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Bundesamt für Gesundheit Erste nationale Umfrage zu Suizid-Versuchen

  • Jeden Tag gibt es in der Schweiz Dutzende Suizid-Versuche.
  • Schätzungen gehen von bis zu 50 Suizid-Versuchen pro Tag aus.
  • Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) will nun erstmals mit einer nationalen Erhebung exakte Zahlen liefern.
Legende: Video Aus dem Archiv: Suizidversuche sind oft schwierig zu erkennen abspielen. Laufzeit 04:20 Minuten.
Aus 10vor10 vom 01.03.2019.

Wie der Tagesanzeiger berichtet, wertet das BAG seit März eine Gesundheitsbefragung aus, an der rund 20'000 Personen teilgenommen haben. Die Gesundheitsbefragung wird alle fünf Jahre durchgeführt.

In der jüngsten Befragung habe man die Gelegenheit gehabt, auch drei Fragen zum Thema Suizid-Versuche zu stellen, erklärte die Projektleiterin Esther Walter gegenüber dem Tagesanzeiger.

Die Teilnehmenden wurden dabei gefragt, ob sie schon jemals versucht haben, sich das Leben zu nehmen, ob sie in den 12 Monaten vor der Befragung einen Selbstmordversuch unternommen haben und ob sie nach ihrem Suizidversuch mit jemandem darüber gesprochen haben. Die Resultate der Gesundheitsbefragung will das BAG im September präsentieren.

Lückenhafte Datenlage

Die Datenlage zu den Selbstmordversuchen in der Schweiz ist bisher lückenhaft. Zwar ist bekannt, dass sich jährlich etwa 1000 Menschen das Leben nehmen. Zu den Versuchen, die nicht tödlich enden, liegen allerdings bisher nur Schätzungen vor. Gemäss Tagesanzeiger reichen diese von 15'000 bis 25'000 Selbstmordversuchen jährlich.

Die Verbesserung des Wissensstands und der Forschung ist Teil des Aktionsplans Suizidprävention, den der Bundesrat 2016 beschlossen hat. Ziel des Aktionsplans ist es, die Suizidrate zu senken. Diese hat sich in der Schweiz seit den 1980er-Jahren zwar mehr als halbiert, ist aber immer noch deutlich höher als im europäischen Schnitt.

Brauchen Sie Hilfe?

Wählen Sie Tel. 143 der Dargebotenen Hand – dort hört man Ihnen zu. Jugendliche mit Suizidgedanken finden Hilfe unter Tel. 147 von Pro Juventute.

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21 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Betreffend echter Zufriedenheit, muss sich jeder Mensch selber fragen, was das überhaupt für sie/ihn bedeutet? Familie, soziale Kontakte, Schule, Ausbildung, Beruf, Freizeit....
    Es gibt immer mehr und schnellere "Ablenkung" durch die enormen Möglichkeiten der digitalen Welt (5G), der verschiedenen Plattformen. Menschenmassen, sind zu Konsum-Giganten mutiert. Das ist ein grosses Problem, der Gesellschaft, einzelner Menschen. Dies fördert die Vereinsamung von Menschen!
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Die Frage ist, was bringen wem Zahlen/Statistiken betreffend suizidalen Entscheidungen von Menschen jeden Alters? Ursachen-Abklärung, ist dabei viel aufschlussreicher. Das Leben jedes einzelnen Menschen, der Lebensinhalt, soziale Kontakte privat, schulisch und beruflich, Zufriedenheit, sind sehr wichtig für Lebensqualität. Grossen Einfluss haben dabei auch die digitalen Möglichkeiten, diverse Plattformen im Internet...., Familienverhältnisse, beginnend schon im Kleinkindalter.?
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    1. Antwort von Christa Wüstner (Saleve2)
      Familienverhältnisse beginnen schon im Kleinkindalter. Die Nestwärme
      Ist ausschlaggebend für die Entwicklung. Dann halten auch Jugendliche vor allem, den Einfluss der Umwelt, mit allen negativen Einflüssen besser aus. Aber auch die Aufmerksamkeit der Eltern, warum verändert sich plötzlich mein Kind. Bei fast allen Suizidversuchen gibt es vorher
      Warnsignale , Zwei sehr gute Kommentare von Ihnen Frau Casagrande.
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  • Kommentar von michael sommer (pantokrator)
    Na in den Schulen wird doch gelehrt dass wir letztenendes Zufallsprodukte sind, dass sich "der Starke" durchsetzt und eigentlich das Leben Sinnlos ist. Danke Darwin. Zum Glück lehrt uns die Bibel was anderes.
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    1. Antwort von Alexander Weljaminoff (AndererMeinung)
      Ja, schon erstaunlich, dass man für diese Aussage nicht hinter Gitter kommt (noch nicht). Es lebe die Sinnlosigkeit! (Sarkasmus aus)
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    2. Antwort von Denise Casagrande (begulide)
      M.Sommer: die Schulen sind nicht zuständig für persönliche Ausgeglichenheit, Zufriedenheit in Familie - Schule - Beruf - Freizeit, direkte soziale Kontakte,
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