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Bund warnt vor Hackern Wer noch Windows 7 nutzt, muss unbedingt aufrüsten

  • Die Melde- und Analysestelle Informationssicherung (Melani) hat vor der Verwendung älterer Microsoft-Systeme gewarnt, für die der Support eingestellt wird.
  • Die Behörde geht davon aus, dass diese Produkte ab Mitte Januar stark im Fokus von Angreifern stehen werden.
  • Betroffen seien folgende Produkte: Betriebssystem «Windows 7», «Windows Server 2008» und «Windows Server 2008 R2».
  • Melani empfiehlt Unternehmen und Privatpersonen dringend, allfällige noch verwendete ältere Produkte möglichst schnell zu ersetzen.
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Aus dem Archiv: Immer mehr Hackerangriffe auf KMU
Aus Schweiz aktuell vom 29.08.2019.
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Die Produkte «SQL Server 2008» und «SQL Server s008 R2» hätten den Status «End of Life» bereits am vergangenen 9. Juli erreicht und würden seit diesem Datum nicht mehr aktualisiert. Es handle sich dabei um eine ordentliche Massnahme, nachdem der übliche Supportzyklus von zehn Jahren abgelaufen sei.

Viele Produktgruppen betroffen

In der Schweiz seien derzeit noch rund 10’000 dieser Produktgruppen in Betrieb, für die der Support bereits weggefallen sei oder wegfallen werde. Laut Melani ist davon auszugehen, dass diese Produkte ab Mitte Januar stark im Fokus von Angreifern stehen werden. Bis dahin noch nicht entdeckte Sicherheitslücken könnten auf einfache Weise ausgenutzt werden, da keine Patches mehr dazu geliefert würden.

Symbol von Microsoft.
Legende: Alte Windows-Systeme geraten in den Fokus von Angreifern. Keystone

Bei den verschiedenen Angriffen der vergangenen Monate mit Verschlüsselungstrojanern, sogenannter Ransomware, hätten Angreifer oft gezielt nach «ungepatchten Sicherheitslücken» gesucht, um die Schadstoffware im Zielnetzwerk zu verbreiten.

Ersatz dringend notwendig

Melani empfiehlt Unternehmen und Privatpersonen dringend, allfällige noch verwendete ältere Produkte möglichst schnell zu ersetzen. Sei dies nicht möglich, so sollten unbedingt zusätzliche Schutzmassnahmen getroffen werden wie beispielsweise die Isolation der Geräte vom restlichen Netz und vom Internet.

Um rechtzeitig auf solche Fälle vorbereitet zu sein, sollte für jedes eingesetzte Produkt ein sogenanntes «Life Cycle Management» geführt werden, empfiehlt Melani weiter. Das heisst, der Ersatz sollte rechtzeitig geplant werden, so dass die Produkte bereits nicht mehr eingesetzt würden, wenn der Hersteller keine Sicherheits-Patches mehr liefere.

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17 Kommentare

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  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    Wer im Internet shopt bekommt billigere Produktangebote als wer mit dem neusten Mac ins Netz geht! Hat kürzlich srf berichtet in einem Beitrag über dynamische Preise. Der Anbieter merkt über die IP den angeschlossenen Rechner und Mac/Apple user werden als zahlungskräftigere Personen angeschaut als Uralt Windower. Also: Surfen auf Mac, shoppen dann auf uralt-Windows ;-)
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  • Kommentar von Klaus Albrecht  (notabene)
    Damit dein „altes“ Auto nicht ( von wem auch immer) mit Steinen beworfen und sabotiert wird solltest du dringend ein neues Kaufen. . . . Was für eine Geschäftsidee!
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  • Kommentar von Beat Reuteler  (br)
    Es ist sehr unwahrscheinlich, dass es eine besondere Angriffs-Serie geben wird. Da ohnehin bis dahin mehr als 50% aller Geräte aufgerüstet sind oder ausser Betrieb (oder wenigstens vom Netz) gehen, wird die Zielgruppe zu wenig attraktiv für die Hacker.
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    1. Antwort von Michel Koller  (Mica)
      Gerade Firmen haben Mühe mit solchen Systemwechseln und sie sind die lukrativste Zielgruppe. Daher ist durchaus mit Angriffen zu rechnen. Ich hatte die letzten Monaten mit einigen Systemadministratoren Kontakt, welche den Wechsel nicht schnell genug umsetzen können. Manche bezahlen nun für erweiterten Support, welcher MS den Firmen zeitlich begrenzt anbietet und weiterhin Updates von Sicherheitslücken gewährleistet.
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