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Legende: Video Klimaschutz: Der Kluge reist im Zuge abspielen. Laufzeit 02:06 Minuten.
Aus Tagesschau vom 21.01.2019.
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CO2-Reduktion ETH-Forscher wollen weniger fliegen

  • Mitarbeiter der ETH wollen freiwillig durch verschiedene Massnahmen den CO2-Ausstoss reduzieren.
  • So sollen weniger Dienstflüge durchgeführt werden. Diese machen mehr als die Hälfte aller Treibhausgas-Emissionen der ETH Zürich aus.
  • An dem ETH-Plan gibt es bereits internationales Interesse.

Die ETH sei damit seines Wissens weltweit Vorreiterin, sagt Professor Ulrich Weidmann, Mitglied der Schulleitung: Einmalig sei, dass die Mitarbeiter sich freiwillig zu verbindlichen Zielen verpflichten – und die CO2-Reduktion voll unterstützen. Mit eigenen Vorschlägen haben die Departemente das Wünschbare mit dem Machbaren vereint.

«Weniger fliegen, energieeffiziente Airlines bevorzugen, weniger Leute an Projektmeetings schicken, und natürlich Videokonferenzen, das sind einige der Massnahmen», erklärt Weidmann.

«Elf Prozent wollen wir durch solche Verhaltensänderungen erreichen», so der Projektleiter weiter. «Dazu kommen dann Effizienzsteigerung, Kompensation von CO2-Emissionen, das ist nicht eingerechnet.»

Legende: Video Ulrich Weidmann: «Weniger Leute an Projektmeetings schicken» abspielen. Laufzeit 00:18 Minuten.
Aus News-Clip vom 18.01.2019.

Für Dienstreisen legen ETH Forscherinnen und Forscher im Schnitt 6000 Flugkilometer pro Jahr zurück – und sie stossen dabei mehr als 15'000 Tonnen CO2 aus.

Es geht um einen Gesinnungswandel.
Autor: Reto KnuttiKlimaforscher an der ETH Zürich

Reisen ist wichtig für den wissenschaftlichen Austausch. Mit Videokonferenzen könnte dieser Austausch stattfinden, ohne dass jemand um die halbe Welt fliegen muss. Dazu brauche es jedoch die Kooperation mit anderen Universitäten, so Weidmann. «Gerade in Bezug auf die Videokonferenzen, da sind wir darauf angewiesen, dass Partneruniversitäten mitmachen. Das braucht noch ein bisschen Zeit.»

Reto Knutti, Klimaforscher an der ETH Zürich ist Mitglied des Kernteams. Er hat das Reduktionsziel mit erarbeitet. «Es geht um einen Gesinnungswandel. Dass die Leute sich überlegen, muss ich wirklich fliegen, oder kann ich das anders machen?», sagt er.

«Müssen wir alle fliegen, oder kann ein einzelner vielleicht ein Projekt vertreten. Es gibt die technischen Möglichkeiten, Videokonferenzen zum Beispiel», ergänzt Knutti. Das Potential sei da, aber die Leute müssten bereit sein, umzudenken.

Legende: Video Reto Knutti: «Wir sind bereit dazu» abspielen. Laufzeit 00:18 Minuten.
Aus News-Clip vom 18.01.2019.

Die ETH als leuchtendes Beispiel? Weltweit interessieren sich Universitäten für den Weg, den die ETH einschlägt. Rund 60 Universitäten weltweit seien mittlerweile in einem Netzwerk der ETH, das sich mit der Reduktion von Flugreisen befasst.

Es ist nicht eine Vorgabe von oben nach unten, sondern eine Selbstverpflichtung, das wird stark beachtet.
Autor: Ulrich WeidmannETH-Leitung

Das Thema «explodiere» förmlich in der universitären Welt, sagt Ulrich Weidmann. «Was vor allem auf Interesse stösst, ist der Prozess. Wie wir das ausdiskutiert haben, und sich die Forschenden selbst verpflichtet haben. Es ist nicht eine Vorgabe von oben nach unten, sondern eine Selbstverpflichtung, das wird stark beachtet.»

Dass Menschen bereit sind, ihr Verhalten zu ändern, um ein Vorbild zu sein im Kampf gegen den Klimawandel: Das sei für ihn der grösste Lichtblick dieser ETH-Initiative.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Jürg Brauchli  (Rondra)
    Für mich PR, bringen tuts nichts!
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  • Kommentar von Peter Wiesner  (Peter P. Wiesner)
    Jede Grossfirma arbeitet in den letzten Jahren/Jahrzehnten mit Video-Konferenzen (seit den 90er Jahren schon bekannt). Spart Spesen und ZEIT. Und die ETH will jetzt weniger Leute an Projektmeetings schicken? Ich reibe mir die Augen und frage mich, WO hat Herr Weidmann seine Lehre absolviert? Den Herren Knutti/Weidmann empfehle ich einen Vormittag lang zu Microsoft oder IBM zu gehen um einer Videokonferenz beizuwohnen. NB: Habe keine persönliche Verbindung zu diesen Firmen.
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  • Kommentar von Markus Guggisberg  (gugmar)
    Die Jahres-Durchschnittstemparatur an den Polen liegt übers Jahr betrachtet bei ca -10 Grad. D.h. Die Tagestemp. liegt nur während 1-2 Monaten bei 0 Grad. Dass diese
    2 Monate für das grosse Schmelzen des Poleises verantwortlich sein soll ist undenkbar. D.h. nicht die Lufttemperatur ist für das Schmelzen verantwortlich sondern die erhöhte (ev. direktere) Sonneneinstrahlung ! (+Sonnenflecken)
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