Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Audio Cassis in Washington: Besuch bei Botschafter Dahinden abspielen. Laufzeit 01:34 Minuten.
01:34 min, aus HeuteMorgen vom 08.02.2019.
Inhalt

Bundesrat Cassis in den USA «Ruhig, sachlich, freundschaftlich»

  • Bundesrat Ignazio Cassis war auf einem zweitägigen Besuch in Washington.
  • Gestern traf er seinen US-Amtskollegen Mike Pompeo und Sicherheitsberater John Bolton.
  • Sie sprachen über einen möglichen neuen Freihandelsvertrag zwischen den Ländern, über Hilfslieferungen nach Iran und die politische Lage in Venezuela.

Freihandelsabkommen beidseitig gewünscht

Nach dem rund einstündigen Treffen im Aussenminsterium in Washington betonte Cassis, die Aussicht auf ein Freihandelsverhandlungen mit den USA sei intakt: «Das Freihandelsabkommen ist ganz klar gewünscht, von beiden Seiten. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wann wir vorwärts kommen.»

Legende: Video «Es ist jetzt an der Schweiz, konkrete Vorschläge zu machen» abspielen. Laufzeit 00:53 Minuten.
Aus Newsflash vom 07.02.2019.

Die USA würden nun auf konkrete technische Vorschläge seitens der Schweiz warten. Im Moment geniesst die Aufnahme von Verhandlungen mit der Schweiz aber noch keine Priorität. Verhandlungen mit Mexiko und China gehen für die USA vor.

Keine Umgehung der US-Sanktionen gegen Iran

Cassis hat mit den US-Regierungsvertretern zudem die Lieferung humanitärer Güter nach Iran besprochen. Die Schweiz will einen Kanal errichten, der den Zahlungsverkehr erlaubt, ohne dass US-Sanktionen verletzt werden.

Dem Bundesrat war es wichtig klarzustellen, dass es sich um ein eigenständiges Instrument handle und nicht mit einer parallelen europäischen Initiative zu vergleichen sei. «Einfach um sicherer zu sein. Weil dieser andere Weg ist natürlich nicht sehr geschätzt von den USA »

Kein US-Druck auf die Schweiz

Weiter diskutierten die Aussenminister und der US-Sicherheitsberater das mögliche Ende der Maduro-Regierung in Venezuela. Die Schweiz hat bisher die Interimsregierung von Juan Guaido noch nicht anerkannt – im Gegensatz zu den USA und anderen europäischen Ländern. Aussenminister Pompeo und Sicherheitsberater Bolton hätten aber keinen Druck auf die Schweiz ausgeübt, sagte Cassis.

«Ruhig, sachlich, freundschaftlich», beschreibt der Schweizer Aussenminister die Chemie am bilateralen Treffen in Washington.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

25 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Arthur Meili  (Arthur Meili)
    Das heutige Wort ist doch Pragmatischer Possibilismus. Das andere ist doch nicht mehr "in". (Dichotomie - linke Loesungen oder rechte Loesungen). Es gibt doch nur die Loesung und zwar die beste. Alles was mit Idelogien zu tun hat, bringt doch nichts.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Yanick Stalder  (Yanick)
    Das stimmt zwar, aber das Atom abkommen war ein Weg in die richtige Richtung und hätte vielleicht langsam zu einer normalisierung führen können. Als die USA ohne bewiesene Vertragsverletzung des Irans das Abkommen kündigten schwächten sie den relativ progressiven Präsidenten und jetzt wird es wahrscheinlich noch konservatiever. Ausserdem sind die Sanktionen gegen die Bevölkerung gerichtet, die viele Entscheide der Regirung nicht mitträgt. (das kam voe ein paar Wochen in der Rundschau)
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Konrad Schläpfer  (Koni)
      Das ist doch die altbewährte US Taktik, hat ja im nahen Osten mit dem arabischen Frühling bestens funktioniert, Unruhe in der Bevölkerung erzeugen bis an den Rand eines Bürgerkrieges um dann die Regierung durch US gesteuerte Marionetten z7u ersetzen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Edwin Schaltegger  (Edwin Schaltegger)
    Wie naiv muss man eigentlich sein um Iran so positiv darzustellen? Iran ist ein eine schlimme Diktatur von schiitischen Ayatollahs mit der Scharia als Gesetzgebung, d.h. Frauen bei vermeintlichem Ehebruch steinigen, Hände abhacken etc. Arrogante selbstherrliche Banden von Sittenwächtern drangsalieren die Bevölkerung. Die Frauen sind faktisch rechtlos. Ähnlich schlimme Zustände herrschen ebenfalls in Saudi-Arabien.
    Ich denke diese Länder können nur durch eine innere Revolution reformiert werden.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Konrad Schläpfer  (Koni)
      Da zeigt die USA wieder ihr wahres Gesicht, während man den Saudis huldigt und gut Freund ist, möchte man im Iran den Umsturz nötigenfalls - so John Bolten - Militärisch durchsetzen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von J. K.  (TheTraveller)
      Das mag stimmen und für uns sehr grausam klingen aber damals als der Iran unter der Regierung des von der USA unterstützen Schar war, hat die Bevölkerung die volle Portion Westen bekommen. Was ist passiert? Es gab eine Revolution und der Schar verschwand. Wieso? Weil er grausam war, aber auch weil der westliche Lebensstil sehr unbeliebt war.

      Wir können als Europäer nicht annehmen das unsere Kultur und Werte die einzig richtigen sind. Es gibt immer auch andere Kulturen die stark sind.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen