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Corona: 50-er-Obergrenze macht Hochschulen zu schaffen
Aus SRF 4 News aktuell vom 20.04.2021.
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Corona-Lockerungen Hochschulen kritisieren 50er-Obergrenze als unnötig

Besser als nichts oder untauglich? Die Unis hätten jedenfalls den Betrieb mit Schutzkonzept ohne 50er-Limite vorgezogen.

Seit Wochenbeginn dürfen die Schweizer Hochschulen wieder einen Präsenzunterricht mit maximal 50 Studierenden durchführen. Der Entscheid des Bundesrats, die Studierenden nach einem Jahr Fernunterricht wieder begrüssen zu dürfen, stellt die Institute allerdings vor beträchtliche Herausforderungen.

Wegen der zahlenmässigen Beschränkung müssten die Institute nun abwägen, welche Formate sie öffnen und wo sie den Fernunterricht bis Ende Semester weiterführen wollten, erklärt Martina Weiss, Generalsekretärin der Dachorganisation der Schweizer Hochschulen, Swissuniversities.

Kritik an Obergrenze

«Wir hätten es begrüsst, wenn der Bundesrat auf eine Obergrenze verzichtet hätte», betont Weiss. Denn die Hochschulen seien in der Lage, die Sicherheit der Studierenden durch die anfangs Herbstsemester aufgebauten Schutzkonzepte sicherzustellen.

Wir hätten es begrüsst, wenn der Bundesrat auf eine Obergrenze verzichtet hätte.
Autor: Martina WeissGeneralsekretärin, swissuniversities

Es hänge nun von den einzelnen Disziplinen und den lokalen Gegebenheiten ab, was die Hochschulen nun öffneten und was nicht, sagt Weiss. Sie geht aber davon aus, dass alle Universitäten in unterschiedlicher Frist in Teilbereichen wieder Präsenzunterricht gewährleisten werden.

Hin und Her vermeiden

Weiss erinnert daran, dass in der Konsultationsrunde von Mitte März noch eine Obergrenze von 15 Personen zur Diskussion gestanden habe. Nun seien es 50 Personen geworden. Ein Öffnungsschritt sei zwar erwartet worden, doch die Unsicherheit sei gross gewesen. Nun habe der Bundesrat am letzten Mittwoch einen «sportlichen Zeitplan» vorgelegt.

«Die Hochschulen wollen auf jeden Fall ein Hin und Her vermeiden, also jetzt öffnen und dann in ein paar Wochen wieder herunterfahren», sagt Weiss. Auch die Studierenden wünschten sich eine ungefähre Planungssicherheit. Ein Teil von ihnen wolle schnellstmöglich auf den Campus zurück, andere seien zurückhaltender. Die Hochschulen täten ihr Bestes, um im Rahmen der Möglichkeiten allen gerecht zu werden.

Der Verband Swissuniversities:

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Swissuniversities ist die Rektorenkonferenz der Schweizerischen Hochschulen. Operativ tätig wurde die Organisation am 1. Januar 2015 mit dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes über die Förderung der Hochschulen und die Koordination im schweizerischen Hochschulbereich (HFKG). Bereits im Herbst 2012 gründeten die universitären Hochschulen, die Fachhochschulen und die Pädagogischen Hochschulen der Schweiz gemeinsam den Verein Swissuniversities und bereiteten so die Zusammenführung der ehemaligen Rektorenkonferenzen CRUS, KFH und COHEP vor.

SRF 4 News, 20.02.21, 07:20 Uhr;

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Pirmin Schläpfer  (Gwunderer)
    Die Uni Zürich hatte im Herbst erst Maskenpflicht beim sich Bewegen in den Innenräumen, dann auch beim Sitzen am Platz, wobei die Sitzplätze im geräumigen Lichthof abgebaut worden sind. Wer seinen eigenen Studierenden so wenig zutraut, sollte sich jetzt nicht beschweren, wenn der Unsinn von oben kommt.
  • Kommentar von Mike Steiner  (M. Steiner)
    Jeder hat die besten Schutzkonzepte, jeder will es nicht gewesen sein. Man könnte fast denken, Ansteckungen mit Corona entstünden durch Zauberei. Dass gerade Hochschulen nun ebenfalls so einen Stuss äussern, ist unerträglich.
  • Kommentar von Fabian Meier  (FabianMeier96)
    Jeder, der behauptet sein Schutzkonzept sei zu 100% sicher, lügt. Schutzkonzepte sind nur genau so gut, wie sie auch eingehalten werden. Und da liegt die Krux. Daher ist die Obergrenze verständlich. 50 Personen bei der Einhaltung der Schutzkonzepte zu kontrollieren ist einfacher als 1000.