos und Namen von zwei russischen Verdächtigen veröffentlicht. Diese werden nun per internationalem Haftbefehl gesucht. Der britischen Premierministerin Theresa May zufolge sollen sie Mitglieder des russischen Militärgeheimdienstes GRU sein, für den auch Skripal einst tätig war.

Die Erklärung der westlichen Verbündeten könnte die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen weiter belasten. Eine ähnliche Erklärung zu vorläufigen britischen Ermittlungsergebnissen hatte im März zur Ausweisung von russischen Diplomaten aus zahlreichen westlichen Ländern geführt. Russland hatte mit der Ausweisung etwa genauso vieler Botschafts-angehöriger dieser Länder reagiert.

Der Fall Skripal

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Sergej Skripal und seine Tochter Julia waren am 4. März bewusstlos auf einer Parkbank in der südenglischen Kleinstadt Salisbury entdeckt worden. Sie waren mit dem Kampfstoff Nowitschok vergiftet worden. Beide entkamen nur knapp dem Tod. Sie leben inzwischen an einem geheimen Ort.

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Werner Wüthrich  (ruishi)
    Entspricht die Erklärung Englands und der Verbündeten nicht der Logik der Aussage der Königin in Lewis Carrolls "Alice im Wunderland": Zuerst die Strafe, dann das Urteil?
  • Kommentar von Christa Wüstner  (Saleve2)
    Darf es anscheinend nicht schreiben, lasse deshalb alle Nebensätze weg,aber es ist eine
    Hetzjagd, jetzt noch in Worten. Wir alle wollen sicherlich, dass es dadurch nicht zu einer
    Eskalation kommt. Keine kriegerischen Auseinandersetzungen.!
    1. Antwort von Jürg Weibel  (JJW)
      Ich teile Ihre Meinung voll und gamz, und ich bin überzeugt, dass die Mehrheit der Bewohnerinnen und Bewohner sämtlicher verbündeter Länder - einschliesslich Grossbritannien - solch agressive Unterstellungen der brittischen Regierung gegenüber Russland nicht befürworten würden.
  • Kommentar von Samuel Müller  (Samuel Müller)
    Vertrauen in Ermittlungsergebnisse drücken ausgerechnet Politiker gemeinsam aus!