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Die Lifte laufen über die Festtage
Aus Regionaljournal Graubünden vom 21.12.2020.
abspielen. Laufzeit 03:30 Minuten.
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Bündner Pisten geöffnet Graubünden: Ab auf die Piste, aber ohne Alkohol

Mit Graubünden entscheidet sich ein weiterer Bergkanton, die Skigebiete geöffnet zu lassen. Nur Après-Ski ist verboten.

  • Nach dem Wallis, dem Tessin oder Bern entscheidet sich nun auch Graubünden, seine Skigebiete über die Festtage geöffnet zu lassen.
  • Die Bündner Spitäler hätten im Moment genug Platz, um auch Menschen mit Sportverletzungen zu behandeln.
  • Die Regierung Graubündens beschränkt aber den Verkauf von Alkohol und den der Tageskarten.

Die Bündner Skigebiete können ins Festtagsgeschäft starten. Die Regierung erteilt den Bergbahnen vorläufig grünes Licht. Vor den Medien erklärte Volkswirtschaftsdirektor Marcus Caduff am Montagnachmittag, die Corona-Fallzahlen seien auf hohem Niveau stabil. Die Regionalspitäler hätten im Moment genügend Kapazitäten, nebst Covid-Patienten auch noch Personen mit Sportunfällen aufzunehmen.

«Allerdings», sagte Caduff, «die Lage ist äusserst dynamisch und muss daher täglich beurteilt werden.» Für ihn sei klar, solange die Mobilität der Menschen nicht eingeschränkt sei, werde Graubünden über Weihnachten und Neujahr voll sein – egal, ob die Skigebiete offen oder geschlossen seien.

«Viele Schweizerinnen und Schweizer werden dem Corona-Blues entfliehen wollen», glaubt Caduff. Bei geschlossenen Skigebieten würden sich die Leute zu stark in den Tälern und Dörfern konzentrieren, gibt Caduff zu bedenken. «Die Gäste verteilen sich im Skigebiet im Rahmen der strengen Schutzkonzepte, damit sinkt der Druck auf die Ortschaften.»

Verschiedene Kantone in der Ost- und Zentralschweiz haben ihre Skigebiete geschlossen. Engelberg (OW) oder Andermatt (UR) bleiben zu. Dass dies zu einem Ausweicheffekt nach Graubünden führen könnte, ist auch der Bündner Regierung bewusst.

Um den möglichen Ansturm etwas zu dämpfen, hat die Bündner Regierung beschlossen, die Anzahl Personen in den Skigebieten zu beschränken. Die Zahl der Wintersportlerinnen und Wintersportler werde auf zwei Drittel von vergangenen Spitzentagen begrenzt, hiess es beim Kanton auf Nachfrage. Um dies zu erreichen werde der Verkauf von Tages- und Halbtageskarten beschränkt.

Der Kanton rät daher, im Vorfeld ein Online-Ticket zu kaufen. Caduff appellierte an die Skitouristen, die einen Tagesausflug nach Graubünden planen. «Prüfen sie dringend auf der Internetseite der Bergbahn, ob überhaupt noch Tickets verfügbar sind.»

Erleichterung bei den Bergbahnen

Bis heute war nicht klar, ob die Bahnen ihr Festtagsgeschäft einfahren können oder nicht. Dementsprechend erleichtert zeigt sich nun Martin Hug, der Präsident der Bergbahnen Graubünden. «Nach einem zittrigen Tag ist dies nun eine schöne Nachricht, wir haben gehofft, dass die Regierung uns die Bewilligung erteilt.»

Sollte sich die Lage im Kanton Graubünden in den nächsten Tagen nicht drastisch ändern, dürfen die Skigebiete vorerst bis zum 3. Januar geöffnet sein.

Regionaljournal Graubünden, 21.12.20, 17:30 Uhr;

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57 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Es ist nicht richtig, in der MINI-Schweiz, während der weiter anhaltenden, weltweiten Pandemie, den verunsichernden, absolut unsinnigen "Kantönligeist-Wirrwarr" aufrecht zu erhalten!
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    1. Antwort von Dora Mayer S.  (do-ma)
      soso, und was glauben Sie wovon die Tourismusgebiete leben? Die Seilbahnen laufen nicht von selbst, sondern es sind Angest., die sie bedienen und ihren Verdienst davon haben. Mir tun all die Bergrestaurants und Restaurants leid, die nun keinen Erwerb haben. Im Prinzip müssten ALLE Staatsangestellten, Berufspolitiker inkl. Bundesrat 20% von ihrem Verdienst in einen Fonds einzahlen, damit könnte einen Teil der Milliarden gedeckt werden. Merci an die GR-Regierung, dass sie nicht eingeknickt ist!
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  • Kommentar von Corsin Joos  (coco_j)
    Vonwegen Geldgier und all den Bemerkungen zu der Anzahl an Gästen, die sich in der Gondel anstecken könnten...

    Sollte man sich nicht eher fragen wieso die SBB in einem über einer Stunde fahrenden Zug selbst in Coronazeiten mit ihrem 2-Klassen System fahren darf?

    Leere 1. Klasse und volle 2. Klasse!!
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  • Kommentar von Marc Hofer  (M. Hofer)
    Ob pro oder contra Ski-fahren ist mir egal, es zeigt einfach wie gewisse Menschen, Solidarität Leben oder eben nur darüber Reden. Schlussendlich ist es eine Charaktersache und dies muss jede/r mit sich selber ausmachen, bzw. damit klar kommen.
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