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Brand in Crans-Montana Gemeindepräsident Féraud fühlt sich mitverantwortlich

  • Der Präsident von Crans-Montana, Nicolas Féraud, erklärt sich in einem Interview mit Keystone SDA bereit, Verantwortung zu übernehmen.
  • Bis anhin sei er noch nicht befragt worden.
  • Einer kantonalen Gebäudeversicherung für das Wallis steht Féraud positiv gegenüber.

Der Gemeindepräsident von Crans-Montana, Nicolas Féraud, will sich nach der Brandkatastrophe in der Silvesternacht seiner Verantwortung stellen. Bis anhin sei er nicht befragt worden, erklärte er im Interview mit Keystone-SDA. In den Augen vieler Leute sei er schuldig, sagte Féraud im Gespräch mit der Nachrichtenagentur. «Die Staatsanwaltschaft wird die Verantwortlichkeiten jedes Einzelnen feststellen, auch meine, und ich werde mich damit auseinandersetzen. Menschlich gesehen und ohne darüber zu spekulieren, was die Justiz sagen wird, spüre ich die Last der Verantwortung.»

Ich werde die Verantwortung übernehmen, die ich übernehmen muss, sollte ich für schuldig befunden werden.
Autor: Nicolas Féraud Gemeindepräsident Crans-Montana

Die Staatsanwaltschaft werde die Verantwortlichkeiten aller Beteiligten untersuchen. Im Falle einer Anklage werde er die Verantwortung übernehmen. «Ich werde die Verantwortung übernehmen, die ich übernehmen muss, sollte ich für schuldig befunden werden», sagte Féraud im Interview.

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Mann mit Brille im Anzug vor unscharfem Hintergrund.
Legende: Gemeindepräsident Nicolas Féraud bezieht ertsmals Stellung seit der Pressekonferenz vom 6. Januar. Keystone/CYRIL ZINGARO

Bedauern äusserte Féraud darüber, an einer Pressekonferenz der Gemeinde am 6. Januar nicht in deren Namen um Verzeihung gebeten zu haben.

Dieses Trauma wird mich mein Leben lang begleiten.
Autor: Nicolas Féraud Gemeindepräsident Crans-Montana

In einer emotional sehr schwierigen Situation für alle habe er den Fehler begangen, statt einer Entschuldigung und Gefühlen die Vorsicht in den Vordergrund zu stellen, sagte er.

«Ich weine jeden Tag um all diese jungen Menschen, die ich verloren habe, und um die vielen Verletzten, die noch immer leiden. Dieses Trauma wird mich mein Leben lang begleiten. Die Wunde ist offen und mein Herz ist gebrochen», sagt der Lokalpolitiker.

Kantonale Gebäudeversicherung im Wallis

Nach dem Drama kam erneut die Idee auf, eine kantonale Gebäudeversicherung (KGV) für das Wallis zu gründen. Féraud steht dieser Idee positiv gegenüber. «Auf den ersten Blick ist die Gründung einer KGV für das Wallis eine gute Lösung», meinte der Gemeindepräsident. «Natürlich müssen alle Aspekte dieser Frage analysiert werden. Ich denke jedoch, dass dies eine Möglichkeit wäre, um die Effizienz der Kontrollen zu verbessern.»

Nicolas Féraud geht sogar noch weiter: «Ich denke, dass der Kanton und der Bund den Gemeinden und Betreibern öffentlicher Einrichtungen die Mittel zur Verfügung stellen müssen, um die Sicherheit öffentlicher Einrichtungen durch intelligente, risikogerechte Kontrollen zu gewährleisten.»

Ein Postulat der SP aus dem Juni 2025, das sich mit dieser Frage befasst, wird höchstwahrscheinlich in der März-Session des Grossen Rates diskutiert werden.

Ski-Welcup: Die Trauer soll respektiert werden

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Die Trauer der Angehörigen der Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana soll nach Aussage Féraud auch während der Weltcuprennen vom Wochenende respektiert werden.

Noch immer sei die Atmosphäre in Crans-Montana spürbar anders als vor der Tragödie. Die Organisatoren der Weltcup-Rennen setzten nach der Tragödie auf verstärkte Sicherheitsvorkehrungen, sagte Féraud. Er war ursprünglich Vizepräsident des Organisationskomitees der Weltcuprennen, gab dieses Amt jedoch nach der Brandkatastrophe ab. «Der Ort braucht diese Rennen», so der Lokalpolitiker.

Die Menschen bräuchten positive Energie und die Möglichkeit, sich in grosser Zahl zu versammeln. Ziel der Organisatoren sei, die Rennen in einer Weise durchzuführen, welche die Trauer der Opferfamilien respektiere. Er erinnerte daran, dass es im Zentrum des Skiortes keine Veranstaltungen im Zusammenhang mit dem Ski-Weltcup geben werde.

SRF 4 News, 27.01.2026, 13 Uhr ; 

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