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Schweiz Bund reagiert auf steigende Flüchtlingszahlen

Der Bund arbeitet mit Hochdruck daran, neue Plätze für Asylsuchende zu schaffen. Ein Beispiel ist das Truppenlager Glaubenberg im obwaldnerischen Sarnen. Dort soll ein Bundesasylzentrum mit 400 Plätzen entstehen. Ursprünglich geplant waren 240 Plätze. Weitere Bundeszentren dürften bald folgen.

Das Truppenlager Glaubenberg im obwaldnerischen Sarnen.
Legende: Soll zu einem Bundesasylzentrum mit 400 Plätzen umfunktioniert werden: Das Truppenlager Glaubenberg in Sarnen. Keystone

Dass im Truppenlager Glaubenberg in Sarnen Asylbewerber einquartiert werden sollen, war bekannt. Doch jetzt geht alles viel schneller als ursprünglich geplant, und es sollen auch wesentlich mehr Asylsuchende Platz finden. Im neuen Bundesasylzentrum in Sarnen soll es nämlich 400 Unterbringungsplätze geben. Zunächst war nur von 240 Plätzen die Rede gewesen. Anders als geplant wird das Zentrum bereits Anfang November seinen Betrieb aufnehmen, und nicht erst nächstes Jahr im Sommer.

Grund ist, dass seit Juli viele neue Asylsuchende in die Schweiz gekommen seien. Es brauche deshalb mehr Plätze, sagt Martin Reichlin vom Staatssekretariat für Migration: «In diesem Zusammenhang konnten wir uns mit der Armee, dem Kanton und der Gemeinde Sarnen darauf einigen, das Truppenlager auf dem Glaubenberg schon früher für sechs Monate in Betrieb zu nehmen.»

Weitere Standorte dürften bald folgen

In den Bundeszentren werden Asylsuchende registriert und während einiger Zeit untergebracht. Als Lokalitäten dafür sind häufig ehemalige Militäreinrichtungen geeignet. In den letzen Monaten ist der Bund bei der Schaffung neuer Unterbringungsplätze vorangekommen. Im Frühling standen 2300 solcher Plätze zur Verfügung, mittlerweile sind es schon 3700.

Die Anstrengungen des Staatssekretariats für Migration seien damit nicht zu Ende, betont Reichlin. Er wisse zwar nicht genau, wie viele neue Plätze es geben werde. Er gehe aber davon aus, dass bald noch weitere Standorte kommuniziert werden könnten.

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48 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Zurbuchen (drpesche)
    Da muss ich Frau Zelger (Mittwoch, 30.09.2015, 12:27) und J. Peter (Mittwoch, 30.09.2015, 11:56) absolut Recht geben! Man sollte doch das Ganze mal aus der richtigen Perspektive betrachten. Unser Recht auf von Ausländern ungestörte Erholung beim Wintersport steht doch weit über dem Recht dieser Ausländer auf ein menschenwürdiges Leben, oder etwa nicht?
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  • Kommentar von A. Frank A. (Meinungsfreiheit)
    Es ist schon erstaunlich und Schade wie unsere Grünen Parteisoldaten sogar meinen Dienstverweigerung sei gefälligst ein Menschenrecht und somit ein Asylgrund. Obschon in einer demokratischen Abstimmung entschieden wurde, dass dies natürlich kein Asylgrund ist. Wie würde das aussehen Jeder der in die CH kommen willl (zb. aus Eritrea) müsste nur den Dienst verweigern (wollen) und hätte Lebenslanges bleiberecht?! Noch mehr Wirtschaftsflüchtlinge werden natürlich mit diesem "Grund" kommen, gell Kunz
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    1. Antwort von Thomas Steiner (Thomas Steiner)
      Lebenslanger Militärdienst ohne jegliche Rechte ist etwas anderes als die grünen Ferien hier in der Schweiz.
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  • Kommentar von Hans König (Hans König)
    Leute aus Eritrea haben kein Anrecht auf einen Flüchtlingsstatus in der CH. Ich habe mich drei Jahre für sechs Leute bemüht eine Vor- oder Anlehrstelle zu finden. Der Start hat immer gut ausgesehen, doch nach spätestens sechs Monaten haben alle abgebrochen. Grund: Weniger Bargeld vom SRK trotz arbeiten, zuwenig Freizeit, wollten höhere Ausbildung, usw. Diese Leute sind vielfach gut ausgebildet, haben Geld - woher?, haben zwei Handy und sind vielfach teuer angezogen. Zurückschaffen!
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