Zum Inhalt springen

Header

Audio
Die GLP im Bundesrats-Dilemma
Aus HeuteMorgen vom 26.11.2019.
abspielen. Laufzeit 02:07 Minuten.
Inhalt

Cassis oder Rytz? Grünliberale laden grüne Bundesratskandidatin Rytz zu Hearing ein

Die GLP ist in der Zwickmühle: Sie hat Interesse an einem grünen Bundesratssitz – ist aber auch zufrieden mit Cassis.

Die Bundesrats-Ambitionen der Grünen bringt die Grünliberalen in eine Zwickmühle. Sind die Gemeinsamkeiten grösser oder die Unterschiede? Eine Chance jedenfalls wollen die Grünliberalen der Grünen-Bundesratskandidatin Regula Rytz geben. Sie haben sie deshalb zu einer Anhörung vor der GLP-Fraktion eingeladen.

Unsere neuen Parlamentarierinnen und Parlamentarier haben so die Möglichkeit, Frau Rytz und ihre Motivation kennenzulernen.
Autor: Jürg GrossenParteipräsident GLP

«Ihre Motivation kennenlernen»

Heute in einer Woche soll diese gemäss GLP-Präsident Jürg Grossen stattfinden. «Wir haben ja sehr viele neue Parlamentarierinnen und Parlamentarier in unserer Fraktion. So haben diese die Möglichkeit, Frau Rytz und ihre Motivation kennenzulernen, weshalb sie das gerne machen möchte», begründet Grossen die Einladung Rytz'. «Das gehört zu einem guten Meinungsbildungsprozess dazu.»

GLP-Parteipräsident Jürg Grossen wird interviewt.
Legende: GLP-Parteipräsident Jürg Grossen will Regula Rytz wenigstens eine Chance geben, sich und ihre Motivation vorzustellen. Keystone

Bislang fällt es den Grünliberalen schwer, sich in der Bundesratsfrage festzulegen. Es sei ein Dilemma, räumt Parteichef Grossen ein: Die GLP könne den Anspruch der Grünen auf einen Bundesratssitz zwar nachvollziehen. «Doch wir haben eine Situation, in der es darum ginge, einen amtierenden Bundesrat abzuwählen.» Das würde seiner Partei schwerfallen. Zumal der ins Visier geratene Freisinnige Ignazio Cassis aus grünliberaler Sicht eine gute Europapolitik mache.

Kein Rücktritt absehbar

Gleichzeitig fände es Grossen aber auch problematisch, wenn die jetzige parteipolitische Zusammensetzung des Bundesrates auf Jahre hinaus zementiert würde. Denn in der Tat ist bislang nicht absehbar, dass ein amtierender Bundesrat in naher Zukunft zurücktreten möchte.

Gerade deshalb hofft der Grünen-Fraktionschef Balthasar Glättli, dass die Grünliberalen am Schluss Regula Rytz als Bundesratskandidatin unterstützen werden – so wie die Berner Grünliberalen sie bereits als Ständeratskandidatin unterstützt hatten.

Die Klimafrage und das Wissen darum, dass man hier schnell und gleichzeitig mehrheitsfähig Nägel mit Köpfen machen muss, ist ja das, was die Grünliberalen und die Grünen verbindet.
Autor: Balthasar GlättliFraktionschef Grüne

«Die Klimafrage und das Wissen darum, dass man hier schnell und gleichzeitig mehrheitsfähig Nägel mit Köpfen machen muss, ist ja das, was die Grünliberalen und die Grünen verbindet», hofft Glättli. Klar ist: ohne grünliberale Unterstützung ist die Bundesratskandidatur der grünen Rytz definitiv chancenlos.

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

87 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Vielleicht wäre es nicht schlecht, wenn die grüne Frau Rytz in den Bundesrat gewählt würde, aber auf Kosten der SP, versteht sich. Sie könnte dann das EDI übernehmen und - wer weiss - würde sie vielleicht fertig bringen, was die linken Bundesräte nicht fertig brachten, respektive nicht fertig bringen: die Gesundheitskosten und damit die KK Prämien senken.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Ui, mein Kommentar ist im falschen Artikel geraten, Sorry!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Einer, der vielen Etikettenschwindel. Grüne Politik, die nich zugleich den Mut aufbringt, die Wirtschaft, das Fianzkapital frontal und ohne Kopmpromisse in die Schranken zu weisen, ist werder ökologisch kompatibel und schon gar nicht mit substanzieller Demokratie.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
      Die Wirtschaft ernährt uns so ganz neben bei, Frau Kunz. Um sie in die Schranken zu weisen, braucht es eine Mehrheit, die so im schweizerischen, demokratischen Prozess nicht sichtbar ist. Die Linke bringts zusammen auf einen Anteil von einem Drittel und das reicht eben nicht für einen dritten Bundesrat. Hier liegt das wahre Problem der Kandidatur Grün. Mit dem Anrecht auf 2 und 1/3 Sitz, lässt sich ein dritter linker Sitz im Bundesrat eben nicht real umsetzen noch legitimieren.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      Es gibt da einen Querkopf David Fleming mit seinem eigentlich epochalem Buch Lean Logic, Herr Lang .... Geht frau davon aus wird es je länger destomehr weniger eine Frage des Wollens, als des notwendenden Müssens. Aber easy es kommt wie's kommt.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen