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Bundesgericht bestätigt Der Mörder von Marie wird ordentlich verwahrt

  • Der Verurteilte kann keiner Therapie zugänglich sein – zu diesem Schluss kommen die Lausanner Richter, die sich auf psychiatrische Gutachten stützen.
  • Einer der Experten geht von einer lebenslänglichen Untherapierbarkeit aus, der zweite Gutachter begrenzte seine Prognose auf die nächsten 20 Jahre.
  • Das Bundesgericht hat im vorliegenden Urteil seine Rechtsprechung bestätigt.
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Aus dem Archiv: Mörder von Marie wird ordentlich verwahrt
Aus Schweiz aktuell vom 27.09.2018.
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Nach dieser Rechtsprechung ist zusätzlich zur lebenslänglichen Freiheitsstrafe die Anordnung einer Verwahrung zulässig, weil dies Einfluss auf die Bedingungen für eine bedingte Entlassung hat.

Abgewiesen hat das höchste Schweizer Gericht das Argument des Täters, wonach eine Verwahrung erst nach einer erfolglosen stationären therapeutischen Massnahme angeordnet werden dürfe.

Im Gesetz fänden sich keinerlei Hinweise dafür, schreibt das Bundesgericht im veröffentlichten Entscheid. Der Gesetzgeber habe auf eine solche Regelung verzichtet, wie aus dem Protokoll der Parlamentsdebatte hervor gehe.

Was vorher geschah

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Der Verurteilte hatte 2013 die 19-jährige Marie in einen Wald bei Châtonnaye FR entführt, wo er sie über Stunden quälte und schliesslich mit einem Gürtel erdrosselte. Das Kantonsgericht Waadt verurteilte den Mann im September 2018 wegen Mordes, Freiheitsberaubung, Entführung, sexueller Nötigung und weiterer Delikte zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe und einer ordentlichen Verwahrung.

Der im Kanton Freiburg in einer wohlhabenden Familie aufgewachsene Schweizer war bereits im Jahr 2000 im Alter von 22 Jahren zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er hatte 1998 seine damalige Ex-Freundin in einem Chalet in La Lécherette VD vergewaltigt und erschossen.

2012 erfolgte eine bedingte Entlassung. Obwohl er unter Hausarrest stand und elektronische Fussfesseln trug, konnte der verurteilte Mörder das Überwachungssystem überlisten und sich unbemerkt entfernen.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von paul schluga  (P.S)
    Das Bild schaut aus wie eine Karikatur:)
    Bitte deutlicher Zeichner mit mehr Aussagekraft, merci!
  • Kommentar von Bruno Bär  (Wahrheitssucher)
    Gott sei Dank ist die Zitterpartie vorbei und das BG hat richtig entschieden. Aber da konnte man nicht sicher sein. Ich wäre dafür, dass bei so bestialischen Verbrechen ohnehin eine lebenslängliche Strafe zu verhängen ist. Solche Menschen haben schlicht und einfach das Recht verloren, sich jemals wieder frei zu bewegen und die Gesellschaft das Recht, dass diese Bedrohung eliminiert wird. Als Nebeneffekt würden auch viele Kosten gespart.
  • Kommentar von Pascal Padrutt  (papa)
    Hat das Bundesgericht auch ein Urteil gegenüber dem Staat gefällt? Zur Erinnerung: Der Staat hat zugelassen, dass der Täter erneut eine Frau ermorden konnte. Dies sogar, während dem er unter Hausarrest stand? Wer trägt nun die Verantwortung für diese Tragödie? Der Staat trägt die Schuld. Die volle Schuld.
    1. Antwort von Danny Concannon  (DJC95)
      Der Staat trägt bestimmt auch eine Schuld, aber nicht die volle - ausgeführt hat die Tat immernoch dieses Monster ...