Zum Inhalt springen

Header

Video
Es besteht Aussicht auf mögliche Lockerungen
Aus 10 vor 10 vom 13.04.2021.
abspielen
Inhalt

Corona-Lockerungen Terrassen-Öffnungen: Heute entscheidet der Bundesrat

  • Die Stimmen, die eine Öffnung der Restaurant-Terrassen fordern, werden wieder lauter. Auch die Kantone und der Schweizerische Städteverband drängen den Bundesrat zu Lockerungen.
  • In der Gastronomiebranche sind die Meinungen uneinheitlich.
  • Die epidemiologische Lage und die aktuellen Richtwerte für Lockerungsschritte sprechen klar gegen weitere Öffnungsschritte.

Draussen mit ein paar Freundinnen und Freunden auf einer Restaurant-Terrasse etwas trinken oder essen – jetzt, wo es wieder wärmer und frühlingshafter wird, würde sich wohl manch einer und eine darüber freuen.
Offene Restaurant-Terrassen ab dem 19. April? Wie realistisch wäre das und was sagen die Betroffenen?

Verbände und Kantone dafür

Der Schweizerische Städteverband hat Anfang Woche in einem Schreiben an den Bundesrat die Öffnung der Terrassen von Gastrobetrieben gefordert. Unter strengen Auflagen und mit wirkungsvollen Schutzkonzepten sei es vertretbar, Aussenbereiche von Restaurants zu öffnen.

Wenn es wärmer wird, würden sich sowieso viele Leute draussen treffen. Sie sässen eng und dicht zusammen, ohne Schutzkonzepte im öffentlichen Raum. Bei geöffneten Terrassen, die von Restaurants betrieben werden, wäre das anders, sagt Renate Amstutz, Direktorin des Städteverbands.

Die Auflagen sorgen für einen geordneten Konsum und gute Kontrollmöglichkeiten. Es gäbe der Gastronomie zudem eine wirtschaftliche Perspektive.
Autor: Renate AmstutzDirektorin Schweizerische Städteverband

Zudem würde sich die zunehmend gedrückte Stimmung im Land mit der Öffnung der Restaurant-Terrassen etwas verbessern. Auch das achtlose Wegwerfen von Müll bei Take-Away-Angeboten könnte damit zumindest teilweise eingedämmt werden, argumentiert der Städteverband weiter.

Man geht nicht wirklich ein Risiko ein mit der Öffnung der Terrassen – natürlich nur mit Vierer-Tischen und unter strikter Einhaltung der Schutzkonzepte.
Autor: Lukas EngelbergerPräsident GDK

Auch Lukas Engelberger, Präsident der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) bezeichnete am Sonntag im Westschweizer Fernsehen RTS die Öffnung von Terrassen ab dem 19. April als praktisch risikolos. Es sei Frühling, und viele Menschen seien ohnehin draussen.

Restaurateure teils uneinig

Eine Teil-Öffnung im Aussenbereich ist für zahlreiche Gastrobetriebe keine erstrebenswerte Lösung. Larissa Pauli, stellvertretende Geschäftsleiterin des Restaurants «Altes Tramdepot» in Bern etwa sagt, dass man sich zwar freuen würde, wieder zu öffnen, aber nur unter der Bedingung, wenn man das ganze Restaurant in Betrieb nehmen könne. Alles andere sei wirtschaftlich nicht rentabel.

Wenn es regnet, müssen wir die Gäste auch im Restaurant platzieren können. Darum: wenn öffnen, dann ganz.
Autor: Larissa PauliStv. Geschäftsleiterin Altes Tramdepot, Bern

Tamara Rawlins, Geschäftsleiterin der Pizzeria «Aarebar» in Solothurn kennt das Problem. Und trotzdem sagt sie: «Eine Öffnung der Terrassen wäre ein positives Signal.» Die Leute seien so oder so draussen und für sie sei es nicht nachvollziehbar, weshalb sie nicht auf einer bedienten Terrasse sitzen dürfen, wo klare Schutzkonzepte eingehalten würden.

Wir haben Schutzkonzepte und ein super Contact-Tracing. Ich verstehe nicht, warum Restaurant-Terrassen ein Problem sein sollten.
Autor: Tamara RawlinsPizzeria Aarebar, Solothurn

Für sie und die Leute sei es schwierig zu verstehen, warum man denke, dass Restaurants Corona-Hotspots sein sollten. «Wir haben Schutzkonzepte und ein super Contact-Tracing. Ich verstehe nicht, warum Restaurant-Terrassen ein Problem sein sollten.»

Epidemiologische Lage spricht klar dagegen

Die epidemiologische Lage und die aktuellen Richtwerte erlauben aktuell eigentlich keine Lockerungen. Der Stand am Dienstag: Lediglich eines der fünf vorgegebenen Kriterien des Bundesrats für mögliche weitere Öffnungsschritte ist erfüllt. Die anderen vier Richtwerte sprechen gegen weitere Öffnungen:

Stand der Richtwerte für Lockerungen Mitte April

10vor10, 13.04.2021, 21:50 Uhr

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

97 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Peter Grisiger  (Peter1)
    Der Bundesrat hat richtig Entschieden.
    Mit zunehmender Impfung der Gefährdeten nimmt auch das Risiko ab.

    Das Problem mit der Ungleichbehandlung bleibt.
    Wirte dürfen innen nicht öffnen, aber Fitness dann schon.
    Ich stelle mir vor, wie die Leute im Fitness bei der Kraftanstrengung Atmen.
    Im Restaurant wird nicht so stark geatmet. Zudem besteht ein Schutzkonzept.
    Stellen wir uns vor , beide Gruppen sind 1 Std. vor Ort.
    Wo bleibt da die Logik?
  • Kommentar von Anita Kurmann  (Anna Zoë)
    Ich hätte es begrüsst, wenn man mit den Öffnungen in Innenräumen noch zwei Wochen zugewartet hätte, weil jetzt in den Hausarztpraxen noch tausende Risikopersonen geimpft werden. Zuhausebleiben bis zur Impfung ist eine Option, aber in den Familien wird das Virus trotzdem zirkulieren. Traurig, wenn noch Menschen sterben müssten, so kurz vor ihrer Impfung.
  • Kommentar von Remo Tschanz  (remotschanz)
    Wer findet, die Fallzahlen seien zu hoch, soll zuhause bleiben oder sich Impfen lassen! Niemand soll sich einem Risiko aussetzen müssen, aber man kann auch nicht erwarten, dass sich die ganze Schweiz um den persönlichen Schutz kümmern muss (mit allen damit verbundenen Kostenfolgen).