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Legende: Video Forderungen des Städteverbands für die Agglomerationen abspielen. Laufzeit 01:26 Minuten.
Aus Tagesschau vom 22.08.2019.
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Bund soll Blickwinkel ändern Agglomerationen wollen nicht mehr «Anhängsel der Kernstädte» sein

  • Der Schweizerische Städteverband (SSV) fordert vom Bund bessere Bedingungen für die Agglomerationsgebiete.
  • Die Regionen rund um grössere Städte würden von der Öffentlichkeit zu wenig wahrgenommen und ihre Bedeutung massiv unterschätzt.
  • Herausforderungen für Agglomerationen seien die gleichen wie für Städte – zum Beispiel überlastete Verkehrssysteme, soziale Lasten und fehlende Betreuungsangebote.
Legende: Video Vorzeige-Agglomeration: Ein Beispiel für positive Entwicklung abspielen. Laufzeit 02:10 Minuten.
Aus Tagesschau vom 22.08.2019.

Der Städteverband kritisiert die Wahrnehmung der Agglomerationen als «Anhängsel der Kernstädte» und stellt das Potenzial dieser «Chancenräume» ins Zentrum eines Forderungskatalogs. Insbesondere vom Bund erwartet der SSV ein grösseres Engagement als bisher.

In den letzten 35 Jahren habe das Bevölkerungswachstum insbesondere in den Agglomerationen und agglomerationsnahen Gebieten stattgefunden, erklärte SSV-Präsident Kurt Fluri an der Jahres-Medienkonferenz in Bern.

Städte der Zukunft

Die Agglomerationen seien die Städte der Zukunft, die noch lange nicht fertig gebaut sind. Laut Fluri ist zu erwarten, dass sowohl Kernstädte wie Agglomerationen ein weiteres Bevölkerungswachstum absorbieren und die damit verbundenen Aufgaben stemmen müssen. Es gelte daher, diese Räume gemeinsam zu betrachten und dabei ihre Unterschiede zu respektieren.

49 Agglos mit 3.8 Millionen Menschen

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Die Schweiz zählt laut Definition des Bundesamtes für Statistik (BFS) 49 Agglomerationen, in denen – ohne Kernstädte – rund 3.8 Millionen Menschen leben.

Die grösste ist die Agglomeration Zürich mit über 1,3 Millionen Einwohnern, die kleinste Martigny mit 21'000 Personen.

Die Agglomerationspolitik müsse laut SSV in der nationalen Politik einen höheren Stellenwert erhalten. Die nächste Legislatur solle deshalb zur «Legislatur der Städte und Agglomerationen» werden. Der Bund müsse die Rahmenbedingungen für die Agglomerationen verbessern.

Unterstützung nicht nur beim Verkehr

So müssten etwa die gut etablierten Agglomerationsprogramme im Bereich Verkehr auch auf andere Bereiche mit grossen Verflechtungen ausgeweitet werden, namentlich in der Sozialpolitik, der Integration, der Wirtschafts- und Finanzpolitik oder der Quartier- und Stadtentwicklung.

Im Herbst wird der SSV eine grossangelegte Umfrage zur Agglomerationsthematik durchführen. Die Ergebnisse sollen in die Agenda zur neuen Legislatur einfliessen und nach den Wahlen im Herbst vorgestellt werden.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Schneider  (Alex Schneider)
    Wohnen in der Agglomeration: Grünraum verschwindet wegen Verdichtung

    Mehr Zuwanderer = mehr verdichtetes Wohnen = weniger Chancen für Wohnen im Grünen auf dem Land wegen Kulturlandschutz. Kein Dichtestress? Warum ziehen denn so viele Familien noch so gerne weg aus den Agglomerationskernen ins Grüne, an den Agglomerationsrand?
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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Scheinheilige "Lügen-Volks-Politik", ködert mit "Geld-Zückerchen" Gemeinden, damit die weitere Zubetonierung und Verbauung von lebensnotwendigem AGRAR-Land dort weiter stattfinden kann....
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